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Oignies

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Oignies
Oignies (Frankreich)
Oignies (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Hauts-de-France
Département (Nr.) Pas-de-Calais (62)
Arrondissement Lens
Kanton Hénin-Beaumont-1
Gemeindeverband Hénin-Carvin
Koordinaten 50° 28′ N,  0′ OKoordinaten: 50° 28′ N,  0′ O
Höhe 23–33 m
Fläche 5,52 km²
Einwohner 10.323 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 1.870 Einw./km²
Postleitzahl 62590
INSEE-Code
Website http://www.oignies.fr

Hôtel de ville (Rathaus) an der Place de la 4ème République in Oignies

Oignies [waɲi] ist eine französische Stadt mit 10.323 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pas-de-Calais in der Region Hauts-de-France. Sie gehört zum Arrondissement Lens und zum Gemeindeverband Hénin-Carvin.

Die Stadt Oignies liegt im dicht besiedelten ehemaligen Nordfranzösischen Kohlerevier an der Grenze zum Département Nord und an der kanalisierten Deûle. Sie erstreckt sich auf einer Fläche von 5,52 km², damit hat Oignies eine Bevölkerungsdichte von über 1800 Einwohnern pro Quadratkilometer. An Oignies grenzen folgende Gemeinden (von Norden im Uhrzeigersinn beginnend): Libercourt, Ostricourt, Évin-Malmaison, Dourges, Hénin-Beaumont und Carvin. An die lange Steinkohlebergbau-Tradition erinnern heute noch einige Abraumhalden und die ehemaligen Bergarbeitersiedlungen Cité Declercq, Cité du Vingt-Huit Mai, Cité du Verger, Cité des Turelles, Cité Mermoz und Cité de la Justice.

Beim Überfall der Wehrmacht auf Frankreich kam das 487. Infanterieregiment der 267. Infanterie-Division nach bereits verübten Kriegsverbrechen (Tötung von Zivilisten, Niederbrennung) im nahe gelegenen Courrières nach Oignies. Auch in dieser Stadt wurden Häuser systematisch zerstört und ca. 100 Zivilisten, darunter auch Flüchtlinge und Kriegsgefangene, exekutiert,[1] die Soldaten vergewaltigten auch Frauen.[2]

Bevölkerungsentwicklung

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Jahr196219681975198219901999200620162022
Einwohner11.34012.56311.64910.54610.66010.53110.500969210.260
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten

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  • Kohlebergwerk der Compagnie des mines de Dourges, als Monument historique denkmalgeschützt[3]
  • Kirche Saint-Barthélémy
  • Kirche Saint-Joseph
  • Deutscher Soldatenfriedhof
  • Moschee
  • Denkmal zur Entdeckung der Steinkohleflöze

Partnerschaften

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Seit 2004 unterhält Oignies eine Partnerschaft mit der rheinland-pfälzischen Gemeinde Mutterstadt. Eine weitere Partnerschaft besteht seit 1940 mit Buxton in Derbyshire (England).

Persönlichkeiten

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In Oignies geboren

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  • Louis De Clercq (1836–1901), Industrieller, Forschungsreisender und früher Fotograf
  • Michel Jazy (1936–2024), französischer Leichtathlet polnischer Abstammung
  • Guy Drut (* 1950), Olympiasieger in der Leichtathletik und Politiker
  1. Fossier, Jean-Marie (1977). Zone interdite: Nord-Pas-de-Calais. Paris: Éditions Sociales, Seite 30/31.
  2. Virgili, Fabrice (2016). "Les viols commis par l'armée allemande en France (1940-1944)". Vingtième Siècle. Revue d'histoire. 130 (2): 103–120.
  3. Compagnie des mines de Dourges in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch), abgerufen am 27. April 2026
Commons: Oignies – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien