Mikia
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Mikia tepens in der Provinz Hubei (China) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Mikia | ||||||||||||
| Kowarz, 1885 |
Mikia ist eine Gattung in der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Das Taxon wurde 1885 von dem böhmisch-österreichischen Entomologen Ferdinand Kowarz eingeführt.[1] Der Gattungsname ehrt den tschechischen Entomologen Josef Mik, den Erstbeschreiber der ursprünglichen Typusart, Fabricia magnifica Mik, 1884.[2] Später wurde Fabricia magnifica mit Tachina tepens Walker, 1849 synonymisiert.[1]
Taxonomie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mikia wird der Tribus Tachinini innerhalb der Unterfamilie Tachininae zugeordnet.[1]
Synonyme von Mikia sind:
- Sumatrotachina Townsend, 1927
- Trophomyia Aldrich, 1929
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es handelt sich um 14–19 mm lange beborstete Fliegen.[3] Im Folgenden eine Merkmalskombination für die Gattung Mikia nach Cerretti et al. (2012):[3] Das Scutellum (Schildchen) ist mit mindestens fünf Paaren von Randborsten besetzt. Die hinteren Tibien (Schienen) sind mit drei dorsalen präapikalen Borsten von etwa gleicher Länge besetzt. Die Wangenerweiterung ist ausschließlich mit gelben Borstenhärchen besetzt. Die Männchen sind mit nach vorn gerichteten (proklinaten) Orbitalborsten besetzt. Die Hinterleibstergite sind miteinander verwachsen.
Verbreitung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gattung Mikia kommt in weiten Teilen Asiens vor.[1] In Europa wurde die Gattung bisher offenbar nur im europäischen Teil Russlands nachgewiesen.
Lebensweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Mikia-Arten sind Endoparasitoide von Schmetterlingsraupen. Bekannte Wirte von M. tepens gehören zu den Lasiocampidae und Lymantriinae.[4] Das Weibchen legt gewöhnlich ein schlüpfreifes Ei an der Wirtslarve ab. Die Parasitenlarve entwickelt sich innerhalb der Wirtslarve. Sie ernährt sich dabei von der Körperflüssigkeit der Wirtslarve.
Innere Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gattung Mikia umfasst folgende Arten:[1]
- Mikia choui Wang & Zhang, 2012 – China
- Mikia lampros (van der Wulp, 1896) – China, Java, Sumatra, Laos, Borneo, Myanmar
- Mikia orientalis Chao & Zhou, 1998 – China
- Mikia tepens (Walker, 1849) – östliche Paläarktis, europäischer Teil Russlands, Orientalis
- Mikia yunnanica Chao & Zhou, 1998 – China
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 James E. O’Hara, Shannon J. Henderson, D. Monty Wood: Preliminary Checklist of the Tachinidae (Diptera) of the World – Version 2.1. (PDF; 10,4 MB) 2020, abgerufen am 20. Oktober 2026 (englisch).
- ↑ Ferdinand Kowarz: Mikia nov. gen. Dipterorum. (PDF; 320 kB) In: Wiener Entomologische Zeitung 4. 1885, S. 51–52, abgerufen am 20. Oktober 2026.
- 1 2 Pierfilippo Cerretti, Hans-Peter Tschorsnig, Massimo Lopresti, Filippo Di Giovanni: MOSCHweb – a matrix-based interactive key to the genera of the Palaearctic Tachinidae (Insecta, Diptera). In: ZooKeys 205: 5–18. doi:10.3897/zookeys.205.3409 ( https://www.tachinidae.eu/homepage.htm ). 4. Juli 2012, abgerufen am 20. Oktober 2026 (englisch).
- ↑ Hans-Peter Tschorsnig: Preliminary host catalogue of Palaearctic Tachinidae (Diptera). (PDF; 5,02 MB) 28. April 2017, abgerufen am 20. Oktober 2026 (englisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gattung Mikia. In: www.inaturalist.org. Abgerufen am 20. Oktober 2026.
- Mikia Kowarz, 1885. In: Global Biodiversity Information Facility (GBIF) (www.gbif.org). Abgerufen am 20. Oktober 2026 (englisch, Fotos).
- Mikia[tax]. In: boldsystems.org. Abgerufen am 20. Oktober 2026 (englisch, Fotos).