Nohta liegt ca. 25km (Fahrtstrecke) südöstlich der Distrikthauptstadt Damoh in einer Höhe von ca. 330m. Die Tempelstadt Khajuraho ist ca. 190km in nördlicher Richtung entfernt. Das Klima ist mild bis warm; Regen (ca. 800–1200mm/Jahr) fällt hauptsächlich in der sommerlichen Monsunzeit.
Die Bevölkerung der Kleinstadt und ihrer Umgebung besteht nahezu ausschließlich aus Hindus. Der männliche Bevölkerungsteil ist um ca. 10% höher als der weibliche. Die Alphabetisierungsrate liegt bei etwa 60%.
Der Ort war einst eine bedeutende Stadt der Kalachuri-Dynastie; er war mit mehreren Tempeln ausgestattet, von denen sich jedoch nur einer erhalten hat.
Der in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts entstandene und von Touristen nur selten besuchte Noleswar- oder Maheswar-Tempel ist ein Glanzstück indischer Tempelbaukunst. Er wurde – in Trümmern liegend – im Jahr 1893 vom schottischen Archäologen und Fotografen Henry Cousens „wiederentdeckt“ und anschließend vom Archaeological Survey of India (ASI) restauriert.
Der auf einer reich dekorierten ca. 1,25m hohen Sockelzone ruhende Tempelbau besteht aus einer kleinen Eingangshalle (mukhamandapa), einer großen – seitlich offenen – Vorhalle (mandapa), einem kurzen Übergangsbereich (antarala) und einer – nur durch die in früherer Zeit stets offenstehende Tür belichteten – Cella(garbhagriha), über welcher sich der in der nordindischen Tempelarchitektur des Nagara-Stils übliche und vertikal durch Begleittürmchen (urushringas) gegliederte Shikhara-Turm erhebt, der oben mit einem gerippten Ringstein (amalaka) und einem Krug (kalasha) abschließt. Höhepunkte des Tempels sind die beiden überreich dekorierten Portale.[2]