Oberaurach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 56′ N, 10° 39′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Haßberge | |
| Höhe: | 330 m ü. NHN | |
| Fläche: | 45,13 km² | |
| Einwohner: | 3995 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 89 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97514 | |
| Vorwahlen: | 09529, 09522, 09549 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HAS, EBN, GEO, HOH | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 74 159 | |
| LOCODE: | DE OUH | |
| Gemeindegliederung: | 11 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausstr. 25 97514 Oberaurach | |
| Website: | www.oberaurach.de | |
| Erster Bürgermeister: | vakant | |
| Lage der Gemeinde Oberaurach im Landkreis Haßberge | ||
Oberaurach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Haßberge. Die Gemeindeverwaltung befindet sich in Tretzendorf.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geografische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde liegt im Naturpark Steigerwald. Westlich des Ortsteils Neuschleichach entspringt die Aurach. In der Gemeinde liegt mit dem Naturwald Knetzberge-Böhlgrund eines der größten Waldschutzgebiete Bayerns und die Feuchtwiese am Sauknock, ein 0,33 Hektar großes Naturdenkmal sowie der geschützte Landschaftsbestandteil Beerberg-Südhang.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde besteht aus elf amtlich benannten Gemeindeteilen[2][3] auf acht Gemarkungen:
| Gemarkung | Gemeindeteil | Ortstyp | Einwohnerzahl der Gemarkung[4] |
|---|---|---|---|
| Dankenfeld | Dankenfeld | Pfarrdorf | 541 |
| Fatschenbrunn | Fatschenbrunn | Kirchdorf | 235 |
| Trossenfurt | Hummelmarter | Dorf | |
| Kirchaich | Kirchaich | Kirchdorf | 923 |
| Kirchaich | Kotzmühle | Einöde | |
| Neuschleichach | Neuschleichach | Kirchdorf | 282 |
| Kirchaich | Nützelbach | Dorf | |
| Oberschleichach | Oberschleichach | Pfarrdorf | 524 |
| Tretzendorf | Tretzendorf | Dorf | 376 |
| Trossenfurt | Trossenfurt | Pfarrdorf | 637 |
| Unterschleichach | Unterschleichach | Kirchdorf | 437 |
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Gemeinde Knetzgau |
Gemeinde Sand am Main |
Stadt Eltmann | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gemeinde Priesendorf | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gemeinde Rauhenebrach |
Gemeinde Schönbrunn im Steigerwald | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Oberaurach 2016–2021 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Oberaurach 2016–2021
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Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einige Gemeindeteile wurden bereits in den Jahren 741 und 753 erstmals urkundlich erwähnt. Der ursprünglich zum Hochstift Würzburg gehörende Ort kam kurz zum Großherzogtum Würzburg des Erzherzogs Ferdinand von Toskana, bevor er mit den Verträgen von Paris 1814 zu Bayern kam. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern entstand am 1. Mai 1978 die heutige politische Gemeinde, wobei der Gemeindename Oberaurach als Kunstwort für die Gemeinden am oberen Lauf der Aurach eingeführt wurde. Die Gemeinde besteht aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Dankenfeld, Fatschenbrunn, Kirchaich, Neuschleichach, Oberschleichach, Tretzendorf, Trossenfurt und Unterschleichach.[5]
Religionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kirchlich gehören die Ortsteile Kirchaich und Dankenfeld zum Erzbistum Bamberg, die Ortsteile Trossenfurt/Tretzendorf, Ober-, Unter- und Neuschleichach, Fatschenbrunn und Hummelmarter zum Bistum Würzburg.
Laut dem Zensus 2011 waren 83,9 % der Einwohner römisch-katholisch, 7,4 % evangelisch-lutherisch und 1,5 % konfessionslos oder anderer Religionszugehörigkeit.[6]
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Bevölkerungsentwicklung[4][6] | ||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1840 | 1871 | 1900 | 1925 | 1939 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
| Einwohner | 2554 | 2780 | 2994 | 3067 | 3075 | 3692 | 3335 | 3589 | 3901 | 4282 | 4285 | 4010 | 4024 | 4029 | 4045 | 3971 | 4008 | 3958 | 3975 | 3954 | 3932 | 3952 |
Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 3905 auf 3975 um 70 Einwohner bzw. um 1,8 %. 2002 hatte die Gemeinde 4387 Einwohner. Quelle: BayLfStat
Politik
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Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Amt des Ersten Bürgermeisters hatte von 1978 bis 2008 Siegmund Kerker (CSU) inne.[7] Im Jahr 2008 wurde Thomas Sechser (CSU) dessen Nachfolger. 2014 setzte sich Sechser mit 53,76 % der Stimmen erneut gegen Sabine Weinbeer (Freie Wähler) und Thomas Karg (SPD) durch, gegen die er schon 2008 antrat und mit 55,37 % der Stimmen gewann. Am 15. März 2020 wurde Sechser mit 78,5 % der Stimmen ohne Gegenkandidatur für weitere sechs Jahre gewählt.[8] Nachdem Sechser 2026 nicht mehr zur Bürgermeisterwahl antrat, konnte sich Christian Mann (CSU) mit 81,3 % der Wählerstimmen als neuer Erster Bürgermeister durchsetzen.[9] Die für den 7. Mai 2026 geplante konstituierende Sitzung konnte wegen einer schweren Erkrankung von Mann nicht stattfinden und somit konnten der Bürgermeister nicht vereidigt und seine Stellvertreter nicht gewählt werden.[10][11] Zur Führung der Geschäfte hat die Rechtsaufsichtsbehörde deshalb eine Beauftragte, die bisherige Dritte Bürgermeisterin Sabine Weinbeer, eingesetzt.[10] Der gewählte Bürgermeister Mann ist inzwischen verstorben.[11]
Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Wahljahr | CSU | Grüne | Freie Wählergemeinschaft Oberaurach | Junge Bürger Oberaurach | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 2026[12] | 6 (35,2 %) | 2 (13,3 %) | 4 (26,1 %) | 4 (25,5 %) | 16 |
| 2020[13] | 5 (33,77 %) | 3 (16,54 %) | 4 (25,94 %) | 4 (23,75 %) | 16 |
| Wahljahr | CSU | SPD | Freie Wählergemeinschaft Oberaurach | Junge Bürger (CSU-nah) | Gesamt |
| 2014 | 6 | 3 | 4 | 3 | 16 |
| 2008 | 7 | 3 | 3 | 3 | 16 |
| 2002 | 6 | 4 | 3 | 3 | 16 |
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „Über schwarzem Wellenschildfuß, darin ein silberner Fisch, in Silber zwischen zwei schräg gestellten roten Buchenblättern eine gestürzte, gekürzte eingeschweifte schwarze Spitze, darin ein goldener Einhornrumpf.“[14] | |
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Das Einhorn ist das geminderte Wappen des einstigen Ritterkantons Steigerwald und weist zusammen mit den Buchenblättern auf die geografische Lage des Gemeindegebiets im nördlichen Steigerwald hin. Der Wellenschildfuß stellt die Aurach dar, während der Fisch auf die Fischzucht im Aurachgrund hinweist. Die Farben Silber und Schwarz sind dem Wappen der Marschalken von Ostheim entnommen, die 1663/64 in den Besitz des Schlossgutes von Dankenfeld kamen. Die Farben Schwarz und Gold sowie Silber und Rot sind die Farben der Hochstifte Bamberg und Würzburg, die beide die Landesherrschaft im Gemeindegebiet innehatten.[15] |
Baudenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Oberaurach liegt nahe der Autobahn A 70 (Anschlussstelle 11 Knetzgau) sowie direkt an der Steigerwald-Höhenstraße.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Innerhalb der Gemeinde existieren folgende Einrichtungen:[16]
- drei Kindergärten (Kirchaich, Oberschleichach und Tretzendorf)
- eine Grundschule (Trossenfurt)
- UmweltBildungsZentrum Oberschleichach (kurz: UBiZ), welches als Einrichtung der Volkshochschule Landkreis Haßberge e. V. geführt wird
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Armin Knab (1881–1951), deutscher Komponist, Musiker und Jurist, geboren in Oberaurach OT Neuschleichach.
- Die Dorfrocker, Musiker-Trio
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- ↑ Gemeinde Oberaurach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
- ↑ Gemeinde Oberaurach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 21. März 2021.
- 1 2 Zahlen und Daten. Gemeinde Oberaurach, abgerufen am 9. März 2025.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 760.
- 1 2 Statistik kommunal 2022 Gemeinde Oberaurach. Bayerisches Landesamt für Statistik, September 2022, abgerufen am 9. März 2025.
- ↑ Siegmund Kerker. Bezirk Unterfranken, abgerufen am 18. Mai 2026.
- ↑ Bürgermeisterwahl - Kommunalwahlen 2020 in der Gemeinde Oberaurach. Landkreis Haßberge, 15. März 2020, abgerufen am 10. April 2021.
- ↑ Bürgermeisterwahl 2026. Landratsamt Haßberge, abgerufen am 18. Mai 2026.
- 1 2 Vertretung für neuen Bürgermeister. inFranken, abgerufen am 18. Mai 2026.
- 1 2 Bestürzung in Oberaurach: Frisch gewählter Bürgermeister Christian Mann verstorben. Mainpost, abgerufen am 18. Mai 2026.
- ↑ https://wahlen.hassberge.de/oberaurach/Gemeinderatswahl_2026/index.html, abgerufen am 18. Mai 2026
- ↑ Ergebnis Gemeinderatswahl 2020, abgerufen am 25. Juni 2020
- ↑ Wappen von Oberaurach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- ↑ Wappen von Oberaurach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- ↑ Leben in Oberaurach. Weiterführende Links Kindergärten/Schulen/UBiZ. Gemeinde Oberaurach, abgerufen am 17. April 2021.

