Motobloc hatte bereits im Oktober 1923 auf dem Pariser Autosalon ein neues kleines Modell angekündigt, dessen Motor steuerlich mit 6CV eingestuft sein würde. Ein Jahr später, auf dem nächsten Pariser Autosalon, wurde das Modell dann präsentiert. Entgegen der Ankündigung hatte es einen 8-CV-Motor. Die Produktion lief bis maximal 1932,[1][2] wobei einige Quellen die Ansicht vertreten, dass Motobloc nach 1930 gar keine Pkw mehr hergestellt habe.
Alle Versionen haben einen Vierzylinder-Reihenmotor, der vorn längs im Fahrgestell eingebaut ist und über eine Kardanwelle die Hinterachse antreibt. Das war über Jahrzehnte die Standardbauweise. Das Getriebe hat drei Gänge.[2]
Die erste Ausführung Type S hat 65mm Bohrung, 100mm Hub, 1327cm³ Hubraum und die Einstufung mit 8CV. Die Produktion endete 1928.[2] Allerdings führt der Autor René Bellu diese Ausführung nur für die Modelljahre 1925 und 1926 auf, nicht für 1927 und 1928.[3][4][5][6] Der Radstand von anfangs 250cm wurde für das Modelljahr 1926 auf 260cm verlängert.[3][4] 1925 betrug die Spurweite 120cm und das Leergewicht 1250kg.[7] Es gibt einen Hinweis darauf, dass diese Ausführung Type S 1 genannt wurde, als weitere Versionen erschienen.[8]
Den Type S 2 gab es von spätestens 1928 bis zum Ende der Pkw-Produktion bei Motobloc.[1][2] Aber es gibt einen Hinweis darauf, dass er bereits Ende 1926 eingeführt wurde.[8] Sein Motor hat 68mm Bohrung, was 1453cm³ Hubraum ergibt. Er wurde mit 8/10CV eingestuft. 1927 hatte das Fahrgestell 270cm Radstand.[5] Er wurde 1929 auf 290cm verlängert.[9]
Der Type S 4 erschien 1928 und blieb bis zur Pkw-Aufgabe im Sortiment.[1][2] Seine Daten entsprechen ansonsten dem Type S 2.
Auf dieser Basis gab es den Type SC als Nutzfahrzeug. Die erste Version aus der Zeit von 1924 bis 1927 bot 500kg Nutzlast. Hierfür sind beide oben beschriebenen Motoren bekannt. Der Type SC 4 mit 1500kg Nutzlast, aber ohne Motordaten, wird auf die Zeit ab 1926 oder in die 1930er Jahre datiert. Der Type SC 12 derselben Bauzeit bot zwei Tonnen Nutzlast. Er hatte einen Vierzylindermotor von Hotchkiss et Cie, wie er im Hotchkiss AM 2 verwendet wurde. 80mm Bohrung und 120mm Hub ergeben 2413cm³ Hubraum und je nach Quelle 12CV oder 13CV. Eine größere Menge waren Krankenkraftwagen.[11]
12René Bellu: Automobilia. N° 72. Toutes les voitures Françaises 1975. Salon 1974. Toutes les voitures Françaises 1925. Salon 1924. Histoire & Collections, Paris 2005, S. 73 (französisch).
12René Bellu: Automobilia. N° 88. Toutes les voitures Françaises 1976. Salon 1975. Toutes les voitures Françaises 1926. Histoire & Collections, Paris 2007, S. 74 (französisch).
12René Bellu: Automobilia. N° 78. Toutes les voitures Françaises 1977. Salon 1976. Toutes les voitures Françaises 1927. Salon 1926. Histoire & Collections, Paris 2006, S. 73 (französisch).
↑René Bellu: Automobilia. N° 94. Toutes les voitures Françaises 1978. Toutes les voitures Françaises 1928. Salon 1927. Histoire & Collections, Paris 2009, S. 74 (französisch).
12Jean-Luc Fournier:Automobiles Motobloc. La Marque Bordelaise. ALBD, Bordeaux 2015, ISBN 979-1-09457400-3, S.101 (französisch).
↑René Bellu: Automobilia. N° 84. Toutes les voitures Françaises 1979. Salon 1978. Toutes les voitures Françaises 1929. Salon 1928. Histoire & Collections, Paris 2006, S. 73 (französisch).
↑Motobloc Register. Auf motobloc.since1994.org, abgerufen am 4. November 2023 (französisch).
↑Jean-Luc Fournier:Automobiles Motobloc. La Marque Bordelaise. ALBD, Bordeaux 2015, ISBN 979-1-09457400-3, S.102–104 (französisch).