Mandy Andresen gründete Murkrat 2006 als ihr persönliches Metal-Projekt. Unterstützung fand Andresen in der langjährigen Freundin Becky „Nine-Iron“. Gemeinsam spielte das Duo das DemoMurky Ratmass ein. Nachdem „Nine-Iron“ ein Angebot des New South Wales Institute of Sport erhalten hatte, verließ sie die Band, um sich auf eine Karriere als Berufsgolferin zu konzentrieren. Andresen führte Murkrat vorerst allein fort.[1] Damon Good (Mournful Congregation), welcher das zu den Demoaufnahmen genutzte Aufnahmestudio The Cave unterhält, schickte dem Aestehtic-Death-Inhaber Stu Gregg das Demo zu, woraufhin Gregg Andresen kontaktierte und einen Vertrag anbot.[2]
Das britische Independent-Label veröffentlichte 2008 das Debütalbum MurkRat, welches zur Hälfte aus den Aufnahmen des Demos besteht. Das Debüt erhielt nur wenig Resonanz. Im darauf folgenden Jahr stieß Neil Dyer von Innsmouth hinzu und beteiligte sich an den nachfolgenden Veröffentlichungen.[1] Das zweite, 2011 erschienene Album Drudging the Mire wurde überwiegend positiv besprochen.[3][4][5][6][7][8][9][10][11] Die Buschbrände in Australien 2019/2020 zerstörten Andresens gesamtes Musikequipment. Bereits begonnene Aufnahmen zu einem weiteren Album gingen ebenfalls im Feuer verloren. Der Fortbestand des Projektes galt fortan als ungewiss.[12]
Als Vergleichsgrößen zum Gesamtklang werden hingegen „Skepticism ohne bombastische Percussion-Einsätze oder Esoteric mit hallendem, intensivem Frauengesang“ herangezogen.[11] Neben der wiederholten Erwähnung von Esoteric[9][4] werden zum Vergleich weitere Gruppen des extremen Doom-Spektrums angeführt. Unter anderem wird die Gruppe mit Colosseum, An Autumn for Crippled Children oder The Ruins of Beverast verglichen, um Elemente des Stils zu verorten.[7]
Die Instrumentierung aus Rhythmusgitarre, Schlagzeug und Keyboard wird als schleppend, dröhnend und träge umschrieben.[6][5][9] „Klaviernoten“ sowie „Keyboardflächen“ würden „das spartanische Klanggerüst“ zu einer „mystisch-beklemmende[n], unheilvolle[n], trist-schöne[n] Grundatmosphäre“ abrunden.[5]
Als konzeptioneller Mittelpunkt der Musik gilt Andresens Stimme, welche die Charakteristik des Gesamtklangs nachhaltig bestimmt und die laut Terrorverlag „alle Emotionen, Wesenszüge und denkbare Dramaturgien durchlebt, die ein Mensch in seinen düstersten Momenten so hervorbringen kann.“[6] Der Gesang von Andresens variiert verschiedene Formen von Klargesang und gutturalem Gesang.[5]
123Christian Wachter:Murkrat: Drudging The Mire.Legacy,archiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am24.Oktober 2016;abgerufen am 24.Oktober 2016.