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Maria Sykora

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Maria Sykora
Nation Osterreich Österreich
Geburtstag 10. November 1946 (79 Jahre)
Geburtsort Tulln an der Donau, Österreich
Karriere
Disziplin 400-Meter-Lauf, 800-Meter-Lauf
Medaillenspiegel
Europameisterschaften 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Halleneuropameisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 3 × Bronzemedaille
Logo der EAA
 Europameisterschaften
Bronze 1969 Athen 400 m
Logo der EAA
 Halleneuropameisterschaften
Gold 1970 Wien 800 m
Bronze 1970 Wien 4 × 200 m Staffel
Bronze 1971 Sofia 400 m
Bronze 1972 Grenoble 4 × 180 m Staffel
letzte Änderung: 14. Juni 2023

Maria Sykora (* 10. November 1946 in Tulln an der Donau, Niederösterreich) ist eine ehemalige österreichische Leichtathletin und Handballspielerin. Bei einer Körpergröße von 1,72 m betrug ihr Wettkampfgewicht 62 kg.

Maria Sykora, in Tulln als Tochter des Bezirkshauptmannes Hans Sykora geboren, wuchs in einer Sportfamilie als sechstes von sieben Kindern auf. In der Schulzeit begann sie Handball zu spielen und wurde mit dem UHC Tulln niederösterreichischer Landesmeister, bevor sie zum Laufsport wechselte. Beruflich war Sykora Volks- und Hauptschullehrerin in Geographie und Naturgeschichte.[1] Maria Sykora arbeitete nach ihrer Spitzensportlaufbahn als Cheferzieherin im Bundessportzentrum Südstadt.

Bei Hypo Niederösterreich ist sie im Vereinsvorstand.

Ihre Schwester Liese Prokop war österreichische Leichtathletin und Innenministerin. Der Sohn ihres Bruders Ernst ist Thomas Sykora, ehemaliger Weltklasseskisportler und jetziger ORF-Kommentator.

Maria Sykora war von 1967 bis 1971 Österreichische Meisterin im 400-Meter-Lauf. 1968, 1969, 1971 und 1972 gewann sie den Titel im 800-Meter-Lauf. 1970 war sie Meisterin im 100-Meter-Hürdenlauf. Ihre Vielseitigkeit bewies sie auch als Meisterin im Fünfkampf 1970 und 1971. In dieser Disziplin war allerdings ihre Schwester Liese Prokop als Europameisterin 1969 noch erfolgreicher.

Olympische Spiele

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Sykora nahm an den Olympischen Spielen 1972 teil. Im 400-Meter-Lauf und mit der 4-mal-400-Meter-Staffel kam sie über den Vorlauf nicht hinaus. Im 800-Meter-Lauf schied sie als Sechste ihres Halbfinales aus.

Europameisterschaften

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Bei den Europameisterschaften 1969 in Piräus erreichte die 4-mal-100-Meter-Staffel Österreichs das Finale und belegte in Landesrekord von 45,8 s den siebten (und letzten) Platz, nachdem Liese Prokop, Helga Kapfer, Maria Sykora und Erika Kren schon im Vorlauf mit 46,5 s einen Landesrekord aufgestellt hatten.

Im 400-Meter-Lauf erreichte Maria Sykora 1969 den Endlauf mit Landesrekord von 53,6 s im Vorlauf und von 53,2 s im Halbfinale. Im Finale stellte sie mit 53,0 s erneut einen Landesrekord auf und gewann die Bronzemedaille hinter den beiden Französinnen Nicole Duclos und Colette Besson, die beide mit 51,7 s einen neuen Weltrekord aufstellten.

Bei den Europameisterschaften 1971 in Helsinki qualifizierte sich Maria Sykora mit 53,5 s im Vorlauf und 53,3 s im Halbfinale erneut für das Finale im 400-Meter-Lauf. Hinter Helga Seidler (DDR), die mit 52,1 s gewann, gab es ein knappes Finish, bei dem die Westdeutsche Inge Bödding (Silber) und Ingelore Lohse (DDR) mit 52,9 s die Medaillen gewannen, während Maria Sykora mit 53,0 s den „undankbaren“ vierten Platz belegte.

Halleneuropameisterschaften

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  • 100 m: 11,8 s (1970)
  • 200 m: 24,0 s (1969)
  • 400 m: 52,7 s (1972)
  • 800 m: 2:01,5 min (1972)
  • 1500 m: 4:43,55 min (1974)
  • 100 m Hürden 13,6 s (1970)
  • 400 m Hürden 57,3 s (1973)
  • Hochsprung: 1,77 m (1971)
  • Weitsprung: 6,10 m (1973)
  • Kugelstoßen: 12,93 m (1973)
  • Fünfkampf: 5024 Punkte (1971) nach der 1971er-Tabelle (14,0 s / 12,26 m / 1,75 m / 6,02 m / 24,6 s)

Mit der österreichischen Nationalmannschaft nahm Sykora an den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles teil[2]. Sie spielten mit ihrer Nichte Karin Prokop und belegten am Ende den sechsten une letzten Rang.

1975 erhielt sie das Sportehrenzeichen der Stadt St. Pölten.

  • Erich Kamper und Karl Graf: Österreichs Leichtathletik in Namen und Zahlen. Graz 1986, ISBN 3-7011-7169-6

Einzelnachweise

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  1. Ein Leben im Zeichen der Jugend. (Memento vom 17. Oktober 2007 im Internet Archive). PDF, anlässlich des 60. Geburtstages von Maria Sykora, abgerufen am 20. Februar 2011.
  2. Maria Sykora, olympedia.org, abgerufen am 5. März 2021.