Der Mutandasee befindet sich im Südwesten Ugandas, innerhalb des Distrikts Kisoro. Er weist mehrere Inseln auf, hat eine Gesamtfläche von etwa 29km² und liegt auf einer Höhe von 1792m.[1] Östlich des Sees liegt der kleinere Mulehesee. Vom Mutandasee aus sind die südwestlich gelegenen Virunga-Vulkane deutlich sichtbar, darunter der Muhabura (4127m), Gahinga (3474m) und Sabinyo (3645m).[2] Dort befindet sich auch der Mgahinga-Gorilla-Nationalpark und die Grenze zu Ruanda. Ein Stück nördlich des Sees liegt zudem der Bwindi Impenetrable National Park. Die nächstgelegene Stadt ist die Distrikthauptstadt Kisoro südöstlich des Sees. Der Mutandasee liegt in einer Senke mit hügeliger Umgebung. Die Region ist Teil des Ostafrikanischen Grabenbruchs.[2]
Das Gebiet liegt nur etwa 150km südlich des Äquators und weist daher über das Jahr nur geringe Temperaturschwankungen auf von 16,8°C im Juli bis 17,5°C im Februar. Die Temperaturen sind wegen der Höhenlage kühler als in typischen tropischen Regenwaldklimaten. Die Niederschlagsmengen sind bis auf den Juli ganzjährig hoch, insbesondere während der zweimal jährlich auftretenden Regenzeiten.[3]
Die Wassertemperatur des Mutandasees liegt bei etwa 20°C.[1] Der Mutandasee fließt über den Rutshuru nach Nordwesten bis in die Demokratische Republik Kongo ab, welcher in den Eduardsee mündet. Zu den Zuflüssen des Sees zählt der etwa zwei Kilometer lange Fluss Mucha, der vom östlich gelegenen Mulehesee abfließt. Ein weiterer Zufluss kommt vom Bunyonyi-See in einem Bogen von Norden über den Ruhezamyenda und anschließend Kaku.[4]
Das Gebiet um den Mutandasee weist für die Landwirtschaft günstige klimatische Bedingungen sowie fruchtbare vulkanische Böden auf[5] und der See wird zum Fischen genutzt. Durch den starken Bevölkerungswachstum kommt es jedoch zur Überfischung und auch die Landwirtschaft wirkt sich über Insektizide und Herbizide negativ auf die Ökologie des Sees aus (Eutrophierung).[6] Die Mehrheit der
Bevölkerung lebt von Subsistenzwirtschaft. Der ursprüngliche Regenwald ist weitestgehend für den Brennholzbedarf und die kleinen, aber zahlreichen Landwirtschaftsflächen verschwunden. Wieder aufgeforstet wird meist mit Eukalypten.[7]
Joana Andermann & Jakob Hanft:Der Bergregenwald als Natur-, Lebens- und Wirtschaftsraum – Das Beispiel des Lake Mutanda. In: Robert Kitzmann, Elmar Kulke (Hrsg.): Arbeitsberichte Geographisches Institut, Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin. Band201, 2021, S.117–131 (econstor.eu[PDF; 22,6MB]).
Papius D. M. Tibihika, Alex Barekye & Ezra Byakora:Fish Species Composition, Abundance and Diversity of Minor Lakes in South Western Uganda/Kigezi Region. In: International Journal of Science and Technology. Band4, Nr.5, Mai 2015 (englisch, uncst.go.ug).