Melzingen
Melzingen Gemeinde Schwienau | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 53° 0′ N, 10° 27′ O | |
| Fläche: | 9,33 km²[1] | |
| Einwohner: | 264 (31. Dez. 2018)[2] | |
| Bevölkerungsdichte: | 28 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |
| Postleitzahl: | 29593 | |
| Vorwahl: | 0581 | |
Lage von Melzingen in Niedersachsen | ||
Melzingen ist ein Ortsteil und eine Gemarkung der Gemeinde Schwienau im Landkreis Uelzen in Niedersachsen. Bis 1972 bildete Melzingen eine eigenständige Gemeinde. Schwienau gehört zur Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Dorf Melzingen liegt in der Lüneburger Heide etwa acht Kilometer nordwestlich von Uelzen.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Melzingen gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Ebstorf des Kurfürstentums Hannover.[3] Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zum französischen Satellitenstaat Königreich Westphalen und dort zum Kanton Bevensen im Departement der Aller.[4] 1814 fiel Melzingen an Hannover zurück und gehörte dort zunächst wieder zum Amt Ebstorf sowie ab 1859 zum Amt Medingen.[5] 1867 fiel die Gemeinde Melzingen mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Uelzen.
Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Melzingen am 1. Juli 1972 Teil der neuen Gemeinde Schwienau.[6]

Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1812 | 204 | [4] |
| 1845 | 296 | [7] |
| 1871 | 381 | [8] |
| 1885 | 230 | [9] |
| 1895 | 245 | [10] |
| 1905 | 280 | [11] |
| 1925 | 313 | [12] |
| 1939 | 242 | [12] |
| 1950 | 479 | [13] |
| 1961 | 332 | [13] |
| 1970 | 363 | [13] |
Bau-, Boden- und Naturdenkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Wohnhäuser Im Dorfe 1 und Hauptstraße 23, der Speicher Im Dorfe 24, ein gepflasterter Abschnitt des „Hessenkarrenwegs“ von Lüneburg nach Celle sowie ein Außenschafstall mit einer Baumgruppe in der Melzinger Heide stehen unter Denkmalschutz. Mehrere Grabhügel sind Bodendenkmale. Der Melzinger Opferstein, ein möglicher Menhir südöstlich von Melzingen, ist ein Naturdenkmal.
Öffentliche Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Doe Ortsfeuerwehr Melzingen hat ihr Gerätehaus an der Hauptstraße 3.[14]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Daten und Karte der Gemarkung Melzingen
- ↑ Angabe der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf
- ↑ Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777 (google.de).
- 1 2 Georg Hassel: Statistisches Repertorium über das Königreich Westphalen. Vieweg, Braunschweig 1813 (uni-muenster.de).
- ↑ Verordnung, die Bezirke der unteren Verwaltungsbehörden betr., vom 27. März 1859, Nr. 86
- ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1972
- ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848 (google.de).
- ↑ Volkszählung 1871
- ↑ Volkszählung 1885
- ↑ Volkszählung 1895
- ↑ Volkszählung 1905
- 1 2 Michael Rademacher: Uelzen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- 1 2 3 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
- ↑ Homepage der Ortsfeuerwehr Melzingen
