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Offene Stadt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ein Banner weist Manila als ‚Offene Stadt‘ aus (1942).

Im Kriegsrecht bezeichnet offene Stadt eine Stadt oder Ortschaft, die nicht verteidigt wird und daher nicht angegriffen oder bombardiert werden darf. Grundlage ist Artikel 25 der Haager Landkriegsordnung, der den Begriff Offene Stadt jedoch nicht verwendet: „Es ist untersagt, unverteidigte Städte, Dörfer, Wohnstätten oder Gebäude, mit welchen Mitteln es auch sei, anzugreifen oder zu beschießen.“

Davon abweichend wird der Begriff auch als Synonym für unbefestigte Stadt verwendet.

Der Begriff offene Stadt wird allerdings auch in anderen Kontexten angewandt:

  • Als Verständnis des Open Government auf lokaler Ebene: „Die Offene Stadt zeichnet sich durch ein aktives Miteinander von Stadtverantwortlichen und Zivilgesellschaft aus.“[1]
  • In Soziologie, Architektur und Stadtplanung: „Die offene Stadt. Eine Ethik des Bauens und Bewohnens“[2]

Einige Städte, die während des Zweiten Weltkrieges zu offenen Städten deklariert wurden:[3]

  • Wolf R. Born: Die offene Stadt, Schutzzonen und Guerillakämpfer. ISBN 978-3-428-04112-1.[10]
  • Ernst Schmitz: Die „offene Stadt“ im geltenden Kriegsrecht. In: Deutsches Recht (Ausg. A). Nr. 51/52, 1940 (PDF, 11 Seiten).

Einzelnachweise

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  1. Offene Stadt: wie BürgerInnenbeteiligung, BürgerInnenservice und soziale Medien Politik und Verwaltung verändern (= Öffentliches Management und Finanzwirtschaft. Nr. 16). NWV, Neuer Wiss. Verl, Wien Graz 2012, ISBN 978-3-7083-0877-7.
  2. Richard Sennett: Die offene Stadt: eine Ethik des Bauens und Bewohnens. 2. Auflage. Hanser, Berlin 2019, ISBN 978-3-446-25859-4.
  3. S. Smirnoff: "Offene Städte" im gegenwärtigen Kriege. Zeitschrift «Neue Schweizer Rundschau» Band 10, 1942–1943, Heft 5, abgerufen am 15. März 2022
  4. ROME DECLARED OPEN CITY. In: Morning Bulletin (Rockhampton, Qld. : 1878 - 1954). Rockhampton, Qld. 16. August 1943, S. 1 (gov.au [abgerufen am 4. Juni 2019]).
  5. Francesco Santucci: Mit Courage und Tatkraft zur Rettung Assisis. Der deutsche Arzt Valentin Müller und die Rettung der Stadt im Zweiten Weltkrieg. Deutsch von Josef Raischl. Editrice Minerva, Assisi 1999, ISBN 88-87021-18-X; Zusammenfassung unter Zusammenfassung (Memento vom 17. Februar 2013 im Webarchiv archive.today)
  6. Stadtarchiv Göttingen. Chronik für das Jahr 1945, abgerufen am: 31. Mai 2017
  7. Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte: VIMU. Kriegsende (Memento des Originals vom 22. Dezember 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am: 11 Mai 2026.
  8. Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.): Flensburg in Geschichte und Gegenwart. Flensburg 1972, S. 409.
  9. Gerhard Paul, Broder Schwensen (Hrsg.): Mai ’45. Kriegsende in Flensburg. Flensburg 2015, S. 210 f.
  10. Wolf-Ruthart Born: Die offene Stadt, Schutzzonen und Guerrillakämpfer. Regelungen zum Schutz der Zivilbevölkerung in Kriegszeiten. Duncker Humblot, Berlin 1978