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Noi Moderati

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Noi Moderati (deutsch: Wir Moderaten) ist eine italienische politische Partei des Mitte-rechts-Spektrums. Sie versteht sich als volksparteiliche, liberal-reformistische und proeuropäische Kraft mit christlichem Wertehintergrund. Die Partei entstand 2022 als Wahlbündnis und konsolidierte sich 2023 zu einer einheitlichen Parteistruktur.

Noi Moderati ist Teil der Regierungskoalition unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und positioniert sich als moderater, zentristischer Flügel des Mitte-rechts-Lagers.

Gründung als Wahlbündnis (2022)

Im Vorfeld der vorgezogenen Parlamentswahlen im September 2022 beschlossen vier kleinere Mitte-rechts-Parteien, gemeinsam als Einheitsliste anzutreten. Am 11. August 2022 gründeten Maurizio Lupi (Noi con l’Italia), Giovanni Toti (Italia al Centro), Luigi Brugnaro (Coraggio Italia) und Lorenzo Cesa (Unione di Centro) die Wahlallianz unter dem Namen Noi Moderati/Lupi – Toti – Brugnaro – UdC.

Das Bündnis trat innerhalb der Mitte-rechts-Koalition an, die von Fratelli d’Italia, Lega und Forza Italia angeführt wurde und die Wahl gewann. Noi Moderati erreichte landesweit etwa 0,91 % der Stimmen und verfehlte damit die Drei-Prozent-Hürde im Verhältniswahlteil. In den Direktwahlkreisen konnten jedoch neun Mandate errungen werden (sieben Abgeordnete und zwei Senatoren).[1]

Entstehung als Partei (2023)

Im Jahr 2023 schlossen sich die beteiligten Parteien schrittweise zusammen. Am 21. Mai 2023 riefen Maurizio Lupi und Giovanni Toti auf einem Kongress von Noi con l’Italia offiziell die einheitliche Partei Noi Moderati aus. Die bisherigen Teilorganisationen wurden in die neue Struktur integriert.

Im März 2023 trat zudem die Abgeordnete Michela Vittoria Brambilla der Parlamentsgruppe bei. Ende März 2023 übernahm Senatorin Michaela Biancofiore den Vorsitz der Senatsfraktion.[2]

Ideologie und Programm

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Noi Moderati beschreibt sich als volksparteilich, liberal-reformistisch und proeuropäisch. Die Partei bekennt sich zu christlichen Werten und versteht sich als gemäßigte Kraft innerhalb des Mitte-rechts-Lagers. Zu den zentralen politischen Zielen zählen:

  • Förderung von wirtschaftlichem Wachstum bei gleichzeitiger sozialer Ausgewogenheit
  • Reformen im Bildungs- und Gesundheitswesen
  • Stärkung von Familie und lokalen Gemeinschaften
  • Vertiefung der europäischen Integration und transatlantischen Zusammenarbeit
  • Sicherung von Rechtsstaatlichkeit und Effizienz der öffentlichen Verwaltung
  • Förderung des politischen Nachwuchses

Die Partei sieht sich als verbindendes Element zwischen konservativen und liberal-reformistischen Strömungen und betont dialogorientierte Politik.[3]

Parlamentswahl 2022[4]
  • Abgeordnetenhaus: 0,91 %
  • Senat: 0,89 %
  • Mandate: 7 Direktmandate im Abgeordnetenhaus, 2 im Senat
Regionalwahlen 2023

In der Lombardei erzielte Noi Moderati gemeinsam mit Rinascimento Sgarbi 1,17 % und gewann einen Sitz. Auch bei der Regionalwahl im Latium trat die Partei im Rahmen der Mitte-rechts-Koalition unter Francesco Rocca an.

Führung und Organisation

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Parteivorsitzender ist Maurizio Lupi, ein langjähriger christdemokratischer Politiker und ehemaliger Infrastrukturminister. Er führt zugleich die Fraktion im Abgeordnetenhaus. Die Partei vereint Politiker unterschiedlicher regionaler Herkunft und politischer Traditionen aus den Vorgängerorganisationen.

Ein erklärtes Ziel ist die Förderung junger politischer Talente durch Mentoring erfahrener Politiker.

Beteiligung an der Regierung Meloni

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In der seit Oktober 2022 amtierenden Regierung Meloni ist Noi Moderati durch Staatssekretäre vertreten. Giorgio Silli übernahm das Amt eines Staatssekretärs im Außenministerium. Vittorio Sgarbi war bis Februar 2024 Staatssekretär im Kulturministerium.

Die Partei unterstützt die Regierung insbesondere in wirtschafts- und außenpolitischen Fragen und versteht sich als moderierender Partner innerhalb der Koalition.[5]

Commons: Noi Moderati – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. XIX Legislatura - Deputati e Organi Parlamentari - Composizione Gruppi parlamentari. Abgerufen am 31. Mai 2026 (italienisch).
  2. Radio Radicale: 1º Consiglio nazionale di Noi Moderati. 17. Oktober 2023, abgerufen am 31. Mai 2026 (italienisch).
  3. Italy's right wing, led by Meloni, wins election, exit polls say. In: Reuters. (reuters.com [abgerufen am 31. Mai 2026]).
  4. Election Resources on the Internet: Elections to the Italian Parliament - September 25, 2022 Chamber of Deputies Election Results Lookup. Abgerufen am 31. Mai 2026.
  5. Redazione FIRSTonline: Meloni government, 31 undersecretaries and 8 deputy ministers appointed: here is the complete list. In: FIRSTonline. 31. Oktober 2022, abgerufen am 31. Mai 2026 (englisch).