Mottama
| မုတ္တမ Mottama | ||
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| Koordinaten | 16° 32′ N, 97° 36′ O | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Myanmar | |
| Staat | Mon-Staat | |
| ISO 3166-2 | MM-15 | |
Mottama, ehemals Martaban (birmanisch မုတ္တမမြို့, BGN/PCGN: muttamamyo, Aussprache [moʊʔtəma̰ mjo̰;]; Mon Sprache: မိုဟ် တၟံ, Aussprache [mùh mɔʔ]) ist eine Kleinstadt im südlichen Myanmar im Distrikt Thaton des Mon-Staats.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mottama liegt am nördlichen Ufer des Saluen, gegenüber Mawlamyaing, der Hauptstadt des Mon-Staats. Hier befindet sich der Golf von Martaban, in den die Flüsse Irrawaddy und Saluen münden.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Zusammenbruch des Bagan-Reiches war Martaban im späten 13. und 14. Jahrhundert Hauptstadt des Staates Rammanadesa, aus dem schließlich das Reich Pegu wurde.[1] Martaban blieb auch im Pegu-Reich bis ins frühe 16. Jahrhundert ein wichtiger Handelsstützpunkt. 1541 eroberte Tabinshwehti von Taungoo die Stadt und zerstörte sie weitgehend. Seither blieb sie in ihrer Bedeutung stark eingeschränkt. Heute ist Mottama nur noch ein kleines Dorf. Während des Ersten Anglo-Birmanischen Kriegs wurde Martaban 1824 von den Briten eingenommen, musste nach Kriegsende 1826 aber wieder an Birma zurückgegeben werden. Im Zweiten Anglo-Birmanischer Krieg wurde die Stadt endgültig Teil der britischen Kolonie Unterbirma.
Seit 1907 war der Bahnhof Mottama Endpunkt der heutigen Bahnstrecke Bago–Dawei für die aus Rangun und Bago kommenden Züge. Reisende mussten auf eine Fähre umsteigen, um nach Mawlamyaing zu gelangen. Erst seit 2005 verbindet hier eine kombinierte Eisenbahn- und Straßenbrücke die Ufer des Saluen.[2]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Jon Fernquest: Rajadhirat's Mask of Command. Military Leadership in Burma (c. 1348–1421). ( des vom 1. August 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 1,2 MB) In: SOAS Bulletin of Burma Research, Band 4, Nr. 1, Frühjahr 2006, S. 3–29.
- ↑ Dieter Hettler: Railways of Burma/Myanmar. Frank Stenvall, Malmö 2024. ISBN 978-91-7266-207-0, S. 38.
