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Monte Pelmo

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Monte Pelmo
Der Pelmo, gesehen vom Gipfel des Monte Crot
Der Pelmo, gesehen vom Gipfel des Monte Crot
Höhe 3168 m s.l.m.
Lage Venetien, Italien
Gebirge Dolomiten, Alpen
Dominanz 7,5 km Civetta
Schartenhöhe 1191 m Forcella Forada
Koordinaten 46° 25′ 13″ N, 12° 8′ 0″ OKoordinaten: 46° 25′ 13″ N, 12° 8′ 0″ O
Erstbesteigung 1857 durch Sir John Ball
Normalweg Klettertour durch die Südostflanke

Der Monte Pelmo (zoldanisch Sas de Pélf) gehört mit einer Höhe von 3168 m s.l.m. zu den höchsten Gipfeln der Dolomiten und besteht wie für dieses Gebirge typisch aus Kalkstein. Er ist zusammen mit dem Monte Rite und anderen Gipfeln einer jener Berge, die das Val di Zoldo vom Valle del Boite und dem Val Fiorentina trennen.

Er wurde erstmals am 19. September 1857 durch den irischen Alpenpionier Sir John Ball bezwungen. Er brach mit einem Gämsjäger vom Boitetal gegen den Monte Pelmo auf. Über das heute nach Ball benannte, rund 800 m lange Felsband, dessen Durchquerung der Gämsjäger verweigerte, gelangte Ball in das große Kar, durch das er über den kleinen Pelmogletscher bis unter den Gipfelaufbau anstieg. Der Monte Pelmo ist der erste große Dolomitengipfel, der von einem Auswärtigen ohne Hilfe eines Einheimischen erstiegen wurde.[1]

Der Monte Pelmo gilt als einer der großen Felsdome in den Dolomiten, ein Berg von gewaltigen Ausmaßen. Er bildet einen fast geschlossenen Block, von welcher Seite man ihn auch betrachten mag.

So finden sich nur wenige Möglichkeiten zur Besteigung. Ausgangspunkt ist zumeist Cortina d’Ampezzo über das Rifugio Venezia. Der bekannteste (und einfachste) Anstieg führt über die Südostflanke. Die Route der Erstbesteiger bietet auch heute noch eine lohnende, aber lange und anstrengende Bergtour im zweiten Schwierigkeitsgrad. Probleme finden sich am oben bereits genannten, ausgesetzten Ballband. Kletterkönnen und Trittsicherheit sind nötig. Die Passage des Passo del Gatto ist nur kriechend möglich. Die Schlüsselstellen sind mit Fixseilen versichert. Nach dem Ballband steigt man durch das Kar bis zum Gipfelgrat, der eine Kletterstelle im II. Schwierigkeitsgrad enthält.

Die Besteigung des Monte Pelmo sollte außerdem bei sicherem Wetter und Schneefreiheit durchgeführt werden, zu empfehlen sind Mitte Juni bis Ende September, entsprechend den üblichen Öffnungszeiten des Rifugio. Am Anfang der Saison nur mit Steigeisen und Pickel für den Firn im oberen Kessel.[1]

Eine weitere lohnende Aufstiegsvariante vergleichbarer Schwierigkeit geht durch die Fissura (den schuttgefüllten Riss zwischen Hauptgipfel und Pelmetto) und über das Grohmannband zum oben erwähnten Kar.

Eine lohnende Bergwanderung umrundet den Monte Pelmo vom Rifugio Città di Fiume über die Forcella Val d’Arcia zum Rifugio Venezia und wieder zurück zum Ausgangspunkt (ca. 6–7 Stunden).

Der Pelmogletscher existiert seit dem späten 20. Jahrhundert nicht mehr. Vor einigen Jahren wurden auf einem ausgebrochenen Felsblock am Bergfuß Fußspuren von kleinen Dinosauriern gefunden (Hinweistafel „Orme di Dinosauri“).

Dieser Berg hat eine Sesselform, weshalb er im Volksmund „Thron der Götter“ genannt wurde.[1]

Commons: Monte Pelmo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Michael Pröttel: Auf den Spuren von John Ball. In: DAV Panorama, 1/2023, S. 8 f.