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Meiofauna

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Als Meiofauna oder häufiger Mesofauna bezeichnet man den Anteil der bodenlebenden Organismen, die zwischen 0,30 mm und 1 mm groß sind. Größere Bodentiere ordnet man der Makrofauna, kleinere der Mikrofauna zu.

Einige der unter dem Begriff Mesofauna zusammengefassten Tiere bewohnen sowohl trockene, als auch feuchte und aquatische Lebensräume, wie z. B. Fadenwürmer, Plattwürmer, Ringelwürmer, sowie Bärtierchen oder Rädertiere.[1]

Meiofauna an Land

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Springschwänze, wie diese Protaphorura armata sind typische Vertreter der bodenbewohnenden Meiofauna[2]

Die Zusammensetzung und die Artenvielfalt der Mesofauna in Böden, ermöglichen Rückschlüsse auf die Bodenfruchtbarkeit, daher werden diese Aspekte im Kontext des Klimawandels und sich verändernder Pflanzengemeinschaften wissenschaftlich erforscht. In terrestrischen Lebensräumen zählen beispielsweise folgende Lebewesen zur Meiofauna: kleine Gliederfüßer, wie Springschwänze, aber auch Milben (z. B. Hornmilben) und kleine Würmer aus diversen Stämmen.[2]

Die kleinen Tiere leben meist saprobisch, wobei sie sich von Detritus ernähren, oder fressen andere Bewohner der Mikrofauna oder Pflanzen der Mikroflora.

Meiofana im Wasser

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Ein Teil des Zooplanktons wird zur aquatischen Meiofauna gezählt, darüber hinaus sind jedoch zusätzlich die Kleinstlebenwesen eingeschlossen, die im Sediment des Meeresbodens leben und nicht frei umherschwimmen.

In Gewässern wird die Meiofauna von verschiedenen Gliederwürmern, Nematoden, benthischen (im Bodenbereich lebenden) und Kleinstkrebsen (wie Ruderfußkrebsen) gebildet. Die benthische Meiofauna wird auch als Meiobenthos bezeichnet. Der Tierstamm der wurmartigen Kiefermündchen (Gnathostomulidae) lebt ausschließlich im Sandlückensystem und bildet mit anderen Organismen die Sandlückenfauna (Mesopsammon).

Ökologische Bedeutung

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In der Ökologie gilt es mittlerweile als gesichert, dass die Kleinstlebewesen, als sogenannte Destruenten, an der Zersetzung von organischem Material (pflanzlichen und tierischen Ursprungs) beteiligt ist und somit eine wichtige Funktion im Nährstoffkreislauf haben. Im Wasser trägt die Ernährung der Meiofauna zur natürlichen Filterung des Wassers bei.[1]

  • Jörg Ott: Meereskunde. 2. Auflage, UTB, Ulmer, Stuttgart, 1996. ISBN 3-8252-1450-8
  • Higgins, Robert P.; Thiel, Hjalmar (ed.): Introduction to the study of Meiofauna. Washington, D. C.; London: Smithsonian Institution Press, 1988. ISBN 0-87474-488-1.
  • Olav Giere: Meiobenthology. The microscopic motile fauna of aquatic sediments. 2. Auflage. Springer 2009. ISBN 978-3-540-68657-6.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Meiofauna: Kleine Tiere, große Bedeutung. Deutsches Stiftungszentrum, abgerufen am 9. Januar 2026
  2. 1 2 R. Wenglein, I. Lanzrein, M. Graf, J.-A. Salamon, B.Klarner, W.W. Weisser, P. Annighöfer & S. Scheu (2025): Changes in soil mesofauna communities with increasing proportions of Douglas-fir and silver fir in European beech forests. Applied Soil Ecology, Vol. 213, 2025, 106328. ISSN:0929-1393 doi:10.1016/j.apsoil.2025.106328, abgerufen am 9. Februar 2026 auf ScienceDirect