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Marius Priscus

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Marius Priscus war ein römischer Senator am Ende des 1. und zu Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr.

Marius Priscus stammte aus der Provinz Baetica. Ein kürzlich bekannt gewordenes Militärdiplom datiert vom 13. November des Jahres 82 nennt ihn zusammen mit Trebatius Priscus als Suffektkonsuln.[1] Er verwaltete später das Prokonsulat der Provinz Africa im Jahr 97/98 oder (weniger wahrscheinlich) 98/99.[2]

Im Jahr 99/100 wurde er unter Kaiser Trajan im Senat als Gerichtshof im Monat Januar wegen Erpressung (repetundae) angeklagt,[3] sowohl von einer Gemeinde als auch von zahlreichen Privatpersonen.[4] Gegen ihn traten Plinius der Jüngere und Tacitus auf,[5] zu seiner Verteidigung wirkten Salvius Liberalis und Catius Fronto;[6] er verzichtete auf die Verteidigung und verlangte Richter. Im Senat wurde über das Strafmaß und die rechtliche Einordnung der Taten gestritten, da ihm über die bloße Erpressung hinaus schwerere Verfehlungen zur Last gelegt wurden. Die 700.000 Sesterzen, die er angenommen hatte, wurden in die Staatskasse zurückgeführt.[7] Außerdem wurde ihm der senatorische Rang und das Priesteramt der septemviri epulonum aberkannt.[8]

Einzelnachweise

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  1. CNG Auctions.
  2. vgl. Plinius, Epistulae 2,11; 2,12,1; 3,9,2; Juvenal 8,120.
  3. Plinius, Epistulae 2,11; 2,12,1; 3,9,2–4; 6,29,9; 10.
  4. Plinius, Epistulae 3,9,4.
  5. Plinius, Epistulae 2,11,2.
  6. Plinius, Epistulae 2,11,17ff.
  7. Plinius, Epistulae 2,11,19ff.; 6,29,9; Juvenal 1,49.
  8. Plinius, Epistulae 2,11,12.