Retzbach wurde bereits 815 erstmals in einem Vertrag urkundlich erwähnt.[7] Vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit verfügte das im rechtsmainischen Gozfeldgau gelegene Retzbach über ein, am ehemals freien Platz hinter dem Rathaus stattfindendes und vom Zentgraf geleitetes Zentgericht, die Zent Retzbach (oder Cent Retzbach). Die ehemalige Marktgemeinde hat sich zu einem Wallfahrtsort entwickelt.[8] Im Jahr 1852 wurde in Retzbach eine Postexpedition errichtet.[9]
↑Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.):Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 380 der Beiträge zur Statistik Bayerns (Volkszählung vom 27. Mai 1970, Gebietsstand 1. Mai 1978). München 1978, DNB790598426, S.175 (Digitalisat).
↑G. Höfling:Retzbach und der dasigen Wallfahrt: Maria im Grünenthale. Würzburg 1837 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
↑Valentin Rosel: Retzbach. Marktgemeinde und Wallfahrtsort. Marktgemeinde Retzbach, Retzbach 1955.
↑Christine Demel u.a.: Leinach. Geschichte – Sagen – Gegenwart. Gemeinde Leinach, Leinach 1999, S. 139–142 (Beide Leinach gehörten zum Zentgericht Retzbach), 192 und 184 (Die Geschichte der Post in Unter- und Oberleinach).