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Mindoromistelfresser

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Mindoromistelfresser

Mindoromistelfresser

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Mistelfresser (Dicaeidae)
Gattung: Dicaeum
Art: Mindoromistelfresser
Wissenschaftlicher Name
Dicaeum retrocinctum
Gould, 1872

Der Mindoromistelfresser (Dicaeum retrocinctum) ist eine Vogelart aus der Familie der Mistelfresser (Dicaeidae).[1][2]

Der Vogel ist endemisch auf den Philippinen auf der Insel Mindoro. Einzelne Sichtungen auf benachbarten Inseln werden als mögliche Fehlbestimmungen angesehen.[3]

Das Verbreitungsgebiet umfasst Wälder mit geschlossenem Kronendach, Waldränder, Sekundärwald, auch auf Kalkstein, offenes Gelände, Kokosnusshaine und Ackerland, bevorzugt um blühende und fruchttragende Bäume bis in Lagen von 1000 bis 1200 m. ü. M.[4]

Der Artzusatz kommt von lateinisch retro zurück, hinten und lateinisch cinctus Gürtel.[5]

Der Vogel ist etwa 10 cm groß, ein weiß und rot gefiederter Mistelfresser mit ziemlich schlankem und abwärts gekrümmtem Schnabel. Kopf und Oberseite sind nahezu komplett blauschwarz, am Nacken hinten findet sich ein scharlachrotes, fleckartiges Halsband. Die Steuerfedern sind schwärzlich braun. Kinn und Kehle bis in den oberen Brustbereich sind schwarz, mittig in der Kehle findet sich ein dreieckförmiger roter Fleck. Von der Brustmitte bis zum Bauch zieht ein scharlachroter Streifen. Die übrige Unterseite ist grau weiß, die Unterflügeldecken sind weiß. Die Iris ist dunkel rotbraun, Schnabel und Beine sind schwarz. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Jungvögel sind an der Oberseite dunkelgrau, an der Unterseite gräulich weiß und gelb überhaucht.

Gegenüber dem ähnlichen Rotbauch-Mistelfresser (Dicaeum australe) ist der Schnabel länger und stärker gekrümmt.[4]

Geografische Variation

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Die Art ist monotypisch.[1][4][6][7][8]

Der Gesang wird als gleichmäßiges scharfes „tipk-tipk-tipk-tipk“ beschrieben wie aneinander stoßende Kieselsteine, gelegentlich auch als „tip-chik, zeet-zeet-zeet“.[4]

Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Früchten, besonders Beerenobst, Nektar und Pollen der Riemenblumengewächse (Loranthaceae). Nicht immer ist die Art in den Wipfeln anzutreffen, mitunter auch bodennah. Gesucht wird einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen, auch in Gemischten Jagdgemeinschaften.

Die Brutzeit liegt wohl zwischen April und Mai, Jungvögel wurden im September beobachtet.[4]

Gefährdungssituation

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Der Bestand galt im Jahre 2016 noch als gefährdet (Vulnerable), wurde zuletzt als potentiell gefährdet (Near Threatened) eingeschätzt aufgrund des Habitatverlustes.[3]

  • J. Gould: Dicaeum retrocinctum. In: The Annals and Magazine of Natural History including Zoology, Botany, and Geology, Serie 4, Band 10, Nummer 56, S. 114, 1872, Biodiversity Library
  • E. Curio, A. C. Diesmos, N. A. D. Mallari und R. A. N. Altamirano: The Mindoro Scarlet-collared Flowerpecker Dicaeum retrocinctum - An alleged single island endemic. In: Journal für Ornithologie, S. 361–365, Artikelnummer 3562, 2021, Abstrakt
Commons: Mindoromistelfresser (Dicaeum retrocinctum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Mindoromistelfresser (Dicaeum retrocinctum) bei Avibase
  2. P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
  3. 1 2 Dicaeum retrocinctum in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2024. Eingestellt von: BirdLife International, 2024. Abgerufen am 27. Mai 2026.
  4. 1 2 3 4 5 R. A. Cheke und C. Mann: Scarlet-collared Flowerpecker (Dicaeum retrocinctum), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Dicaeum retrocinctum
  5. J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
  6. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025
  7. IOC World Bird List 15.2 Dippers, leafbirds, flowerpeckers, sunbirds
  8. J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Version 2025. Abgerufen am 23. Januar 2026