Nymphaea tenuinervia
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| Casp. |
Nymphaea tenuinervia ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Seerosen (Nymphaea) innerhalb der Familie der Seerosengewächse (Nymphaeaceae). Diese Wasserpflanze kommt in Kolumbien, Guyana und im nördlichen, zentralen-östlichen sowie östlichen Brasilien vor.[1]
Beschreibung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vegetative Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nymphaea tenuinervia ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Diese Wasserpflanze[2] mit eiförmigem Rhizom, kann während der gesamten Vegetationsperiode Ausläufer ausbilden.[3]
Das Laubblatt ist in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel trägt an seinem oberen Ende nach unten gerichtete Trichome.[4] Die ganzrandige und feste Blattspreite ist bei einer Länge von etwa 21 Zentimetern sowie einer Breite von 19 Zentimetern[3] herz- bis eiförmig.[4] Die Blattunterseite weist längliche, runde, kleine, schwarze Flecken auf, die entlang ihrer Längsachse zur Mitte der Blattspreite hin gerichtet sind. Das Blatt trägt charakteristische gegabelte (Y-förmige) Trichoskleriden in der Mesophyllschicht des Blattes.[1][5]
Generative Merkmale
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Bei Nymphaea tenuinervia sind die Blüten protogyne mit nächtlicher Anthese.[7] Der Blütenduft wurde als lösungsmittelartig beschrieben; er besteht in erster Linie aus Anisol, aber auch aus deutlich geringeren Mengen an (Methoxymethyl)benzol und Butylacetat.[6]
Die eiförmigen, granulösen, pilösen Samen weisen Trichome auf, die in durchgehenden Längslinien angeordnet sind.[2]
Zytologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es liegt Diploidie mit einer Chromosomenzahl von 2n = 20 vor.[3] Der Chromosomensatz besteht aus acht großen und zwölf kleineren Chromosomen.[8]
Ökologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vegetative Vermehrung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den meisten Populationen spielt die vegetative Vermehrung durch Ausläufer eine wichtige Rolle bei der Fortpflanzung.[3] Proliferierende Pseudanthien sind nicht vorhanden.[2]
Generative Vermehrung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Autogamie wurde bei dieser Art nicht beobachtet, daher ist diese Art bei der generative Vermehrung wahrscheinlich auf Fremdbestäubung angewiesen.[3][7]
Als Bestäuber von Nymphaea tenuinervia werden Käfer vermutet.[7]
Lebensraum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Brasilien kommt Nymphaea tenuinervia in den aquatischen Habitaten im Amazonas-Regenwald, in der zentralbrasilianischen Savanne und im Atlantischen Regenwald vor.[2]
Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Taxonomie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Typusexemplar wurde im April 1819 in der Nähe von Juazeiro im Fluss St. Francisco in Bahia, Brasilien, gesammelt.[9][10][3]
Die Erstbeschreibung von Nymphaea tuneuinervia Casp. erfolgte 1878 durch Robert Caspary in C. F. P.von Martius: Flora Brasiliensis, Band 4, Teil 2, Tafel 36, Seite 177–178. In der Originalbeschreibung wurde sie zunächst als Nymphaea tenuinervia bezeichnet. In anderen Teilen der Veröffentlichung wird sie jedoch als Nymphaea tenerinervia geschrieben.[3][9] Nymphaea tenerinervia Casp. ist eine orthografische Variante von Nymphaea tenuinervia Casp.[11] Das Artepitheton tenuinervia setzt sich aus zwei Teilen zusammen: tenui- bedeutet „dünn oder schlank“ und -nervia bedeutet „Adern oder Nerven“; zusammen bedeutet es „feinnervig“.[12][13]
Nymphaea pulchella Lehm. ex Casp. ist ein Synonym von Nymphaea tenuinervia Casp..
Position innerhalb von der Gattung Nymphaea
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Art Nymphaea tuneuinervia gehört zur Untergattung Nymphaea subg. Hydrocallis aus der Gattung Nymphaea.[3][6]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 D. J. L. de Sousa, L. Q. Matias, 2012: SINOPSE DO GÊNERO Nymphaea L. (Nymphaeaceae) NO ESTADO DO CEARÁ. In: Revista Caatinga, Volume 25, Issue 3, S. 72–78. PDF.
- 1 2 3 4 M. O. O. Pellegrini, Jardim Botânico do Rio de Janeiro: Nymphaea tenerinervia In: Casp. Flora E Funga Do Brasil. .
- 1 2 3 4 5 6 7 8 J. H. Wiersema, 1987: A monograph of Nymphaea subgenus Hydrocallis (Nymphaeaceae). In: Systematic Botany Monographs, S. 1–112.
- 1 2 Friedrich Henkel, 1907: S. 76–77. eingescannt. Fr. Henkel, F. Hehnelt, L. Dittmann: Das Buch Der Nymphaeaceen Oder Seerosengewächse
- ↑ D. J. L. de Sousa, L. Q. Matias, 2013: A família Nymphaeaceae no estado do Ceará, Brasil. In: Rodriguésia, Volume 64, S. 49–59. PDF.
- 1 2 3 A. C. D. Maia, C. T. de Lima, D. M. D. A. F. Navarro, M. Chartier, A. M. Giulietti, I. C. Machado, 2014: The floral scents of Nymphaea subg. Hydrocallis (Nymphaeaceae), the New World night-blooming water lilies, and their relation with putative pollinators. In: Phytochemistry, Volume 103, S. 67-75. PDF.
- 1 2 3 C. T. de Lima, I. C. Machado, A. M. Giulietti: Nymphaeaceae of Brasil. In: Sitientibus série Ciências Biológicas, 21, 2021. .
- ↑ J. Pellicer, L. J. Kelly, C. Magdalena, I. J. Leitch: Insights into the dynamics of genome size and chromosome evolution in the early diverging angiosperm lineage Nymphaeales (water lilies). In: Genome, Volume 56, Issue 8, 2013, S. 437–449. PDF.
- 1 2 Nymphaea tenuinervia In: International Plant Names Index. .
- ↑ H. S. Conard: The Waterlilies: A Monograph of the Genus Nymphaea. (Classic Reprint, 2015). S. 210. FB&C Limited.
- ↑ Nymphaea tenerinervia In: International Plant Names Index. .
- ↑ P. M. Eckel & Missouri Botanical Garden: A Grammatical Dictionary of Botanical Latin. online.
- ↑ P. M. Eckel & Missouri Botanical Garden: A Grammatical Dictionary of Botanical Latin. online.