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Merom Golan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
מרום גולן
מְרוֹם גּוֹלָן
Merom Golan
Basisdaten
Staat de facto: Israel Israel / de jure: Syrien Syrien
Regionalverband Golan
Bezirk de facto: Nord
Gouvernement de jure: al-Quneitra
Höhe 977 m
Einwohner 818 (2024)
Gründung 1967
Postleitzahl 1243600
Das Erweiterungsviertel von Merom Golan, im Hintergrund der Berg Hermon
Das Erweiterungsviertel von Merom Golan, im Hintergrund der Berg Hermon
Das Erweiterungsviertel von Merom Golan, im Hintergrund der Berg Hermon
Karte
Merom Golan liegt auf den von Israel verwalteten Golanhöhen.

Merom Golan (hebräisch: מְרוֹם גּוֹלָן) ist eine israelische Siedlung und ein Kibbuz auf den von Israel seit 1967 besetzten und 1981 annektierten Golan-Höhen. Völkerrechtlich liegt sie auf dem Territorium Syriens. Sie ist die erste israelische Siedlung, die bereits wenige Monate nach dem Ende des Sechstagekrieges erbaut wurde.[1]

Der Kibbuz liegt an der Nordwestöffnung des 1171 Meter hohen Vulkankegels des Bental. Merom Golan umfasst ca. 450 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche.

Die Stadt wurde 1967 vier Kilometer westlich der von den Einwohnern nach dem Sechstagekrieg verlassenen Stadt Quneitra auf einem ehemaligen Militärlager errichtet. Sie liegt in der von der UN kontrollierten Zone auf den Golanhöhen (siehe UNDOF). Diese Siedlung markierte als erste ihrer Art den Beginn des israelischen Siedlungsbaues, der von der internationalen Gemeinschaft als völkerrechtswidrig verurteilt wurde.[2] Der Kibbuz hatte im Jahr 2016 701 Einwohner.[3]

Die landwirtschaftlich genutzten Flächen werden für das Weiden von Tieren, als Weinberge und als Obstplantagen genutzt. Außerdem gibt es Unterkünfte für ca. 150 Touristen mit zwei Restaurants sowie eine Fabrik für die Montage von Elektromotoren. Auf den landwirtschaftlichen Flächen und in der Fabrik arbeiten eine große Zahl von Drusen aus den benachbarten Dörfern und Gastarbeiter aus Thailand und Nepal.

Von Merom Golan aus gibt es Möglichkeiten, die nahegelegene befestigte israelisch-syrische Grenze mit Laufgräben, Stacheldraht usw. entweder zu Fuß oder mit dem Pferdewagen zu erkunden.[4]

Blick vom Har Bental nach Nordwesten auf Merom Golan
Commons: Merom Golan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Merom Golan – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Jodi Rudoren: As Syria Reels, Israel Looks to Expand Settlements in Golan Heights. In: The New York Times. 2. Oktober 2015, ISSN 0362-4331 (englisch, nytimes.com [abgerufen am 1. August 2022]).
  2. The Geneva Convention. BBC, 10. Dezember 2009 (englisch, bbc.co.uk [abgerufen am 1. August 2022]).
  3. List of localities in Israel. (PDF) 31. Dezember 2016, archiviert vom Original am 17. Mai 2018; abgerufen am 1. August 2022 (hebräisch, englisch).
  4. Hans-Christian Rößler: Mit Cowboys, Cash und CEO (Memento vom 20. Dezember 2016 im Internet Archive)

Koordinaten: 33° 7′ 56″ N, 35° 46′ 38″ O