Norilka
| Norilka Норилка, Норильская (Norilskaja) | ||
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| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | RU: 17020000112116100118111 | |
| Lage | Nördliches Sibirien
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| Flusssystem | Pjassina | |
| Abfluss über | Pjassina → Arktischer Ozean | |
| Zusammenfluss von | Rybnaja und Talaja 69° 20′ 24″ N, 88° 35′ 55″ O | |
| Quellhöhe | ca. 29 m [1] | |
| Mündung | unterhalb von Waljok in den Pjassinosee und damit in die PjassinaKoordinaten: 69° 32′ 51″ N, 87° 59′ 46″ O 69° 32′ 51″ N, 87° 59′ 46″ O | |
| Mündungshöhe | ca. 28 m [1] | |
| Höhenunterschied | ca. 1 m | |
| Sohlgefälle | ca. 0,03 ‰ | |
| Länge | 36 km[2] | |
| Einzugsgebiet | 20.000 km²[2] | |
| Abfluss am Pegel Waljok[3] AEo: 19.800 km² Lage: 21 km oberhalb der Mündung |
MNQ 1938/1999 MQ 1938/1999 Mq 1938/1999 MHQ 1938/1999 |
50 m³/s 448 m³/s 22,6 l/(s km²) 1611 m³/s |
| Rechte Nebenflüsse | Waljok, Charaelajach | |
![]() (Daten aus Wikidata und OSM) | ||
Durchschnittlicher Abfluss (m³/s) an der Station Waljok (1938 bis 1999)[3]
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Hydrologie, Klima und Flora
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das hydrologische Regime der Norilka wird aufgrund ihrer nördlichen Lage und damit verbundener Nähe zur Arktis von harten Wintern und kurzen Sommern bestimmt. Das ganze Jahr über gibt es viel Niederschlag, und das Vorhandensein zahlreicher Still- und Fließgewässer in ihrem recht großen Einzugsgebiet spielen eine regulierende Rolle im Wasserhaushalt. Der durchschnittliche Jahresabfluss von Wasser an ihrer Mündung ist 450 m³/s. Von Ende September bis Mitte Juni ist die Norilka von Eis bedeckt. Wenn im Sommer Eis und Schnee schmelzen, entstehen zwischen Juni und August oftmals Hochwasser.
Die Norilka verläuft in der Klimazone des Permafrostbodens, an ihren Ufern gedeihen boreale Nadelwälder (Taiga) und auf den umliegenden Bergen herrscht die Tundra mit Moosen und Flechten. Der Fluss ist Lebensraum vieler arktischer Arten – zum Beispiel Barschfische, Hechte und Lachsfische – die für den Fischfang genutzt werden.

Umweltverschmutzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die in der Nähe bei Norilsk und Talnach sowie die beim einiges vom Fluss entfernten Kajerkan gelegenen Fabrikanlagen des Industrie-Konzerns MMC Norilsk Nickel, dem Weltmarktführer der Produktion von Nickel und Palladium, führen – zum Beispiel an der Norilka und am Pjassinosee – zu starken Umweltverschmutzungen.
Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf der Norilka fahren im Sommer, von Ende Juni bis September, Wassertaxis und Ausflugsboote, die viele Besucher von der Anlegestelle bei Waljok erst auf der Norilka und dann auf der Talaja, durch den Melkojesee und danach weiter auf dem Fluss Lama zum Lamasee bringen. Die Hinfahrt dorthin dauert flussaufwärts etwa fünf und der Weg zurück zirka drei Stunden. Von Waljok fahren auch Boote zum nahen Pjassinosee. Insbesondere Einwohner aus Norilsk nutzen dies zu Erholungszwecken. Im Sommer kommen auch Angler und Wanderer an den Fluss, der dann auch Transportweg ist.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 Topographische Karte (1:200.000, Bl. R-45-XXIII,XXIV, Ausg. 1989), diagonal fließende Norilka (links unten) u. a. mit Norilsk (ganz links unten), Talnach (nordnordöstlich davon), Melkojesee (ganz unten mittig), Pjassinosee-Südostteil (ganz links), Putoranagebirge (oben) und Lamasee-Westteil (ganz rechts), auf mapr45.narod.ru (mit Höhen über Meer)
- 1 2 3 Norilka im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)
- 1 2 3 4 Norilka am Pegel Waljok – hydrographische Daten bei R-ArcticNET


