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Nicolas de Largillière

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Selbstporträt

Nicolas de Largillière (* 2. Oktober 1656 in Paris; † 20. März 1746 ebenda) war ein französischer Maler des Rokoko. Er gilt neben Hyacinthe Rigaud als bester Porträtist seiner Zeit in Frankreich.

De Largillière war ein Sohn des Hutmachers Jean-Antoine de Largillière und dessen Frau Marie (geborene Migeon). Seine Eltern betrieben an der Straße „le pont Notre-Dame“ in Paris ein Hutgeschäft mit dem Namen „Mousquetaire“. Er verbrachte seine Jugend jedoch in den Niederlanden, da die Familie nach dorthin ausgewandert war.[1] 1668 trat er in Antwerpen in die Werkstatt von Antoine Goubaud und fügte für diesen figürliche Staffagen in seine Gemälde und Stillleben ein. Dort lernte er die Werke von Peter Paul Rubens und Anthonis van Dyck kennen, die ihn nachhaltig beeinflussten. Im Alter von 16 Jahren wurde er 1672 Freimeister, trat 1673 in die Lukasgilde ein und begab sich 1674 nach England an den Hof des Königs Karl II. und wurde Assistent des Hofmalers Peter Lely. 1678 wurde er als Katholik aus London verbannt und reiste zu Adam Frans van der Meulen nach Paris. Durch diesen lernte er Charles Le Brun kennen. 1683 wurde er Agréé der Académie royale de peinture et de sculpture. 1685 berief ihn James II. von England bei seiner Thronbesteigung nach England, um ihn und die Königin zu malen. Das Angebot als Hofmaler in London zu bleiben lehnte er jedoch ab.

Anfang 1686 lieferte de Largillière als Aufnahmestück an der Akademie ein Porträt, das er von Le Brun angefertigt hatte. Sein erster öffentlicher Auftrag war ein Gemälde mit der Darstellung der Begrüßung Ludwigs XIV. durch die Schöffen der Stadt Paris am 30. Januar 1687. 1705 wurde er Professor, 1717 stellvertretendes Rektor, 1722 Rektor, danach zeitweise Direktor und 1743 bis zu seinem Tod Kanzler der Pariser Akademie.[2]

Selbstporträt mit Frau und Tochter

Seit dem 14. Septamber 1699 war de Largillière mit Marguerite-Élisabeth (geborene Forest; † 8. Dezember 1756), einer Tochter des Landschaftsmalers Jean-Baptiste Forest verheiratet.

  • Élisabeth-Marguerite de Largillière (getauft am 23. Januar 1701)
  • Marguerite-Élisabeth de Largillière (getauft am 23. März 1703)
  • Nicolas de Largillière (21. August 1704 – 1742) wurde Ratsherr im Châtelet und Dramatiker

Werke (Auswahl)

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Largillièrre hinterließ zahlreiche Porträts, meist von Privatleuten, die sich durch lebendige, freilich hier und da auch manierierte Auffassung, blühendes Kolorit und geistreiche Behandlung auszeichnen.

Porträt Ludwigs XIV. und seiner Erben

Largillièrre beschäftigte sich vorwiegend mit Porträt, Historienbildern und Stillleben. Er porträtierte fast ausschließlich Mitglieder des Hofes und des vornehmen Bürgertums.

  • 1686: Porträt des Charles Le Brun (Louvre)
  • 1695: Doppelporträt des 7-jahrigen Prinzen James Francis Edward Stuart und seiner 3-jährigen Schwester
  • 1697: Allegorie auf die Vermahlung des Herzogs von Burgund mit Adelaide von Savoyen (verschollen, Merkur zeigt den Stadtschöffen das Porträt der Braut)
  • 1702: Allegorie auf den Regierungsantritt Philipps von Anjou in Spanien (verschollen)
  • um 1704: Bürgermeister Boucher d’Orsay Leinwand, 138 × 106 cm
  • 1710: Bildnis eines Unbekannten Leinwand, 126 × 98 cm
  • 1713: Erik Graf Sparre Leinwand, 90 × 72 cm
  • 1714: Duc de Biron Leinwand, 140 × 105 cm
  • um 1715: Der Maler mit Frau und Tochter Leinwand, 149 × 200 cm
  • 1718: Bildnis eines Beamten Leinwand, 82 × 64 cm
  • 1722: Ankunft der spanischen Infantin in Paris (verschollen)
  • 1724: François Jules du Vaucel Leinwand, 138 × 105 cm
  • 1736: Der Goldschmied Thomas Germain und seine Frau Leinwand, 145 × 112 cm
Commons: Nicolas de Largillière – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Georges Pascal: Largillière. Paris 1928 (französisch, Textarchiv – Internet Archive getauft am 10. Oktober 1656).
  2. Otto Kellner: Largillière (Largillierre), Nicolas de. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 22: Krügner–Leitch. E. A. Seemann, Leipzig 1928, S. 382–384 (Textarchiv – Internet Archive).