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Myrtle Cagle

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Myrtle Cagle (1995)

Myrtle „Kay“ Thompson Cagle (* 3. Juni 1925 in Selma, North Carolina, USA; † 22. Dezember 2019 in Georgia, USA) war eine US-amerikanische Pilotin. Sie war eine der ersten amerikanischen Fliegerinnen. Mit 14 Jahren erhielt sie ihre Pilotenlizenz und war damals die jüngste Pilotin in North Carolina. Am Georgia Technical Institute erwarb sie als zweite Frau die Qualifikation zur Flugzeugmechanikerin. Sie war eines der Mitglieder der Mercury 13 - Astronautinnengruppe, arbeitete als Fluglehrerin und schrieb über die Luftfahrt in North Carolina.[1][2]

Veranstaltung zum Frauengeschichtsmonat 2006 und zur Verleihung der Glenn Federal Women’s Program Awards

Cagle lernte mit 12 Jahren unter der Anleitung ihres Bruders fliegen. Mit 14 Jahren erhielt sie ihre Pilotenlizenz und war damit die jüngste Pilotin des Bundesstaates und möglicherweise der gesamten Nation. An der High School nahm sie am Luftfahrtunterricht teil und übernahm die Vertretung des Lehrers, als dieser eingezogen wurde. Mit 19 Jahren erhielt sie ihre Privatpilotenlizenz, besaß mit 20 Jahren ein eigenes Flugzeug und erwarb mit 23 Jahren ihre Berufspilotenlizenz.

In den 1940er-Jahren trat sie der Civil Air Patrol und den Ninety-Nines bei und wurde in das WASP-Programm (Women Airforce Service Program) während des Zweiten Weltkriegs aufgenommen. 1946 begann sie ihre Tätigkeit bei der Zeitung Johnstonian Sun in Selma, wo sie die wöchentliche Luftfahrtkolumne Air Currents schrieb. Später wechselte sie mit dieser Kolumne zum Raleigh News and Observer, wo ihre Texte von 1953 bis 1960 erschienen. 1955 wurde sie zur Miss North Carolina Air Power gekürt.

Während ihrer Zeit in North Carolina betrieb Cagle einen Flughafen in der Nähe von Raleigh und bot gleichzeitig einen Charterflugdienst an. 1951 besaß sie die Berufspilotenlizenz mit Berechtigungen für ein- und mehrmotorige Landflugzeuge sowie Instrumentenflugberechtigung und war zertifizierte Fluglehrerin, Instrumentenfluglehrerin und Bodenlehrerin. 1953 flog sie als eine der ersten Frauen einen T-33 Jet.[2][3]

Auf Einladung von STS-63-Pilotin Eileen Collins besuchten (von links): Gene Nora Jessen, Wally Funk, Jerrie Cobb, Jerri Truhill, Sarah Rutley, Myrtle Cagle und Bernice Steadman das Raumfahrtzentrum und stehen vor Startrampe 39B im Kennedy Space Center neben der Raumfähre Discovery

Cagle heiratete 1960 ihren ehemaligen Schüler Walt Cagle. 1961 erhielt sie eine Einladung der Lovelace Clinic in New Mexico, als eine von 25 Frauen an dem neuen NASA-Astronautenprogramm für Frauen teilzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits 4.300 Flugstunden absolviert. Cagle und zwölf weitere Frauen absolvierten alle Tests und schlossen das Programm erfolgreich ab. Sie wurden als die Mercury 13 bekannt. 1995 strahlte die Sendung Dateline einen Beitrag über diese Frauen aus, und Turner Pictures erwarb später die Filmrechte.[4]

Teilnahme an Flugrennen, Fluglehrerin und Studium

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Cagle nahm an transkontinentalen Flugrennen teil, wie beispielsweise dem 14. jährlichen Internationalen Frauenflugrennen, das am 11. Mai 1964 in Mexiko stattfand. Von 1961 bis 1964 war sie Fluglehrerin beim Aero Club der Robins Air Force Base und unterrichtete Schüler im Fliegen der Cessna 150.[5]

1986 begann sie ihre Tätigkeit im Warner Robins Air Logistics Center als Praktikantin des South Georgia Technical Institute in Americus und wurde der C-130-Turboprop-Werkstatt zugeteilt. 1988 erwarb sie am South Georgia Technical Institute ihr FAA Aviation Mechanic Certificate und war damit die zweite Absolventin in der Geschichte der Schule.[6][7]

Obwohl sie bereits im Ruhestand war und ihre Lehrtätigkeit auf der Robins Air Force Base beendet hatte, flog sie noch 1998 ihre einmotorige Cessna.[8]

Cagle starb 2019 im Alter von 94 Jahren.

Auszeichnungen und Ehrungen

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Gedenktafel für Cagle in der Georgia Aviation Hall of Fame
  • Margaret A. Weitekamp: Right Stuff, Wrong Sex: America’s First Women in Space Program. Johns Hopkins University Press, 2005, ISBN 978-0-8018-8394-1.
  • Stephanie Nolen: Promised the moon: the untold story of the first women in the space race. Avalon Publishing, New York 2011, ISBN 978-1-56858-319-8 (englisch).
Commons: Myrtle Cagle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Sheila Flynn: PILOTS, TEACHERS AND A MOTHER: THE WOMEN WHO WERE THE MERCURY 13. 20. April 2018, abgerufen am 31. August 2026 (englisch).
  2. 1 2 Article clipped from The Greenville News. In: The Greenville News. Greenville, South Carolina 22. Oktober 1998, S. 50 (newspapers.com [abgerufen am 28. August 2026]).
  3. ↑ https://web.archive.org/web/20200118053435/https://www.macon.com/positively/people/article238827513.html
  4. ↑ Lovelace’s Woman in Space Program – NASA. 11. Oktober 2004, abgerufen am 28. August 2026 (amerikanisches Englisch).
  5. ↑ https://web.archive.org/web/20161228022428/http://astronautix.com/c/caglemyrtle.html
  6. ↑ M.Cagle. Abgerufen am 28. August 2026.
  7. ↑ Cagle, Myrtle. Abgerufen am 28. August 2026.
  8. ↑ Martin Merzer: Women’s hopes dashed. Abgerufen am 31. August 2026.
  9. ↑ https://web.archive.org/web/20180829084041/http://www.gaaviationhalloffame.com/Hall-of-Fame.48.0.html?avid=23
  10. ↑ Biographies of Astronaut and Cosmonaut Candidates: Myrtle Cagle. Abgerufen am 28. August 2026.