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Microgastrinae

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Microgastrinae

Cotesia affinis

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)
Überfamilie: Schlupfwespenartige (Ichneumonoidea)
Familie: Brackwespen (Braconidae)
Unterfamilie: Microgastrinae
Wissenschaftlicher Name
Microgastrinae
Foerster, 1862

Die Microgastrinae sind eine Unterfamilie der Brackwespen (Braconidae). Das Taxon geht auf Arnold Foerster im Jahr 1862 zurück.[1]

Die Microgastrinae sind gewöhnlich zwischen einem und vier Millimetern lang.[2] Die Hautflügler zeichnen sich u. a. durch folgende Merkmale aus:[2] Die Anzahl der Fühlerglieder (Scapus, Pedicellus, Geißelglieder) beträgt mit Ausnahme einer Art, Kiwigaster variabilis, 18.[1] Manche Geißelglieder können als geteilt erscheinen. Die Tracheen (Spirakeln) des ersten metasomalen Segments befinden sich auf separaten Laterotergiten.[1][2] Die Flügeladerung ist im äußeren Drittel der Vorderflügel gewöhnlich nur sehr schwach ausgebildet.[1][2]

Die Unterfamilie besitzt eine kosmopolitische Verbreitung.[2]

Die Microgastrinae sind koinobionte, primäre Endoparasitoide von Schmetterlingsraupen. Die meisten Arten sind solitäre Parasitoide. Es gibt jedoch auch zahlreiche Arten, die ein gregäres Verhalten aufweisen. Bei diesen entwickeln sich mehrere Parasitenlarven in derselben Wirtslarve. Die Weibchen legen ihre Eier üblicherweise in der Wirtslarve ab. Diese ist meist in einem frühen Stadium. Von wenigen Microgastrinae-Arten ist bekannt, dass sie ihre Eier in Wirtseiern ablegen.[3] Aus den Eiern schlüpfen die Microgastrinae-Larven. Diese ernähren sich von der Körperflüssigkeit und den inneren Organen ihres Wirtes. Am Ende der Entwicklung bohrt sich die Parasitenlarve durch die Haut der Wirtslarve ein Loch ins Freie, wo sie sich unverzüglich einen seidenen Kokon spinnt und sich darin verpuppt. Die Microgastrinae sind eine von sechs Unterfamilien der Brackwespen, von denen bekannt ist, dass sie Überträger von Polydnaviren sind. Die Polydnaviren sind für die Entwicklung der Microgastrinae-Larven essentiell. Sie nehmen Einfluss auf das Immun- und Hormonsystem der Wirtslarve. Mehr als 100 Arten der Microgastrinae wurden schon zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt.

Zu den Microgastrinae werden etwa 84 Gattungen mit etwa 3000 beschriebenen Arten gezählt. Die tatsächliche Anzahl an Arten wird auf 30.000–50.000 geschätzt. Einige fossile Gattungen und Arten der Microgastrinae konnten in Ablagerungen aus dem Eozän und dem Oligozän (vor 37–44 Millionen Jahren) nachgewiesen werden.[3]

Im Folgenden eine Liste von Gattungen der Microgastrinae:

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 Ghafouri Moghaddam M, Fernandez-Triana J, Ward D: Microgastrinae Förster 1862. In: Microgastrinae Wasps of the World (microgastrinae.myspecies.info). 2023, abgerufen am 4. Januar 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 4 5 Subfamily Microgastrinae. In: bugguide.net. Iowa State University, Dept of Plant Pathology, Entomology, and Microbiology, abgerufen am 4. Januar 2026 (englisch).
  3. 1 2 Jose Fernandez-Triana, Mark R. Shaw, Caroline Boudreault, Melanie Beaudin, Gavin R. Broad: Annotated and illustrated world checklist of Microgastrinae parasitoid wasps (Hymenoptera, Braconidae). In: ZooKeys 920: 1–1089. 2020, abgerufen am 4. Januar 2026 (englisch).
Commons: Microgastrinae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien