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Matthew G. Whitaker

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Matthew Whitaker (2025)

Matthew „Matt“ George Whitaker (* 29. Oktober 1969 in Des Moines, Iowa) ist ein US-amerikanischer Jurist. Von November 2018 bis Februar 2019 war er als Nachfolger von Jeff Sessions geschäftsführender United States Attorney General. Seit dem 3. April 2025 ist er Ständiger Vertreter der Vereinigten Staaten bei der NATO.

Jugend und Ausbildung

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Whitaker absolvierte die Ankeny High School in Ankeny (Iowa). Danach absolvierte er ein Bachelor-Studium in Kommunikationswissenschaften an der University of Iowa, wo er auch Football spielte. Er bestritt von 1990 bis 1992 insgesamt 33 Spiele[1] als Tight End für die University of Iowa Hawkeyes.[2] Nach dem Bachelor-Abschluss studierte Whitaker an der Law School der University of Iowa.[1] Whitaker ist Mitglied der Republikanischen Partei und gilt als loyaler Anhänger von US-Präsident Donald Trump.[3]

Am 15. Juni 2004 ernannte Präsident George W. Bush Whitaker zum U.S. Attorney für den Southern District of Iowa. Die Ernennung folgte der Empfehlung des Iowa-Senators Chuck Grassley, ungeachtet der mangelnden juristischen Qualifikation Whitakers.

Ab dem Jahr 2014 leitete Whitaker die Non-Profit-Organisation Foundation for Accountability and Civic Trust (FACT).[4] Im selben Jahr kandidierte er erfolglos für den Senat der Vereinigten Staaten. Er verlor in den Vorwahlen gegen die Republikanerin Joni Ernst.[1] Whitaker erhielt lediglich 7,54 % der Stimmen.[5] Whitaker saß im Aufsichtsrat der Firma World Patent Marketing, Das Unternehmen ging 2017[6] in Konkurs und Whitaker wurde von einem Gericht in Florida zu einer Geldstrafe von 25 Mio. $ verurteilt, weil es Anleger mit falschen Versprechen betrogen habe.[7][8]

United States Attorney General

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Am 7. November 2018 wurde Whitaker von Präsident Trump zum geschäftsführenden (interimistischen) Nachfolger von Jeff Sessions ernannt. Zuvor war Whitaker seit 22. September 2017 Stabschef von Sessions. In seiner geschäftsführenden Funktion konnte Whitaker maximal 210 Tage im Amt sein. Spätestens dann hätte er entweder das Amt verlassen oder von Trump zum permanenten Justizminister ernannt und von einer Mehrheit des US-Senats bestätigt werden müssen.[3]

Matt McCoy, Senator aus Iowa, sagte zur Berufung von Whitaker, dass er „sich keinen weniger qualifizierten Kandidaten für das Amt vorstellen könne“.[1] Insgesamt wird Whitakers Berufung von der Mehrheit der demokratischen Kongressmitglieder und den meisten Medien in den Vereinigten Staaten sehr kritisch gesehen, da Whitaker in der Vergangenheit eine ausgesprochen kritische Position bezüglich der laufenden Ermittlungen von Sonderermittler Robert Mueller eingenommen hat. Mit der Ernennung zum United States Attorney General (Justizminister) war Whitaker faktisch der Vorgesetzte von Mueller und beaufsichtigte das gesamte Ermittlungsteam von Mueller.[9]

Gegen die Entlassung Sessions’ und die Berufung Whitakers gab es landesweit Demonstrationen.[10] Der Bundesstaat Maryland und drei demokratische US-Senatoren (Richard Blumenthal, Sheldon Whitehouse und Mazie Hirono) reichten Klage gegen Whitakers Berufung ein, weil sie sie nicht für verfassungsgemäß hielten.[11] Nach der Ernennung und Senatsbestätigung William Barrs als Attorney General wurde die Klage zurückgenommen.[12]

US-Botschafter bei der NATO

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Nach seinem erneuten Wahlsieg nominierte Trump für seine zweite Amtszeit Whittaker als Botschafter bei der NATO.[13] Am 12. Februar 2025 wurde die Nominierung dem US-Senat vorgelegt; seine Anhörung vor dem Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten erfolgte im März, und am 1. April bestätigte der Senat die Nominierung mit 52 zu 45 Stimmen.[14]

Commons: Matthew G. Whitaker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b c d William Petroski: Trump names Iowa native Matt Whitaker acting attorney general after Sessions resigns. In: Des Moines Register vom 7. November 2018
  2. Adam Goldman, Michael D. Shear, Mitch Smith Matthew Whitaker: An Attack Dog With Ambition Beyond Protecting Trump In: The New York Times vom 9. November 2018
  3. a b Alan Cassidy: Trumps Türsteher. In: sueddeutsche.de. 8. November 2018, abgerufen am 10. November 2018.
  4. Sonja Stössel: Matthew Whitaker: Der kometenhafte Aufstieg von Trumps Interimsminister. In: welt.de. 9. November 2018, abgerufen am 10. November 2018.
  5. 2014 Senatorial Republican Primary Election Results Iowa Election Results, abgerufen am 10. November 2018
  6. Brittany Shammas: Trump's Acting Attorney General Was Part of Miami-Based Invention Scam Company. In: miaminewtimes.com. 7. November 2018, abgerufen am 10. November 2018 (englisch).
  7. Philipp Löpfe: Ehemann der Präsidenten-Beraterin Kellyanne Conway: Trump hat gegen das Gesetz verstossen. In: aargauerzeitung.ch. 9. November 2019, abgerufen am 10. November 2018.
  8. Adam Goldman, Frances RoblesActing Attorney General Sat on Board of Company Accused of Bilking Customers. In: The New York Times vom 8. November 2018
  9. Roland Nelles, Marc Pitzke: Trump und die Russlandaffäre: Sessions muss gehen - fliegt bald auch Mueller? In: Spiegel Online. 8. November 2018, abgerufen am 10. November 2018.
  10. T. J. Ortenzi: ‘Protect Mueller’: Protesters across U.S. decry president’s dismissal of Sessions as attorney general In: Washington Post vom 8. November 2018
  11. Betsy Woodruff, Sam Stein: Senate Democrats Sue To Block Matt Whitaker From Serving as Attorney General. In: The Daily Beast, 19. November 2018.
  12. Case: Blumenthal v. Whitaker, clearinghouse.net
  13. Ryan Lucas/Stephen Fowler: Trump picks Matthew Whitaker for ambassador to NATO, National Public Radio vom 20. November 2024
  14. https://www.congress.gov/nomination/119th-congress/25/56