Munderfing
Munderfing | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Braunau | |
| Kfz-Kennzeichen: | BR | |
| Hauptort: | Munderfing | |
| Fläche: | 31,09 km² | |
| Koordinaten: | 48° 4′ N, 13° 11′ O | |
| Höhe: | 468 m ü. A. | |
| Einwohner: | 3.104 (1. Jän. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 100 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 5222 | |
| Vorwahl: | 07744 | |
| Gemeindekennziffer: | 4 04 26 | |
| NUTS-Region | AT311 | |
| UN/LOCODE | AT MDG | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Dorfplatz 1 5222 Munderfing | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Martin Voggenberger (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2021) (25 Mitglieder) |
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Munderfing, Luftaufnahme von Norden | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Munderfing ist eine Gemeinde mit 3104 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) in Oberösterreich im Bezirk Braunau im Innviertel.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Munderfing liegt auf einer Seehöhe von 466 m am Westrand des Kobernaußerwaldes.
Die Gemeindefläche beträgt 37 km². 56,8 % der Fläche sind bewaldet, 38,1 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,7 km, von West nach Ost 6,8 km.
Großräumig gesehen liegt die Gemeinde Munderfing südlich des Alpenvorlandes, das noch zum kristallinen Grundgebirge der Böhmischen Masse gehört. Die Geologen bezeichnen diesen Raum als Molassezone.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde besteht aus zwei Katastralgemeinden:
Das Gemeindegebiet umfasst folgende 23 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[1]):
- Ach (11)
- Achenlohe (105)
- Achtal (98)
- Althöllersberg (149)
- Baumgarten (31)
- Bradirn (213)
- Buch (3)
- Haidberg (147)
- Hirschlag (72)
- Höllersberg (231)
- Katztal (29)
- Kolming (44)
- Lichteneck (28)
- Munderfing (Hauptort, 1411)
- Oberweißau (43, Ortsteile auch in Gem. Lochen)
- Parz (48)
- Pfaffing (76)
- Rödt (36)
- Spreitzenberg (51)
- Stocker (2)
- Unterweißau (37)
- Valentinhaft (181)
- Wiesenham (58)
Zählsprengel sind Munderfing-Bradirn für den Norden des Gemeindegebiets und Munderfing-Umgebung für den Süden (in etwa KG Achenlohe).
Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Mattighofen | Schalchen | |||
| Pfaffstätt |
Maria Schmolln ∗ | |||
| Lochen am See | ||||
| Munderfing: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 1.286 | |||
| 1880 | 1.407 | |||
| 1890 | 1.473 | |||
| 1900 | 1.596 | |||
| 1910 | 1.657 | |||
| 1923 | 1.616 | |||
| 1934 | 1.575 | |||
| 1939 | 1.441 | |||
| 1951 | 2.090 | |||
| 1961 | 2.178 | |||
| 1971 | 2.291 | |||
| 1981 | 2.331 | |||
| 1991 | 2.455 | |||
| 2001 | 2.680 | |||
| 2011 | 2.741 | |||
| 2021 | 3.022 | |||
| 2025 | 3.104 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2.455 Einwohner, 2001 2.680 Einwohner und 2025 war der Höchststand mit 3104 Menschen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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- Ringwallanlage Spreitzerberg
- Katholische Pfarrkirche Munderfing hl. Martin
- Katholische Filialkirche Valentinhaft hl. Valentin
- Evangelische Reformations-Gedächtnis-Kirche
Wirtschaft und Infrastruktur
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Ansässige Unternehmen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Munderfing haben mehrere Unternehmen des Fahrzeugbaus ihren Sitz wie z. B. Felt Bicycles, KTM Components, Pierer New Mobility und WP Suspension.[5]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Straße: Parallel zur Bahnlinie verläuft die Landesstraße B147. Trotz heftiger Proteste beim Spatenstich wurde ab Juli 2015 in Munderfing eine Umfahrungsstraße gebaut. Diese wurde bis Ende 2017 fertiggestellt.[6]
- Bahn: Mattigtalbahn: Die Bahnlinie Braunau–Steindorf mit einem Bahnhof und zwei Haltestellen führt von Süden nach Norden durch das Ortsgebiet.
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Fußballverein FC Munderfing wurde 1966 als SV Munderfing gegründet und 2005 in FC Munderfing umbenannt. Er spielt aktuell in der Bezirksliga West. 2008 gelang der Aufstieg in die Bezirksliga, 2010 der Aufstieg in die Landesliga, aus der man 2012 wieder abstieg. 1974 spielte die Austria Salzburg in Munderfing, 1996 die FC Bayern München Oldstars. 2007 gastierten anlässlich eines Prominententurnieres Stars wie Michael Konsel, Andreas Herzog, Frankie Schinkels und viele mehr in Munderfing. 2009 war Alf Poier (Satsang) zu Gast.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat hat 25 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:
- 2003: 14 ÖVP, 10 SPÖ und 1 FPÖ.
- 2009: 12 ÖVP, 6 SPÖ, 4 Munderfinger Bürgerinitiative und 1 FPÖ.
- 2015: 12 ÖVP, 6 Munderfinger Bürgerinitiative, 4 SPÖ und 3 FPÖ.
- 2021: 12 ÖVP, 7 Munderfinger Bürgerinitiative, 4 SPÖ und 2 FPÖ.
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- bis 2008 Franz Raudaschl (ÖVP)
- seit 2008 Martin Voggenberger (ÖVP)
Wappen
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Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:
- Unter silbernem Schildhaupt, darin drei grüne, silbern gestielte, wachsende Tannenzweige, in Grün zwei schräggekreuzte, abwärts gekehrte, silberne Sappien mit goldenen Stielen.
Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Grün.
Regionalpolitik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Munderfing gehört zur Leaderregion Oberinnviertel–Mattigtal.[7]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ehrenbürger der Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1976: Gerhard Possart (1923–1996), Politiker (ÖVP)
Söhne und Töchter der Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Franz Xaver Huber (* 1755; † um 1809), Publizist und Historiker
- Franz Reiter (1903–1940), Zeuge Jehovas, als Kriegsdienstverweigerer in Berlin-Plötzensee hingerichtet
- Johann Graber (1918–1944), Soldat, als Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime hingerichtet
- Leo Schöngruber (1928–2014), Architekt, Maler und Zeichner
- Franz Daxecker (* 1945), Ophthalmologe und Wissenschaftshistoriker
Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bruno Büchner (1871–1943), deutscher Rad- und Autorennfahrer sowie Luftfahrtpionier
- Benjamin Eder (* 1980), Biathlet
- Louis Hofbauer (1889–1932), österreichischer Maler
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Waltraud Berghammer, Anton Moser, Erwin Moser, Roswitha Probst, Johann Wiener: Munderfing am Kobernaußerwald. Das neue Heimatbuch. Ried 2005, ISBN 3-902121-63-7.
- Franz Daxecker: Die Römerstraße von Straßwalchen bis Munderfing. In: Oberösterreichische Heimatblätter. Heft 3/4, 2005, S. 251–254.
- Franz Daxecker: Munderfing in alten Ansichten und Urkunden. Innsbruck 2002, ISBN 3-9500787-0-3.
- Franz Daxecker: Munderfing in alten Dokumenten. In: Das Bundwerk. Schriftenreihe des Innviertler Kulturkreises, Heft 7, S. 18–22, 2002.
- Karl Fannenböck, Herbert Himmelbauer, Rudolf W. Schmidt: Munderfing. Ein Heimatbuch. Munderfing 1978 (1976, 1977, Gemeinde Munderfing ( vom 4. Mai 2009 im Internet Archive) in munderfing.at (Downloads der Kapitel, jew. pdf)).
- Johann Hofinger: Die hürdenreiche katholische Erneuerung in der Gegenreformation (1555–1620) im Land ob der Enns, Masterarbeit, Wien 2020, S. 121 (univie.ac.at [PDF], abgerufen am 6. November 2021).
- Gebhard Rath, Erich Reiter: Das älteste Traditionsbuch des Klosters Mondsee. Forschungen zur Geschichte Oberösterreichs, Linz 1989, S. 97–100.
- Franz Daxecker: Die Innviertler Wundarztfamilie Mozart – Eine genealogische Spurensuche. In: Oberösterreichische Heimatblätter. Jahrgang 65, Heft 1/2, Linz 2011, S. 53–62 (land-oberoesterreich.gv.at [PDF]).
- Franz Daxecker: Burg Friedburg/Braunau: Wiederentdecktes Urbar erschließt neue Forschungsquellen. In: Oberösterreichische Heimatblätter. Jahrgang 69, Heft 3/4, Linz 2015, S. 117–122 (land-oberoesterreich.gv.at [PDF]).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 40426 – Munderfing. Gemeindedaten der Statistik Austria
- Webpräsenz der Gemeinde Munderfing
- Weitere Infos über die Gemeinde Munderfing auf dem Geo-Infosystem des Bundeslandes Oberösterreich.
- Bibliografie zur oberösterreichischen Geschichte. Suche nach 'Munderfing'. In: ooegeschichte.at. Virtuelles Museum Oberösterreich
- Eintrag zu Munderfing im Austria-Forum (im AEIOU-Österreich-Lexikon)
- Munderfing. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Wasserwirtschaft (= Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich.) Band 49, 2005, S. 17 (zobodat.at [PDF]).
- ↑ Windrad–Landkarte IG Windkraft, igwindkraft.at, abgerufen am 21. August 2018.
- ↑ Windpark Munderfing – Mit Energie in die Zukunft – Imagefilm inklusive Making of ewsconsulting, youtube.com, veröffentlicht am 26. Juni 2014, abgerufen am 21. August 2018. Video (10:06)
- ↑ WKO (gefiltert nach Munderfing). Abgerufen am 25. August 2025.
- ↑ Umfahrung Munderfing: Spatenstich unter tosendem Protest. In: nachrichten.at. OÖ Nachrichten, 4. Juli 2015, abgerufen am 7. Oktober 2024.
- ↑ Verein Zukunft Oberinnviertel-Mattigtal (zukunft-om.at).
