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Maurice Stuckey

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Maurice Gilbert Stuckey[1] (* 30. Mai 1990 in Augsburg) ist ein ehemaliger deutscher Basketballspieler. Er bestritt 429 Spiele in der Basketball-Bundesliga.[2]

Der Sohn einer deutschen Mutter mit französischen Wurzeln und eines ab 1984 in Deutschland stationierten US-Soldaten spielte erst Fußball. Über seinen Vater kam er als Jugendlicher zum Basketball und betrieb die Sportart zunächst beim TSV Diedorf, dann beim TV Augsburg und anschließend bei der BG Leitershofen/Stadtbergen.[1] In Augsburg begann Stuckey eine Ausbildung zum Bankkaufmann, die er später abbrach.[1] Im Jahr 2006 wurde er von Michael Jordan in dessen „Jordan Classics Camp“ als „talentiertester deutscher Nachwuchsspieler“ und als wertvollster Spieler der Veranstaltung ausgezeichnet.[3] In seiner letzten Saison bei der BG Leitershofen/Stadtbergen gewann er mit der Mannschaft in der Saison 2006/07 den Meistertitel in der 2. Regionalliga, Stuckey gehörte trotz jungen Alters zu den Leistungsträgern.[4]

Er spielte anschließend zwei Jahre lang in der ProB für Erdgas Ehingen/Urspringschule, wo er in seiner letzten Saison durchschnittlich 8,4 Punkte pro Spiel erzielte. Zeitgleich ging Stuckey außerdem für das Team Alba Urspring in der NBBL auf Korbjagd. Zu Beginn der Saison 2009/10 unterschrieb Stuckey dann einen Drei-Jahres-Vertrag bei den Brose Baskets Bamberg,[5] wodurch er mit einer Doppellizenz ausgestattet wurde und somit sowohl in der Basketball-Bundesliga als auch in der ProB spielberechtigt war. Seinen ersten Einsatz in der Bundesliga feierte Stuckey am 8. November 2009 in der Partie der Bamberg gegen Alba Berlin. Zu seinen ersten Punkten in Deutschlands stärkster Basketballliga kam Stuckey zehn Tage später gegen Ratiopharm Ulm.[6] Ein Handbruch warf ihn zurück.[1] Am 2. Spieltag der Saison 2010/11, bei der Partie zwischen Bamberg und Bremerhaven, kam er zu seinem ersten längeren Einsatz in der Bundesliga. Er spielte insgesamt 23 Minuten und erzielte zwölf Punkte. Im September 2011 erlitt er einen Ermüdungsbruch im Fuß.[7]

Nachdem sich Stuckey im März 2012 erneut den Fuß gebrochen hatte[7] und auch deshalb nicht wie erhofft weitere Spielzeit sammeln konnte, wurde er 2012 von den Bambergern an die s.Oliver Baskets aus Würzburg verliehen.[7] Dort gelang ihm unter Trainer Stefan Koch, der im November 2013 nach Würzburg kam,[8] der Bundesliga-Durchbruch.[1] Stuckey wurde nach der Ausleihe im darauf folgenden Jahr fest von den Würzburgern verpflichtet.

Zur Saison 2014/15 wechselte Stuckey zu den EWE Baskets Oldenburg und unterschrieb dort einen Zwei-Jahres-Vertrag, kehrte jedoch 2015 zu den s.Oliver Baskets nach Würzburg zurück. Im Mai 2018 wurde Stuckey von Brose Bamberg unter Vertrag genommen, kehrte also abermals an eine frühere Wirkungsstätte zurück.[9] Im Spieljahr 2019/20 stand er für Bamberg in der Bundesliga nur noch durchschnittlich knapp sieben Minuten je Begegnung auf dem Spielfeld[2] und wechselte Anfang Dezember 2019 innerhalb der Liga zu den Crailsheim Merlins.[10] 2024 stieg Stuckey mit Crailsheim aus der höchsten deutschen Spielklasse ab.[11] Er wurde in Crailsheim Mannschaftskapitän. Im April 2026 kündigte Stuckey an, am Ende der Saison 2025/26 als Spieler aus dem Leistungsbasketball zurückzutreten.[12]

Nationalmannschaft

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Als deutscher Jugendnationalspieler nahm der gebürtige Augsburger an der U16-Europameisterschaft 2006, den U18-EM-Turnieren 2007 und 2008 sowie den U20-Europameisterschaften 2009 und 2010 teil. Seinen besten Punktedurchschnitt bei diesen Veranstaltungen erreichte Stuckey bei der U18-EM im Sommer 2008, als er einen Wert von 16,7 Punkten erzielte.[13]

Danach schaffte er auch den Sprung in die deutsche U20-Auswahl, mit der er vom 16. bis 26. Juli 2009 bei der EM in Griechenland teilnahm und im Schnitt 5,8 Punkte und 2,8 Rebounds pro Spiel erreichte. Stuckey wurde im Sommer 2015 im Vorfeld der Europameisterschaft zu einem Lehrgang der Herrennationalmannschaft eingeladen, nach diesem aber wieder aus dem Aufgebot gestrichen,[14] ohne ein Länderspiel bestritten zu haben.[15]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 Oliver Dütschke, Stefan Koch: Talkin' Basketball - Folge 15: Maurice Stuckey, Crailsheim Merlins. Abgerufen am 23. November 2021.
  2. 1 2 Maurice Stuckey. In: Basketball-Bundesliga. Archiviert vom Original; abgerufen am 16. Mai 2026.
  3. Thomas Käckenmeister: Jordan begeistert deutsche Basketball-Fans. In: Basketball.de. 23. Oktober 2006, archiviert vom Original; abgerufen am 3. Mai 2026.
  4. Beste Werfer (Saison: 2006/2007) - 2. Regionalliga Herren Süd (Senioren). In: basketball-bund.net. Abgerufen am 23. November 2021.
  5. 'Brose Baskets: U20-Nationalspieler Maurice Stuckey wechselt nach Bamberg'. In: Wiesentbote. 8. Juni 2009, archiviert vom Original; abgerufen am 3. Mai 2026.
  6. Spielerprofil Maurice Stuckey (Brose Baskets Bamberg). In: Ballside GmbH. 10. Oktober 2009, archiviert vom Original; abgerufen am 3. Mai 2026.
  7. 1 2 3 Brose Baskets: Stuckey wird nach Würzburg ausgeliehen. In: Wiesentbote. 30. Juni 2012, archiviert vom Original; abgerufen am 23. November 2021.
  8. Stefan Koch neuer Trainer bei Würzburger Basketballern. In: Focus. 22. November 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 16. Dezember 2019; abgerufen am 23. November 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. Brose Bamberg verpflichtet Maurice Stuckey – Marvin Heckel wird Doppellizenzler. In: Brose Bamberg. 22. Mai 2018, archiviert vom Original; abgerufen am 3. Mai 2026.
  10. Andre Ufer: Neuer Guard für die Hakro Merlins – Stuckey kommt nach Crailsheim. In: Crailsheim Merlins. 5. Dezember 2019, archiviert vom Original; abgerufen am 3. Mai 2026.
  11. Hakro Merlins Crailsheim: Wer geht mit in die Pro A? Und was ist mit einer Wildcard? In: Südwest-Presse. 14. Mai 2024, abgerufen am 27. Mai 2024.
  12. Hakro Merlins Crailsheim: Der Kapitän geht von Bord – das hat Maurice Stuckey jetzt vor. In: Südwest-Presse. 2. Mai 2026, abgerufen am 3. Mai 2026.
  13. Maurice Stuckey. In: FIBA. 2. Mai 2026, abgerufen am 3. Mai 2026 (englisch).
  14. Fleming streicht Stuckey aus vorläufigem EM-Kader. In: Augsburger Allgemeine. 25. Juli 2015, archiviert vom Original; abgerufen am 23. November 2021.
  15. Statistiken der Basketball-Nationalmannschaften; Bilanz: Spieler. In: mahr.sb-vision.de. Abgerufen am 23. November 2021.
Basketballspieler
Basketballspieler
Maurice Stuckey
Spielerinformationen
Geburtstag 30. Mai 1990 (36 Jahre)
Geburtsort Augsburg, Deutschland
Größe 187 cm
Position Aufbau
Vereine als Aktiver
0 0 0–2007 DeutschlandDeutschland BG Leitershofen/Stadtbergen
2007–2009 DeutschlandDeutschland Team Urspring U19
2007–2009 DeutschlandDeutschland Erdgas Ehingen/Urspringschule
2009–2012 DeutschlandDeutschland TSV Tröster Breitengüßbach
2009–2013 DeutschlandDeutschland Brose Baskets Bamberg
2012–2013 DeutschlandDeutschland s.Oliver Baskets (Leihe)
2013–2014 DeutschlandDeutschland s.Oliver Baskets
2014–2015 DeutschlandDeutschland EWE Baskets Oldenburg
2015–2018 DeutschlandDeutschland s.Oliver Baskets
2018–2019 DeutschlandDeutschland Brose Bamberg
2019–2026 DeutschlandDeutschland Crailsheim Merlins