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Nikšić

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Nikšić
Никшић
Wappen von Nikšić
Karte von Montenegro, Position von Nikšić hervorgehoben
Karte von Montenegro, Position von Nikšić hervorgehoben
Basisdaten
Staat: Montenegro Montenegro
Gemeinde: Nikšić
Koordinaten: 42° 46′ N, 18° 57′ OKoordinaten: 42° 46′ 19″ N, 18° 56′ 40″ O
Höhe: 630 m. i. J.
Einwohner: 56.970 (2011)
Telefonvorwahl: (+382) 083
Postleitzahl: 81401
Kfz-Kennzeichen: NK
Struktur und Verwaltung
Bürgermeister:Marko Kovačević (DF)
Webpräsenz:
Panoramaansicht
Burg Bedem in Nikšić

Nikšić (montenegrinisch-kyrillisch Никшић) ist nach Podgorica die zweitgrößte Stadt Montenegros.

Die Stadt liegt rund 50 km nordwestlich der Hauptstadt und ist mit dieser durch eine Fernstraße und eine Bahnstrecke verbunden. Die Stadt Nikšić hat 56.970 Einwohner (Volkszählung 2011).

Bereits im 4. Jahrhundert gab es dort eine Siedlung, die den Namen Onogost trug. Die Überreste dieser antiken Stadt sind noch heute zu besichtigen.

Im Mittelalter gehörte es vom 8. bis Mitte des 13. Jahrhunderts zu Travunien. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts wurde es von der serbischen Dynastie der Vojinović bzw. Altomanović regiert. Nikola Altomanović eroberte weite Gebiete im westlichen Zentralserbien, bevor er 1373 durch ein gemeinsames Vorgehen des bosnischen Fürsten und späteren serbischen Königs Tvrtko I. und des serbischen Fürsten Lazar Hrebeljanović besiegt und sein Territorium zwischen den Siegern aufgeteilt wurde.

Im 17. Jahrhundert entstand das Kloster Ostrog, rund 10 km südöstlich von Nikšić; das Kloster war eine Gründung und Wirkungsstätte des Heiligen Vasilije Ostroški und gilt als wichtigstes geistliches Zentrum Montenegros. In Nikšić befindet sich die Saborna-Kirche, die ebenfalls dem Heiligen Vasilije gewidmet ist; sie ist von einem Park umgeben.

Im August 1983 fand in der Stadt ein Schachturnier statt, an dem mit Ausnahme des Weltmeisters Anatoli Karpov die gesamte Weltspitze teilnahm. Garri Kimowitsch Kasparow gewann das Turnier mit deutlichem Abstand[1], was ihm in der Folge die Führung in der Weltrangliste einbrachte[2].

2030 wird Nikšić Kulturhauptstadt Europas sein.

Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten

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Rund um die Stadt befinden sich drei Seen, Krupac, Slano und Liverovići, die beliebte Ausflugsziele sind. Die Stadt ist auch als Heimat des Bieres Nikšičko pivo bekannt und beherbergt die philosophische Fakultät der Universität Montenegro. In Nikšić hat das montenegrinische Energieunternehmen Elektroprivreda Crne Gore seinen Hauptsitz.

Carev Most

In der Nähe der Stadt befindet sich auch seit 1894 die monumentale Brücke Carev Most, die von Nikšićs Stadtplaner, Josip Slade, entworfen wurde.

Am Hauptbahnhof von Nikšić

In Nikšić befindet sich die Endstation der nach Modernisierungs- und Elektrifizierungsarbeiten im Jahr 2012 wieder in Betrieb befindlichen Bahnstrecke nach Podgorica. Neben dem Personenverkehr nach Podgorica hat vor allem der Transport von Bauxit aus der nahe der Stadt gelegenen Mine Bedeutung für den Eisenbahnverkehr.[3] Die Bahnstrecke war von 2006 bis 1. Oktober 2012 wegen Modernisierungsarbeiten außer Betrieb.[4]

Vor dem Bau dieser Normalspurbahn existierte eine Schmalspurbahn nach Nikšić, die in Hum von der Dalmatinerbahn abzweigte und über Trebinje (Bosnien und Herzegowina) nach Nikšić führte. Es gibt Bestrebungen, diese Strecke als Eisenbahnstrecke von Nikšić nach Čapljina (Bosnien und Herzegowina) in Normalspur wieder zu errichten. Dazu wurde die Strecke 2023 in das erweiterte TNT-Netz aufgenommen.[5]

Nikšić verfügt über einen kleinen Sportflughafen, welcher sich in den westlichen Außenbezirken der Stadt befindet.

Städtepartnerschaften

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Nikšić listet folgende Partnerstädte auf:[6]

StadtLand
Arilje  Zlatibor, Serbien
Bileća  Srpska, Bosnien und Herzegowina
Brindisi  Apulien, Italien
Chifeng Huabei, Volksrepublik China
Foča  Srpska, Bosnien und Herzegowina
Gacko  Srpska, Bosnien und Herzegowina
Girona  Katalonien, Spanien
Gradačac  Föderation, Bosnien und Herzegowina
Jajce  Föderation, Bosnien und Herzegowina
Koper  Primorska, Slowenien
Koprivnica  Kroatien
Kumanovo  Severoistočen, Nordmazedonien
Lazarevac  Belgrad, Serbien
Monti Ernici Latium, Italien
Murska Sobota  Prekmurje, Slowenien
Nevesinje  Srpska, Bosnien und Herzegowina
Ohrid  Jugozapaden, Nordmazedonien
Prilep  Pelagonien, Nordmazedonien
Strumica  Jugoistočen, Nordmazedonien
Trebinje  Srpska, Bosnien und Herzegowina
Tuzla  Föderation, Bosnien und Herzegowina
Valjevo  Kolubara, Serbien
Vrbas  Vojvodina, Serbien
Želino  Polog, Nordmazedonien

Söhne und Töchter der Stadt

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Wikivoyage: Nikšić – Reiseführer
Commons: Nikšić – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Nikšić – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Niksic 1983. Tournaments. In: 365Chess.com. Abgerufen am 1. März 2024.
  2. Chess Tournaments Year 1984. In: 365Chess.com. Abgerufen am 1. März 2024.
  3. Michael Populorum: Montenegro: Die Nikšićer Bahn von Podgorica (Titograd) nach Nikšić. In: dokumentationszentrum-eisenbahnforschung.org. 1. Oktober 2012, abgerufen am 12. März 2024.
  4. Novosti. (Memento vom 21. Dezember 2012 im Internet Archive) Homepage der Montenegrinischen Bahn, abgerufen am 30. September 2012.
  5. Hans-Jürgen Schulz: Bosnien und Herzegowina/Montenegro: Die Eisenbahn Niksic – Čapljina ist offiziell Teil des erweiterten TNT-Netzes geworden. In: Lok-Report. 3. März 2023, abgerufen am 17. März 2023 (Quelle: Ministarstvo komunikacija i prometa Bosne i Hercegovine).
  6. Međunarodna saradnja. (Internationale Kooperation). Gemeinde Nikšić, abgerufen am 9. März 2024 (bosnisch).