Martin Rother

Martin Rother (* 30. Mai 1978 in Düsseldorf) ist ein deutscher Schauspieler. Er wurde zunächst durch zahlreiche Theaterengagements im deutschsprachigen Raum bekannt, bevor er sich auf Arbeiten für Film und Fernsehen spezialisierte. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er durch seine Mitwirkung im Spielfilm In die Sonne schauen, der 2025 bei den Filmfestspielen von Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet wurde.
Leben und Karriere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Rother wurde als Sohn des Geografieprofessors Klaus Rother geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend von 1982 bis 1997 im niederbayerischen Tiefenbach bei Passau. Nach dem Abitur im Jahr 1997 und dem anschließenden Zivildienst absolvierte er von 1999 bis 2002 eine Schauspielausbildung an der privaten Schauspielschule „Schauspiel München“.[1] Zu seinen Lehrenden zählten unter anderem der Theaterregisseur Burkhard C. Kosminski und die Schauspielpädagogin Gisela M. Schmitz.
Seit Beginn seiner Karriere war Rother zunächst viele Jahre als Theaterschauspieler im deutschsprachigen Raum aktiv. Engagements führten ihn an das Staatstheater Stuttgart, das Landestheater Bregenz, das Theater tri-bühne Stuttgart sowie das Ulmer Theater. Später verlegte sich sein Schwerpunkt auf Film- und Fernsehproduktionen.
Internationale Aufmerksamkeit erlangte Rother durch seine Mitwirkung im Spielfilm In die Sonne schauen von Mascha Schilinski. Der Film wurde in Cannes 2025 mit dem Preis der Jury (Prix du Jury) ausgezeichnet und kurz darauf als deutscher Beitrag für die 98. Verleihung der Oscars 2026 in der Kategorie „Bester Internationaler Film“ ausgewählt.
Filmografie (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kino
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1999: Alles Schwul
- 2005: Videoslaves
- 2006: 15 Minuten Wahrheit
- 2007: Beyond Mercy
- 2007: Weitertanzen
- 2008: 007 – Quantum Of Solace
- 2013: Being Martin Rother
- 2013: Paula & Paul
- 2018: Ronny & Klaid
- 2018: Da unten im Himmel
- 2025: In die Sonne schauen
- 2025: Oktopus
Fernsehen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2005: Metropolis II – Geheimauftrag Konstantinopel
- 2006: SOKO 5113 – Tödliche Spekulation
- 2007: Tatort – Fettkiller
- 2007: Die Rosenheim-Cops – Die tote Geliebte
- 2007: Familie Sonnenfeld – Folge 6 Veränderungen
- 2008: Unter Uns
- 2009: Der Alte — Folge 349: Oder du stirbst
- 2010: Die Rosenheim-Cops – Der letzte Atemzug
- 2010: Familie macht glücklich
- 2010: Sechs Tage Angst
- 2012: Alles was zählt
- 2013: Gute Zeiten, schlechte Zeiten
- 2013: Die Ahnen der Queen
- 2013: Griff nach der Weltherrschaft
- 2016: Terra X: Ein Tag im Mittelalter
- 2017: Die Spezialisten – Staffel 3, Folge 5 Der Umzug
- 2018: Terra X: 1000 Jahre Wormser Dom
- 2018: Beck is back! – Staffel 2, Folge 1 Ein Herz für Lilly
- 2019: Terra X: Magellans Reise um die Erde
- 2022: Triff …/Episodenliste – Staffel 5, Folge 5 „Triff Gudridur“
- 2023: Das Küstenrevier
- 2023: Der Bergdoktor – Staffel 17, Folge 3 „Schuld“
- 2024: SOKO Leipzig – Jäger und Gejagte
- 2026: Berlin Noir (aka ALEX) (AT)
Theaterrollen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Leo Leike in Gut gegen Nordwind
- Titelrolle in Hamlet
- Franzeck in Die Probe
- Brindsley Miller in Black Comedy
- Titelrolle in Amphitryon
- Karl Moor in Die Räuber
- Truffaldino in Der Diener zweier Herren
- Ödipus in König Ödipus
- Demetrius in Ein Sommernachtstraum
- Valene in Der einsame Westen
- Bazillus in Der tollste Tag
- Titelrolle in Mein Vater Che Guevara
- Peter Hell & Horch in Die Hochzeit
- Titelrolle in Cenodoxus
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Martin Rother bei IMDb
- Persönliche Website
- Martin Rother bei schauspielervideos.de
- Martin Rother bei Filmmakers
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Martin Rother bei Crew United, abgerufen am 2. Juli 2023
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rother, Martin |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler, Filmregisseur und Filmproduzent |
| GEBURTSDATUM | 30. Mai 1978 |
| GEBURTSORT | Düsseldorf |