Obersulz
| Obersulz (Marktort) Ortschaft Katastralgemeinde Obersulz | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Gänserndorf (GF), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Gänserndorf | |
| Pol. Gemeinde | Sulz im Weinviertel | |
| Koordinaten | 48° 30′ 15″ N, 16° 40′ 38″ O | |
| Höhe | 227 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 600 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 13,62 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 03569 | |
| Katastralgemeindenummer | 06125 | |
Der Morgenhimmel am 14. April 2016 | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Obersulz ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Sulz im Weinviertel im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich mit 600 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1970 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Obersulz ist der Hauptort der Gemeinde und verfügt über das Marktrecht. Östlich des Ortes befindet sich der (276 m ü. A.) hohe Wartberg. Durch den Ort führt die Landesstraße L17, von der hier die L3039 und die L3040 abzweigen. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 386 Adressen.[3]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 1822 wurde der Ort als Markt mit 204 Häusern genannt, der über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Wilfersdorf besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Wilfersdorf, Raggendorf, Heiligenkreuz, Ernstbrunn und Michaelbeuern.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Marktgemeinde Obersulz ein Arzt, ein Anstreicher, ein Bäcker, zwei Baustoffhändler, ein Binder, ein Brennstoffhändler, zwei Fleischer, ein Friseur, zwei Gastwirte, sechs Gemischtwarenhändler, ein Glase, eine Hebamme, ein Maler, fünf Marktfahrer, ein Maurermeister, ein Sattler, zwei Schlosser, zwei Schmiede, ein Schneider und drei Schneiderinnen, fünf Schuster, zwei Tischler, zwei Viktualienhändler, zwei Wagner, drei Weinsensale, ein Zimmermeister und einige Landwirte ansässig. Eine Ziegelei befand sich außerhalb des Ortes.[5] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1971 die damaligen Ortsgemeinden Niedersulz und Obersulz.[2]
Öffentliche Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Obersulz befindet sich ein Kindergarten.[6]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Matthias Steiner (* 1982), Olympiasieger und Europameister im Gewichtheben, wuchs hier auf
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 7. Band: Sebarn bis Zwingendorf. Mechitaristen, Wien 1835, S. 72 (Sulz (Ober-) – Internet Archive; mit einem Nachtrag zum 6. Band: Schloßhof; c) Sebarn).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 104.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Obersulz in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- 1 2 Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 38. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3 MB; Inhalt PDF); abgerufen am 30. Januar 2025.
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 310 (Sulz (Ober-) in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 384
- ↑ Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 9. Juni 2021.
