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Norbert Wendner

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Norbert Wendner
Nation Osterreich Österreich
Geburtstag 1947 (79 Jahre und 36 Tage)
Geburtsort VordernbergOsterreich Österreich
Karriere
Disziplin Abfahrt, Riesenslalom, Slalom, Alpine Kombination
Status zurückgetreten
Karriereende 16. Januar 1972
Medaillenspiegel
Österreichische Alpine Skimeisterschaften 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Österreichische Alpine SkimeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Silber Jochberg 1971 Slalom
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 3. März 1967
 Einzel-Weltcupsiege 0
 Gesamtweltcup 29. (1968)
 Riesenslalomweltcup 15. (1968)
 

Norbert Wendner (* 1947 in Vordernberg,[1] Bezirk Leoben, Steiermark) ist ein ehemaliger österreichischer Skirennfahrer, der auf die technischen Disziplinen spezialisiert war.

Wendner wurde als Mitglied der Zollwache Sportler.[2]

In der Abfahrt vom 4. März 1967 in Sestriere belegte Wendner mit Starntnummer 32 den 46. Platz (von 56 klassifizierten Läufern) und lag damit zwischen den Japanern Tsuneo Noto und Yoshiharu Fukuhara, der Sieg des Rennens ging an den Franzosen Jean-Claude Killy.[1] Im Slalom am nächsten Tag (Startnummer 46) schied Wendner im zweiten Durchgang aus, was ebenso 25 weiteren Läufern passierte.[3]

Wendners beste Weltcup-Platzierung war der vierte Platz im Slalom vom 1. März 1968 in Kranjska Gora, bei dem er 2,75 Sekunden Rückstand auf den Franzosen Patrick Russel hatte. 29 Hundertstelsekunden vor Wendner lag der Schweizer Stefan Kälin und 67 Hundertstelsekunden dahinter der Österreicher Stefan Sodat.[4][5] Im Riesenslalom am Tag zuvor war Wendner ausgeschieden und teilte dieses Los mit dem Franzosen Patrick Russel, dem Deutschen Max Rieger, dem Jugoslawen Peter Lakota, den Österreichern Hans Hinterholzer, Harald Stuefer sowie den Schweizern Marco Fümm, Harry Schmid und Hans Zingre.[6] In der Weltcupsaison 1968 belegte er damit mit den elf Punkten aus diesem Slalom mit dem Schweden Rune Lindström und dem Tschechoslowaken Miroslav Pažout den geteilten 29. Platz.

Im Slalom von Bad Hindelang am 4. Januar 1970 belegte Wendner den 27. Platz, hinter ihm lag nur noch der Schwede Lars Olsson. Unmittelbar vor Wendner lag Olssons Landsmann Olle Rolén, auch die weiteren Plätze davor gingen mit Rune Lindstroem (Rang 25) und Sven Mikaelsson (Rang 24) an schwedische Sportler.[7] Im Grand-Srix-Slalom vom 10. Januar 1970 in Morzine kam Wendner als Dritter auf das Podest, wobei er 82 Hundertstelsekunden Rückstand auf seinen Landsmann Gerhard Riml und 17 Hundertstelsekunden Rückstand auf den Franzosen Michel Bozon hatte. Auf den Vierten, den Österreicher Kurt Berhtold, hatte Wendner 1,54 Sekunden Vorsprung.[8] Im Slalom von Kitzbühel vom 18. Januar 1970 am Ganslernhang schied er im zweiten Durchgang aus, was 21 weiteren Läufern passierte.[9]

Im Riesenslalom von Madonna di Campiglio, der am 29. Januar 1970 ausgetragen wurde, belegte Wendner dem 19. Rang (von 31 klassifizierten Läufern), wobei er 9,96 Sekunden Rückstand auf den Sieger, den Italiener Gustav Thöni, hatte. 19 Hundertselsekunden vor Wendner lag der Schwede Rune Lindström und 14 Hundertstelsekunden hinter Wendner der Italiener Giuseppe Compagnoni.[10] Im Riesenslalom am Tag darauf konnten sich 32 Läufer klassifizieren, wobei Wendner den 30. Rang belegte. Er hatte 11,92 Sekunden Rückstand auf den abermaligen Sieger Gustav Thöni. Vor Wendner lag dieses Mal der US-Amerikaner Tyler Palmer, der acht Hundertstelsekunden schneller war. Acht Hundertstelsekunden hinter Wendner lag der Schwede Sven Mikaelsson.[11] Am Tag darauf wurde ein Slalom ausgetragen, bei dem Wendner mit 5,79 Sekunden Rückstand auf den Franzosen Henri Bréchu den 31. und letzten Rang belegte. Auf den Vorletzten, den Schweizer Jakob Tischauser, hatte Wendner eine Hundertselsekunde Rückstand.[12]

In Leysin/Les Diablerets startete Wendner im März 1970 im I-B-Weltcup, wobei er im Riesenslalom den elften von 16 Plätzen belegte. Er hatte 7,01 Sekunden Rückstand auf seinen Landsmann Josef Loidl. 22 Hundertstelsekunden vor Wendner lag der Franzose Georges Rolland, 29 Hundertstelsekunden hinter ihm der Österreicher Josef Pechtl. Im Slalom belegte er mit 1,89 Sekunden Rückstand auf den Schweizer Kurt Schneider den zehnten von 17 Rängen. Neun Hundertstelsekunden vor Wendner lag der Australier Manfred Grabler und 33 Hundertstelsekunden hinter ihm der Norweger Lasse Hamre. In der Alpinen Kombination, in der zehn Sportler in die Wertung kamen, belegte Wendner den siebten Rang, der Sieg ging an Josef Loidl. Wendner lag zwischen seinen Landsmännern Kurt Berhtold und Leopold Gruber.[13]

Wendners beste Platzierung bei den Österreichischen Alpinen Skimeisterschaften war die Silbermedaille bei den Österreichischen Alpinen Skimeisterschaften 1971 in Jochberg. Bei diesem Rennen hatte er 20 Hundertstelsekunden Rückstand auf Harald Rofner und 20 Hundertstelsekunden Vorsprung auf David Zwilling.[14]

Sein letztes Rennen im Weltcup bestritt Wendner im Slalom von Kitzbühel vom 16. Januar 1972 am Ganslernhang, wo er den 28. Rang belegte; 40 Läufer kamen ins Ziel. Er lag hinter seinem Landsmann Hansi Hinterseer und vor dem Italiener Giuseppe Compagnoni.[15]

Der Sprung in den A-Kader des Österreichischen Skiverbands blieb Wendner verwehrt, unter anderem, weil er lediglich Slalomfahrer war. Von 1973 bis 1975 startete er bei der U.S. Pro-Ski Tour, wobei er ein Mal die Slalom-Gesamtwertung gewann. Später betrieb Wendner am Präbichl eine Skihütte.[2]

Nationale Meisterschaften

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Weltcupwertungen

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Saison Gesamt Abfahrt Riesenslalom Slalom
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
1968 29. 11 15. 11

Einzelnachweise

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  1. a b 04.03.67. – Sestriere. Downhill, men. (englisch, alpineskiworld.net [PDF; 141 kB; abgerufen am 25. November 2025]).
  2. a b ’s Rebenblattl. Unabhängiges und überparteiliches Informationsblatt mit Berichten aus den Gemeinden Leutschach – Eichberg-Trautenberg – Glanz a. d. W. – Schlossberg. In: Leutschach an der Weinstraße (Hrsg.): ’s Rebenblattl (= ’s Rebenblattl). Nr. 3. Leutschach an der Weinstraße 2008 (österreichisches Deutsch, 44 S., yumpu.com [abgerufen am 25. November 2025]).
  3. 05.03.67. – Sestriere. Slalom, men. (englisch, alpineskiworld.net [PDF; 94 kB; abgerufen am 25. November 2025]).
  4. 1. März 1968 (Slalom) in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch)
  5. 10.03.68. – Kranjska Gora. Slalom, men. (englisch, alpineskiworld.net [PDF; 143 kB; abgerufen am 25. November 2025]).
  6. 09.03.68. – Kranjska Gora. Giant Slalom, men. (englisch, alpineskiworld.net [PDF; 101 kB; abgerufen am 25. November 2025]).
  7. 04.01.70. – Bad Hindelang. Slalom, men. (englisch, alpineskiworld.net [PDF; 150 kB; abgerufen am 25. November 2025]).
  8. 10.-11.01.70. – Morzine. Slalom, men. (englisch, alpineskiworld.net [PDF; 127 kB; abgerufen am 25. November 2025]).
  9. 18.01.70. – Kitzbühel. Slalom, men. (englisch, alpineskiworld.net [PDF; 112 kB; abgerufen am 25. November 2025]).
  10. 29.01.70. – Madonna di Campiglio. Giant Slalom, men. (englisch, alpineskiworld.net [PDF; 150 kB; abgerufen am 25. November 2025]).
  11. 30.01.70. – Madonna di Campiglio. Giant Slalom, men. (englisch, alpineskiworld.net [PDF; 141 kB; abgerufen am 25. November 2025]).
  12. 31.01.70. – Madonna di Campiglio. Slalom, men. (englisch, alpineskiworld.net [PDF; 151 kB; abgerufen am 25. November 2025]).
  13. 26.02-01.03.70. Leysin – Les Diablerets. I-B, World Cup. (englisch, alpineskiworld.net [PDF; 147 kB; abgerufen am 25. November 2025]).
  14. Alpiner Skilauf. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 9. März 1971, S. 14.
  15. 16.01.72. – Kitzbühel. Slalom, men. (englisch, alpineskiworld.net [PDF; 147 kB; abgerufen am 25. November 2025]).