March 811
March 811 | ||||||||||||||||||
| Konstrukteur: | ||||||||||||||||||
| Designer: | Robin Herd Gordon Coppuck Adrian Reynard | |||||||||||||||||
| Nachfolger: | March 821 | |||||||||||||||||
| Technische Spezifikationen | ||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Chassis: | Aluminium | |||||||||||||||||
| Radstand: | 2692 mm | |||||||||||||||||
| Gewicht: | 582–632 kg | |||||||||||||||||
| Reifen: | Michelin, Avon | |||||||||||||||||
| Statistik | ||||||||||||||||||
| Fahrer: | 17. 17. 18. | |||||||||||||||||
| Erster Start: | Großer Preis der USA West 1981 | |||||||||||||||||
| Letzter Start: | Großer Preis von Kanada 1981 | |||||||||||||||||
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| WM-Punkte: | — | |||||||||||||||||
| Podestplätze: | — | |||||||||||||||||
| Führungsrunden: | — | |||||||||||||||||
| Grand Prix | 811 RM01 | 811 RM02 | 811 RM03 | 811 RM04 | 811 RM05 | 811 RM06 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Derek Daly | Eliseo Salazar | |||||
| Derek Daly | Eliseo Salazar | |||||
| Derek Daly | Eliseo Salazar | |||||
| Derek Daly | Eliseo Salazar | |||||
| Eliseo Salazar | Derek Daly | |||||
| Eliseo Salazar | Derek Daly | |||||
| Derek Daly | ||||||
| Derek Daly | ||||||
| Derek Daly | ||||||
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| Derek Daly | ||||||
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| Derek Daly | ||||||
| Derek Daly | ||||||
Renneinsätze
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Formel-1-Weltmeisterschaft
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In der Formel-1-Saison 1981 wurden die March 811 vom March Grand Prix Team eingesetzt, bei dem es sich tatsächlich um das Team RAM Racing handelte. Der Rennstall wurde bei den meisten Rennen des Jahres von der irischen Guinness-Brauerei gefördert. Die Autos waren schwarz lackiert und trugen Sponsorenschriftzüge in weißer Farbe.
Das Team begann die Saison mit zwei Fahrern. Für das erste Auto verpflichtete RAM den chilenischen Formel-1-Debütanten Eliseo Salazar. Das zweite Auto wollte Robin Herd an den Italiener Teo Fabi geben; RAM-Teamchef John Macdonald setzte allerdings den Iren Derek Daly durch. Macdonald bedauerte diese Wahl später öffentlich.[9]
Das Team debütierte beim Großen Preis von Südafrika 1981, einem Rennen, das keinen Weltmeisterschaftsstatus hatte. Hier gingen aus politischen Gründen nur die in der FOCA organisierten Teams an den Start; Ferrari, Alfa Romeo, Osella und Renault fehlten. In einem aus nur 18 Fahrern bestehenden Umfeld kam Daly als 11 und Letzter ins Ziel; Salazar fiel nach 18 Runden infolge eines Getriebedefekts aus.
Fünf Wochen später begann mit dem Großen Preis der USA West die Weltmeisterschaft. Salazar wurde zu den ersten sechs Weltmeisterschaftsläufen gemeldet. Er qualifizierte sich nur für den Großen Preis von San Marino; bei allen anderen Rennen scheiterte er an der Qualifikation oder der Vorqualifikation. In Imola schied er nach 38 vollendeten Runden infolge eines Motordefekts aus. Nach zwei weiteren Nichtqualifikationen gab Salazar sein Engagement bei RAM auf und wechselte zusammen mit seinem Sponsor zum Konkurrenzteam Ensign. Nach Salazars Weggang wurde das zweite March-Chassis nicht erneut vergeben; das Team setzte die Saison mit nur einem Auto fort.
Daly bestritt alle Rennen der Saison 1981 für RAM. Zu Saisonbeginn fuhr er je zweimal die Chassis RM01, RM02 und RM03. Mit keinem der Chassis gelang ihm eine Qualifikation. Erst als er zum Großen Preis von Spanien das zuvor von Salazar genutzte Chassis RM04 übernahm, qualifizierte er sich erstmals für ein Rennen. In Spanien wurde er mit fünf Runden Rückstand 16. Ab dem Großen Preis von Großbritannien hatte Daly Zugriff auf das neue, von Adrian Reynard überarbeitete Chassis RM06, das mit Reifen von Avon ausgerüstet war. Mit dem neuen Chassis gelang Daly (abgesehen vom letzten Saisonrennen in Las Vegas) regelmäßig die Qualifikation. Sein bester Startplatz war Position 17 in Großbritannien; hier erzielte er mit dem siebten Endrang das beste Ergebnis des Teams in diesem Jahr. Das Auto war allerdings weiterhin unzuverlässig. Vier Ausfälle waren auf Defekte im Technikbereich zurückzuführen.
RAM Racing erzielte mit dem March 811 keinen Weltmeisterschaftspunkt.
Britische Formel-1-Meisterschaft 1982
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Colin Bennett Racing brachte den 811 RM05 in der ersten Hälfte des Jahres 1982 mit dem italienischen Rennfahrer Val Musetti in der Britischen Formel-1-Meisterschaft an den Start. Die Meisterschaft bestand aus fünf auf britischen Rundkursen ausgetragenen Rennen. Im Laufe des Jahres nahmen sieben Teams mit insgesamt 10 Fahrern an der Serie teil. Musetti bestritt die ersten drei Rennen der Saison. Beim International Gold Cup in Oulton Park fiel Musetti technisch bedingt aus. Die anschließende Caribbean Airways Trophy in Brands Hatch, an der nur sechs Fahrer teilnahmen, beendete Musetti als Dritter, und bei der Rivet Supply Trophy in Thruxton kam er als Zweiter ins Ziel. Die verbleibenden zwei Rennen der britischen Formel-1-Meisterschaft ließ Musetti aus.
Can-Am-Serie 1982
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Colin Bennett Racing
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Sommer 1982 verließ Colin Bennett Racing die britische Formel-1-Meisterschaft und engagierte sich stattdessen in der nordamerikanischen Cam-Am-Serie. Dort waren Fahrzeuge mit 5,0 Liter großen, von Serienmotoren abgeleiteten Achtzylindertriebwerken ebenso zugelassen wie Formel-1-Autos mit 3,0 Liter großen Rennmotoren. Colin Bennett Racing trat im Sommer 1982 zu zwei Rennen dieser Serie an. Das Team meldete jeweils den March 811 RM05 für Val Musetti und den 811 RM06 für Arnold Glass. Das Team debütierte beim vierten Saisonrennen in Elkhart Lake. Musetti qualifizierte sich als bester Pilot mit einem 3,0-Liter-Auto für den Startplatz neun. Er beendete das Rennen nicht, weil in der neunten Runde die Kraftübertragung brach. Glass ging von Position 28 aus ins Rennen und kam als 17. ins Ziel.[13] Beim anschließenden Rennen im kanadischen Trois-Rivières verpasste Glass die Qualifikation, während Musetti Startplatz 12 belegte. Auch dieses Rennen beendete Musetti nicht.[14] Danach gab Colin Bennett Racing die Beteiligung an der Can-Am-Serie auf.
Gordon Lightfoot Racing
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Rennen in Trois-Rivières verkaufte Colin Bennett den March 811 RM05 an das kanadische Team Gordon Lightfoot Racing. Es ging bei den letzten vier Saisonrennen jeweils mit John Graham an den Start. Graham kam bei allen Rennen ins Ziel. Sein bestes Ergebnis war Platz acht beim Abschlussrennen in Laguna Seca Raceway.[15]
Rennergebnisse in der Formel 1
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Fahrer | Nr. | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | Punkte | Rang |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Formel-1-Saison 1981 | 0 | - | ||||||||||||||||
| 17 | DNQ | DNQ | DNQ | DNF | DNQ | DNPQ | ||||||||||||
| 16 | DNF | 7 | DNF | 11 | DNF | DNF | 8 | DNQ | ||||||||||
| 18 | DNQ | DNQ | DNQ | DNQ | DNQ | DNPQ | ||||||||||||
| Legende | ||
|---|---|---|
| Farbe | Abkürzung | Bedeutung |
| Gold | – | Sieg |
| Silber | – | 2. Platz |
| Bronze | – | 3. Platz |
| Grün | – | Platzierung in den Punkten |
| Blau | – | Klassifiziert außerhalb der Punkteränge |
| Violett | DNF | Rennen nicht beendet (did not finish) |
| NC | nicht klassifiziert (not classified) | |
| Rot | DNQ | nicht qualifiziert (did not qualify) |
| DNPQ | in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify) | |
| Schwarz | DSQ | disqualifiziert (disqualified) |
| Weiß | DNS | nicht am Start (did not start) |
| WD | zurückgezogen (withdrawn) | |
| Hellblau | PO | nur am Training teilgenommen (practiced only) |
| TD | Freitags-Testfahrer (test driver) | |
| ohne | DNP | nicht am Training teilgenommen (did not practice) |
| INJ | verletzt oder krank (injured) | |
| EX | ausgeschlossen (excluded) | |
| DNA | nicht erschienen (did not arrive) | |
| C | Rennen abgesagt (cancelled) | |
| keine WM-Teilnahme | ||
| sonstige | P/fett | Pole-Position |
| 1/2/3/4/5/6/7/8 | Punktplatzierung im Sprint-/Qualifikationsrennen | |
| SR/kursiv | Schnellste Rennrunde | |
| * | nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet | |
| () | Streichresultate | |
| unterstrichen | Führender in der Gesamtwertung | |
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- David Hodges: A–Z of Grand Prix Cars 1906–2001, 2001 (Crowood Press), ISBN 1-86126-339-2 (englisch)
- David Hodges: Rennwagen von A–Z nach 1945, Motorbuch Verlag Stuttgart 1993, ISBN 3-613-01477-7
- Mike Lawrence: March, The Rise and Fall of a Motor Racing Legend. MRP, Orpington 2001, ISBN 1-899870-54-7.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 David Hodges: A–Z of Grand Prix Cars 1906–2001, 2001 (Crowood Press), ISBN 1-86126-339-2, S. 147.
- 1 2 3 4 David Hodges: Rennwagen von A–Z nach 1945, Motorbuch Verlag Stuttgart 1993, ISBN 3-613-01477-7, S. 165.
- ↑ David Hodges: A–Z of Grand Prix Cars 1906–2001, 2001 (Crowood Press), ISBN 1-86126-339-2, S. 196.
- 1 2 3 Mike Lawrence: March, The Rise and Fall of a Motor Racing Legend. MRP, Orpington 2001, ISBN 1-899870-54-7, S. 136.
- ↑ David Hodges: A–Z of Grand Prix Cars 1906–2001, 2001 (Crowood Press), ISBN 1-86126-339-2, S. 241.
- 1 2 Mike Lawrence: March, The Rise and Fall of a Motor Racing Legend. MRP, Orpington 2001, ISBN 1-899870-54-7, S. 260.
- 1 2 Mike Lawrence: March, The Rise and Fall of a Motor Racing Legend. MRP, Orpington 2001, ISBN 1-899870-54-7, S. 141.
- ↑ David Hodges: Rennwagen von A–Z nach 1945, Motorbuch Verlag Stuttgart 1993, ISBN 3-613-01477-7, S. 166.
- 1 2 Mike Lawrence: March, The Rise and Fall of a Motor Racing Legend. MRP, Orpington 2001, ISBN 1-899870-54-7, S. 137.
- 1 2 3 Mike Lawrence: March, The Rise and Fall of a Motor Racing Legend. MRP, Orpington 2001, ISBN 1-899870-54-7, S. 139.
- ↑ FAHRER-WM: Immer schlechter. In: Der Spiegel. Nr. 3/1982, 18. Januar 1982 (spiegel.de).
- ↑ Übersicht über die einzelnen Chassis auf der Internetseite www.oldracingcars.com (abgerufen am 17. April 2014).
- ↑ Statistik des Can-Am-Rennens in Elkhard Lake auf der Internetseite www.oldracingcars.com (abgerufen am 25. April 2014).
- ↑ Statistik des Can-Am-Rennens in Trois-Rivières auf der Internetseite www.oldracingcars.com ( des vom 26. April 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (abgerufen am 25. April 2014).
- ↑ Statistik des Can-Am-Rennens in Laguna Seca auf der Internetseite www.oldracingcars.com ( des vom 2. April 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (abgerufen am 25. April 2014).

