Menen (früher Meenen geschrieben; französisch: Menin) ist eine belgische Stadt in der Provinz Westflandern, unmittelbar an der französischen Grenze gelegen. Die Stadt hat 34.417 Einwohner (Stand 1.Januar 2024) auf einer Fläche von 33,07km². Neben der Kernstadt gehören auch die Ortsteile Lauwe und Rekkem zum Stadtgebiet.
Menen grenzt an die französische Kleinstadt Halluin, deren Hauptstraße Rue de Lille die Hauptstraße von Menin Rijselstraat verlängert, und ist Teil der Eurometropool Lille-Kortrijk-Tournai.[1]
Menen wird erstmals im Jahr 1087 genannt. Im 14. und 15. Jahrhundert führte die Textilherstellung zu schnellem Wachstum. Im 16. Jahrhundert machte das Bier Menen berühmt; 1520 besaß die Stadt 104 Braumeister.
Bis 1578 blieb Menen eine offene Stadt. Später wurden zunächst Erdwälle angelegt. Von 1679 bis 1689 wurde die Stadt ummauert; es wurden 1745 geschleifte Bastionen vom französischen Festungsbaumeister Sébastien Le Prestre de Vauban im Zug der Anlage des Pré carré angelegt. Die Kämpfe um den im 17. und 18. Jahrhundert strategisch wichtigen Ort richteten erheblichen Schaden an. Zwischen 1579 und 1830 wurde die Festung 22 mal belagert, meist von französischen Truppen.
Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung durch Grenzarbeiter stark an, die vom nordfranzösischen Industriegebiet angezogen wurden.
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Architektonisch bemerkenswert ist das klassizistische Rathaus (stadhuis) aus dem Jahr 1782 mit dem historischen Glockenturm(belfort), der Teil des UNESCO-Welterbes „Belfriede von Belgien und Frankreich“ ist. Im Haus des ehemaligen Militärgouverneurs aus dem Jahr 1684 befindet sich das Sint-Aloysiuscollege. Ab 1454 wurde die Sint-Vedastuskerk errichtet, die 1801 einstürzte und ab 1806 durch einen neoklassizistischen Bau ersetzt wurde. Teile des Sint-Jorishospitaals gehen auf das 17. Jahrhundert zurück. Zu nennen sind noch die klassizistische Sint-Franciskuskerk und die Sint-Vedastuskerk.