Bei der EM 1994 gewann Ortmann das 9-Ball-Finale gegen den Schweden Bengt Jonasson und schaffte es damit seinen Titel zu verteidigen. Im 14/1 endlos belegte er den dritten Platz. Auf der Euro-Tour gelangen ihm 1994 fünf Turniersiege, zudem erreichte er zweimal den zweiten Platz. 1995 wurde er zum sechsten Mal Deutscher 14/1-endlos-Meister. Bei der Europameisterschaft 1995 belegte er den dritten Platz im 14/1 endlos und, nach einer Finalniederlage gegen Ralf Souquet, den zweiten Platz im 9-Ball. Im September 1995 gewann er mit den Czechia Open zum achten Mal ein Euro-Tour-Turnier. In Taipeh wurde Ortmann 1995 als erster Europäer Weltmeister.[5][6] Im Finale der 9-Ball-Weltmeisterschaft besiegte er den Amerikaner Dallas West.
1996 wurde er in den Disziplinen 8-Ball und 9-Ball Europameister sowie Vizeeuropameister im 14/1 endlos. Im Mai 1996 gelang ihm bei den Czechia Open durch einen Finalsieg gegen Mika Immonen die Titelverteidigung. Im September 1996 erzielte er bei den Norrtälje Open seinen zehnten Turniersieg auf der Euro-Tour. Bei der EM 1997 belegte er den zweiten Platz im 14/1 endlos und den dritten Platz im 8-Ball. Im August 1997 schied er beim World Pool Masters im Achtelfinale aus. Bei der deutschen Meisterschaft 1997 gewann er durch einen Finalsieg gegen Klaus Zobrekis zum ersten Mal den Titel im 9-Ball.[4] Im selben Jahr gewann er zudem die International Challenge of Champions.[5]
Im Januar 1998 gewann Ortmann die Ultimate 9-Ball Challenge.[5] Bei der EM 1998 blieb er erstmals seit 1986 ohne Medaillengewinn bei Einzelwettbewerben. Bei der deutschen Meisterschaft 1998 gewann er im Finale gegen Maico Kollmeyer erneut den 9-Ball-Titel. Beim World Pool Masters 1998 erreichte er das Viertelfinale. Im Oktober 1998 besiegte er im Finale der Netherlands Open den Schweden Tom Storm. Einen Monat später erreichte er das Achtelfinale der 9-Ball-Weltmeisterschaft. Bei der EM 1999 wurde er durch einen Finalsieg gegen den Schweizer Samuel Clemann Europameister im 9-Ball und Vizeeuropameister im 14/1 endlos. Im Juli 1999 gewann er bei der deutschen Meisterschaft seinen zehnten Meistertitel. Das Finale im 14/1 endlos gewann er gegen Thomas Engert. Im August 1999 erreichte er beim World Pool Masters das Viertelfinale und bei der International Challenge of Champions den zweiten Platz.
Im April 2000 wurde Ortmann durch einen Finalsieg gegen Alex Lely zum vierten Mal Europameister im 14/1 endlos. Wenige Tage später erreichte er bei den US Open in dieser Disziplin den vierten Platz. Bei der 9-Ball-Weltmeisterschaft 2000 schied er im Viertelfinale gegen den späteren Weltmeister Chao Fong-Pang aus. Wenig später gewann er die International Challenge of Champions. Im Oktober 2000 gewann er im Finale gegen Niels Feijen die Finland Open. Bei der EM 2001 gewann er die Bronzemedaille im 14/1 endlos. Bei der deutschen Meisterschaft 2001 wurde er Deutscher Meister im 14/1 endlos. Im Juli schied er bei der 9-Ball-WM in der Runde der letzten 32 aus. Auf der Euro-Tour gewann er seine einzige Medaille im Jahr 2001 mit dem dritten Platz bei den Austrian Open im November.
Mit dem SC Rot-Weiß Oberhausen wurde Ortmann siebenmal Deutscher Meister in den Disziplinen 8-Ball und 14/1 endlos. Nachdem er zwischenzeitlich beim PBC München-West und beim BSC Ingolstadt gespielt hatte, wechselte er 1998 zum BC Oberhausen, mit dem er in der Saison 1999/2000 in der Poolbillard-Bundesliga Deutscher Meister wurde. Später wurde er mit dem PBV Anderten (2002 und 2003) und mit dem BC Sindelfingen (2007) deutscher Vizemeister. Ab 2008 spielte er bei Hannover 96. Mit den Hannoveranern stieg er in der Saison 2008/09 in die 1. Bundesliga auf.[8] Nach der Saison 2009/10 wurde die Billard-Abteilung des Vereins aufgelöst und Ortmann kehrte zum BC Oberhausen zurück, mit dem er 2011 und 2012 Deutscher Meister wurde.[9][10] Im Sommer 2012 wechselte er zum Zweitligisten BC Queue Hamburg.[3] Mit den Hamburgern stieg er 2015 in die 1. Bundesliga auf. In den Spielzeiten 2012/13 und 2014/15 erreichte er in der Einzelrangliste der zweiten Liga den ersten Platz.[11][12][13] In der Saison 2015/16 schaffte der BC Queue als Sechstplatzierter den Klassenerhalt.[14][15]
Mit der deutschen Nationalmannschaft wurde Ortmann vierzehnmal Europameister (1987, 1988, 1989, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1999, 2001, 2002, 2005) und zweimal Vizeeuropameister (1990, 2000).[16]
Bei der Team-Weltmeisterschaft war er 2010 und 2012 Teil der deutschen Mannschaft. 2010 erreichte diese das Viertelfinale, 2012 das Achtelfinale.
Am World Cup of Pool nahm Ortmann dreimal teil. 2006 erreichte er gemeinsam mit Thomas Engert das Halbfinale, in dem sie gegen die späteren Sieger Efren Reyes und Francisco Bustamante verloren. 2007 bildete er gemeinsam mit Christian Reimering das deutsche Team, das in der ersten Runde gegen Singapur (Chan Keng Kwang und Toh Lian Han) ausschied. 2010 erreichte er gemeinsam mit Ralf Souquet das Halbfinale. Dort unterlagen sie den späteren Turniersiegern Li Hewen und Fu Jianbo aus China.
Beim Kontinentalvergleich Mosconi Cup war er achtmal als Spieler Teil des europäischen Teams (1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2002, 2004) und 2003 nichtspielender Mannschaftskapitän der Europäer. 1995, bei der zweiten Auflage des Turniers, konnte sich Europa erstmals gegen die USA durchsetzen. 2002 gelang der Mannschaft um Ortmann der zweite Sieg.