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Myfest

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Besucher beim Myfest

Das Myfest [ˈmaɪfɛst] war ein von 2003[1] bis 2019 jährlich am 1. Mai (Tag der Arbeit, Maifeiertag) stattfindendes Straßenfest im Berliner Ortsteil Kreuzberg, das sich vor allem an Kinder und Jugendliche richtete und ein großes kulinarisches und kulturelles Angebot von Konzerten bis zu Feuerwehrvorstellungen bot.

Der Name wird wie „Maifest“ ausgesprochen und ist ein Kunstwort aus diesem Begriff und dem Englischen my für ‚mein‘.

Organisiert wurde es vom Netzwerk Myfest, einem breiten Bündnis aus Anwohnern, Gewerbetreibenden und bürgerschaftlichen Initiativen. Die Veranstalter erhielten dafür 2004 einen Präventionspreis des Landes Berlin.[2]

Das Fest sollte vor allem die Bereiche um das Kottbusser Tor, den Rio-Reiser- und den Mariannenplatz sowie die Oranienstraße mit friedlichen Menschen in Festatmosphäre überziehen, um den Ausschreitungen am 1. Mai in diesem Gebiet entgegenzuwirken und potentiellen Gewalttätern alternative Unterhaltung zu bieten. Der seit 2003 zunehmend friedlichere Verlauf der Kreuzberger Maifeiern wird von Polizei, Politik und Anwohnern in erster Linie dem Myfest zugeschrieben.[3][4] Es wurde daher vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und von der Berliner Polizei im Rahmen des „AHA!“-Konzeptes gefördert.

Ebenfalls am 1. Mai findet bereits seit 1996 das Mariannenplatz­fest statt.[5]

In den Jahren 2007, 2008 und 2009 war auch Denis Cuspert alias Deso Dogg, der später zum Dschihadisten wurde, auf der Hip-Hop-Bühne in der Naunynstraße.[6][7][8][9][10][11][12]

Im März 2018 gab das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg bekannt, unter dem Titel „MaiGörli“ die öffentlichen Feiern zum 1. Mai in den Görlitzer Park auszuweiten, um das MyFest zu entlasten.[13]

Die für 2020, 2021 und 2022 vorgesehenen Myfeste wurden wegen der COVID-19-Pandemie abgesagt.[14] Seitdem hat das Fest nicht mehr stattgefunden.

Commons: Myfest – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Ein kleiner Erfolg. (Memento des Originals vom 8. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: Berliner Zeitung, 3. Mai 2003
  2. Ausgezeichnetes Myfest. (Memento des Originals vom 8. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: Berliner Zeitung, 4. November 2004
  3. Wir lassen uns nicht überraschen. In: Tagesspiegel. 30. April 2008 (Online).
  4. Rangeleien um den Bierverkauf. In: Berliner Zeitung, 3. Mai 2008
  5. 1.-Mai-Feste zoffen sich. In: die tageszeitung, 8. April 2009
  6. Programm (Memento des Originals vom 1. Juni 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. Programm für das Myfest (Memento des Originals vom 29. April 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  8. Plakat (Memento vom 23. April 2009 im Internet Archive)
  9. Jüdischer Rapper Ben Salomo „Ich habe schon früh Ausgrenzung erlebt“, von Sema Kouschkerian Rheinische Post 3. Mai 2019
  10. Deso Dogg am 1.Mai in Kreuzberg
  11. Make Hip-Hop, NOT Bullshit – Mehr Skills fürs Myfest!
  12. . Bühne 11: Naunynstraße 71
  13. Lorenz Vossen: „Myfest“ bekommt Party-Ableger im Görlitzer Park. (morgenpost.de [abgerufen am 22. März 2018]).
  14. Myfest und Karneval der Kulturen abgesagt. In: berlin.de. 12. März 2020, abgerufen am 13. März 2020.