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Mathias Iffert

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Mathias Iffert (* 21. September 1966 in Schmalkalden) ist ein deutscher Pädagoge, Bildungswissenschaftler und Bildungsmanager. Er ist Gründungsdirektor des Landesinstituts Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung (LIBRA).

Leben und Ausbildung

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Iffert studierte Deutsch und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Potsdam sowie an der Universität Siegen. Anschließend absolvierte er ein Promotionsstudium an der Universität Potsdam und wurde 2004 zum Dr. phil. im Bereich der Geschichtsdidaktik promoviert.[1]

Seine Dissertation trägt den Titel Die Inhaltsstruktur des Geschichtsbewusstseins. Empirische rekonstruktionslogische Analyse und Theoriebildung und erschien 2005 im Verlag Dr. Kovač.

Beruflicher Werdegang

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Nach dem Vorbereitungsdienst (1998–2000) am Studienseminar Potsdam war Iffert von 2000 bis 2005 als Lehrer für Deutsch und Geschichte an der Sportschule Potsdam „Friedrich Ludwig Jahn“ tätig.[2]

Von 2002 bis 2009 war er als Ausbilder in der Lehrkräfteausbildung am Studienseminar Potsdam tätig.[1] In dieser Funktion beschäftigte er sich insbesondere mit Unterrichtsentwicklung, Hospitation und der Begleitung angehender Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst.

Gemeinsam mit Detlef Kölln und Carola Kreißig entwickelte er das Konzept des „Ausbildungscoachings“, das eine Trennung von Beratung und Beurteilung vorsieht und die Eigenverantwortung sowie Reflexionsfähigkeit angehender Lehrkräfte stärken soll.[1]

2009 übernahm Iffert die Leitung des Studienseminars Potsdam, die er bis 2023 innehatte.[1] In dieser Zeit lag ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf der Weiterentwicklung der Lehrkräftebildung sowie auf Fortbildungs- und Coachingkonzepten.

2023 wurde er Direktor des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM).[1]

Nach der Kündigung des Staatsvertrags durch das Land Berlin wurde das gemeinsame Institut zum 31. Dezember 2024 aufgelöst. Zum 1. Januar 2025 wurde Iffert zum Gründungsdirektor des neu errichteten Landesinstituts Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung (LIBRA) ernannt.[3]

Das LIBRA bündelt die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften sowie Aufgaben der Qualitätssicherung und Schulentwicklung und verfolgt das Ziel, die verschiedenen Phasen der Lehrkräftebildung stärker miteinander zu verzahnen.[4]

Dabei setzt das Institut auf eine stärkere fachliche Ausrichtung der Fortbildung sowie auf eine regionale Struktur mit Standorten in Ludwigsfelde, Bernau, Cottbus, Potsdam und Neuruppin.[5]

Tätigkeit und fachliche Schwerpunkte

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Ifferts Arbeitsschwerpunkte liegen in der Lehrkräftebildung, insbesondere in der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften sowie in der Unterrichtsentwicklung.[1]

Dazu zählen Ausbildungscoaching, Hospitation und Analyse von Unterricht sowie Fragen der Erwachsenendidaktik.[1]

Im Kontext der Neuorganisation der Lehrkräftebildung in Brandenburg betonte Iffert die stärkere Verzahnung der verschiedenen Ausbildungsphasen sowie eine bedarfsorientierte Fortbildung von Lehrkräften.[6]

Kulturelles Engagement

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Neben seiner Tätigkeit im Bildungsbereich engagiert sich Iffert im Potsdamer Kulturbereich, insbesondere am Theaterschiff Potsdam. Er war Vorsitzender des Trägervereins des Theaterschiffs und setzte sich für dessen programmatische und strukturelle Weiterentwicklung ein.

Darüber hinaus war er dort sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur tätig. Bereits vor seiner Regietätigkeit wirkte er als Darsteller auf der Bühne. 2011 übernahm er mit der Inszenierung König Ödipus erstmals die Regie.

Sein Engagement im Theater steht in engem Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Lehrer, in deren Rahmen er unter anderem den Bereich Darstellendes Spiel an seiner Schule ausbaute. Das Theater diente ihm dabei auch als praktischer Erfahrungsraum für pädagogische Fragestellungen, insbesondere im Hinblick auf Perspektivwechsel und Selbstreflexion.

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit war er als Vereinsvorsitzender an der inhaltlichen Neuausrichtung des Theaterschiffs beteiligt, die auf eine stärkere Verbindung von Unterhaltung und anspruchsvoller Dramatik zielte.[2]

Weitere Mitwirkungen als Darsteller sind unter anderem für die Inszenierung Die Legende vom heiligen Trinker (2017) sowie für die Produktion Knocking on angels door belegt.

Schriften (Auswahl)

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  • mit Dagmar Klose: Zeit- und Menschenläufe im 20. Jahrhundert. Subjektive Orientierungen und historischer Sinn. (= Potsdamer Studien, Band 13). Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 1999, ISBN 3-932981-58-8.
  • Die Inhaltsstruktur des Geschichtsbewusstseins. Empirische rekonstruktionslogische Analyse und Theoriebildung. Verlag Dr. Kovač, Hamburg 2005, ISBN 3-8300-1748-0.
  • mit Detlef Kölln und Carola Kreißig: Ausbildungscoaching. Individualisierung und Eigenverantwortung in der Lehrer*innenausbildung. Beltz Juventa, Weinheim/Basel 2023, ISBN 978-3-7799-7151-1.
  • –: Ausbildungscoaching – ein Konzept für mehr Eigenverantwortung in der Ausbildung von Lehrpersonen. In: Lehren & Lernen, 50. Jahrgang, Heft 4/2024, S. 13–19.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 6 7 Mathias Iffert. In: Beltz Verlag. Abgerufen am 5. Mai 2026.
  2. 1 2 Schicksalsfrage. In: Der Tagesspiegel. 27. April 2011, abgerufen am 5. Mai 2026.
  3. Brandenburg gründet eigenes Institut für Lehrerbildung. In: Der Tagesspiegel. 1. März 2024, abgerufen am 5. Mai 2026.
  4. Neues Brandenburger Lehrerinstitut startet. In: Der Tagesspiegel. 6. Januar 2025, abgerufen am 5. Mai 2026.
  5. Herzkammer für Bildung. In: Der Tagesspiegel. 6. Januar 2025, abgerufen am 5. Mai 2026.
  6. Brandenburg gründet eigenes Institut. In: Der Tagesspiegel. 1. März 2024, abgerufen am 5. Mai 2026.