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Missing*Link

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Film
Titel Missing*Link
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 120 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen INDI FILM, Neufilm
Stab
Regie Michael Baumann
Drehbuch Sabine Westermaier

Michael Baumann

Produktion Arek Gielnik

Holm Taddiken

Musik Verena Marisa
Kamera Falko Lachmund
Schnitt Uta Schmidt

Antje Lass

Besetzung

Missing*Link ist ein deutscher Spielfilm von Michael Baumann aus dem Jahr 2025. Das Familiendrama mit Susanne Wolff, Wolfram Koch, Margarita Breitkreiz und der Filmdebütantin Luca Brüggemann in den Hauptrollen feierte im Juni 2025 beim Filmfest München seine Welt-Premiere.[2]

Das Drehbuch zu Missing*Link wurde mit Mitteln des Thomas-Strittmatter-Drehbuchpreis entwickelt, den Sabine Westermaier und Michael Baumann für das Drehbuch zu ihrem ersten Kinofilm Willkommen bei Habib gewonnen hatten.[3]

Die Idee, diese Geschichte in einem Patchworkfamilien-Setting zu erzählen, entspringt den ganz persönlichen Erfahrungen des Autor:innenduos. Mia, das 13- jährige Mädchen, entdeckt in dieser Geschichte mit einem fremden Jungen eine nie gekannte Freiheit. Denn im Gegensatz zum Redestrom in ihrer Familie sprechen die beiden kein Wort miteinander. Das Motiv des ‚Missing Link‘ (einem Begriff aus der Evolutionsbiologie) bildet den roten Faden der Fabel: Es verbindet die Traumata dieser Familie mit dem Geheimnis des fremden Jungen und mit der Frage, warum Mia so unglücklich ist. Für Westermaier und Baumann standen dabei immer wieder die Themen ‚Freiheit‘, ‚Nähe‘ und ‚Angst im Zentrum – Themen, die schließlich in den ‚Schwindel der Freiheit ‘ (S. Kierkegaard) münden: jenen Moment, in dem Mia sich am Ende des Films zwischen Leben und Tod entscheidet.

Missing*Link ist ein Coming-of-Age-Drama für Mutter und Tochter gleichermaßen. Bei beiden spielen die Hormone verrückt. Mia muss ihren Platz in der Welt neu finden, sich von den Ängsten der Mutter emanzipieren, und ihre eigene Freiheit entdecken. Tine hingegen muss den Rückzug ihrer Tochter verarbeiten, sich neu erfinden, und steht am Beginn ihrer eigenen Wechseljahre, die völlig neue Herausforderungen mit sich bringen.

Das Drehbuch zu Missing*Link war im Jahr 2019 ebenfalls für den Thomas Strittmatter Drehbuchpreis nominiert.

Die Rolle der raumgreifenden und extrovertierten Mutter Tine verkörpert die vielfach prämierte Susanne Wolff (‚Rückkehr nach Montauk‘, ‚Sisi & Ich‘) die für ihre Rolle in ‚Styx‘ den Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin gewann.

Die Dreharbeiten von Missing*Link fanden im Sommer 2023 statt. Die Drehorte befanden sich in Grafenhausen im Schwarzwald (Baden-Württemberg)[4] sowie in Regis-Breitingen und Altenburg (Thüringen). Der See im Film ist der Haselbacher See.[5]

Der Film wurde von INDI FILM in Ko-Produktion mit Neufilm[6], dem Westdeutschen Rundfunk, dem Südwestdeutschen Rundfunk und Arte produziert.[7] Gefördert wurde er von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg[8], Mitteldeutschen Medienförderung, Film- und Medienstiftung NRW, Deutscher Filmförderfonds und der Filmförderungsanstalt.[7]

Veröffentlichung

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Missing*Link feierte am 30. Juni 2025 auf dem Filmfest München im Wettbewerb Neues Deutsches Kino Premiere.[2] Dabei war Michael Baumann für die Beste Regie und zusammen mit Autorin Sabine Westermaier für das Beste Drehbuch nominiert. Luca Brüggemann (Mia) war ebenso für die Beste Schauspielerische Leistung nominiert.[9]

Der Film wird von missingFILMs in Deutschland vertrieben[10] und kommt am 16. April 2026 in die deutschen Kinos.

Ulf Lepelmeier für Filmstarts: „Missing*Link“ ist ein feinfühlig erzähltes, sommerliches Mutter-Tochter-Drama über den Wunsch nach Selbstbestimmung und die Sprachlosigkeit zwischen den Generationen. Michael Baumann findet poetische Bilder für das Ringen um Nähe und Autonomie. Der Film überzeugt mit seiner ehrlichen Emotionalität, starken Schauspielleistungen und einem Gespür für zwischenmenschliche Dissonanzen.[11]

Einzelnachweise

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  1. Freigabebescheinigung für Missing*Link. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 268969; abgerufen am 15. Mai 2026).
  2. 1 2 MISSING*LINK. Abgerufen am 19. Januar 2026.
  3. Thomas-Strittmatter-Preis 2012 vergeben | filmportal.de. Abgerufen am 19. Januar 2026.
  4. Badische Zeitung: Erwachsenwerden ist herausfordernd. 19. Juli 2023, abgerufen am 19. Januar 2026.
  5. MDM Mitteldeutsche Medienförderung: „Missing*Link“ im Dreh. In: Mitteldeutsche Medienförderung GmbH. 11. August 2023, abgerufen am 20. November 2025.
  6. Neufilm. Abgerufen am 20. Januar 2026.
  7. 1 2 Missing*Link, Kinospielfilm, Drama, Familie, 2023-2024 | Crew United. Abgerufen am 20. Januar 2026.
  8. M. F. G. Filmförderung: MFG fördert 25 Projekte mit rund 4,2 Millionen Euro. 1. Juni 2021, abgerufen am 19. Januar 2026.
  9. 1 2 Die Nominierungen für den Förderpreis Neues Deutsches Kino 2025. Abgerufen am 19. Januar 2026.
  10. missingFILMs - Filmverleih & Weltvertrieb - MISSING*LINK. Abgerufen am 19. Januar 2026.
  11. Filmstarts: Die Filmstarts-Kritik zu Missing*Link. Abgerufen am 19. Januar 2026.
  12. M. F. G. Filmförderung: Acht MFG-geförderte Kinofilme im Programm des Ludwigshafener Freiluftfestivals. 7. August 2025, abgerufen am 19. Januar 2026.
  13. Fünf Seen Filmfestival 2025. Abgerufen am 19. Januar 2026.