Frontansicht des Massandra-PalastesRückansicht des Massandra-Palastes
1783 wurde Massandra von der Tochter des polnischen Adligen Lew Potocki erworben, welche dann in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der Anlage eines insgesamt 80 Hektar großen Parks und eines Schlosses begann. Später erwarb der Generalgouverneur von Neurussland das Anwesen und nach seinem Tod ging es in den Besitz von Zar Alexander III. über. Dieser ließ im oberen Teil des Anwesens ein dreistöckiges, phantasievoll gestaltetes Jagdschloss – den Massandra-Palast – im französischen Stil des 17. Jahrhunderts errichten. In der Sowjetzeit wurde das Schloss als streng bewachte Staatsdatscha des Zentralkomitees der KPdSU verwendet und Josef Stalin verbrachte hier seine Sommerferien. Seit dem Ende der Sowjetunion ist das Schloss zur Besichtigung freigegeben.
Die Weinkellerei Massandra ist ein bekanntes staatliches Weingut. Mit den Trauben von rund 2.500 Hektar Rebfläche werden schwere, süßliche (bis 35% Zuckergehalt) Rot- und Weißweine erzeugt. Das Weingut wurde im Jahre 1894 für den alleinigen Zweck erbaut, die SommerresidenzLiwadija des damaligen und letzten russischenZarenNikolaus II. (1868–1918) mit Wein und Krimsekt zu versorgen.
Massandra wird seit 1961 von der längsten Trolleybus-Linie der Welt bedient. Sie wird von der Gesellschaft Krymskyj trolejbus betrieben und verkehrt zwischen Simferopol, Aluschta und Jalta.