Marc Huster wuchs in Lübbenau auf und begann dort 1981 mit dem Gewichtheben. Da er durch sein großes Talent schnell auffiel, wurde er 1983 an die Kinder- und Jugendsportschule in Dresden delegiert. Bei den Junioren stellten sich bald die ersten Erfolge ein. 1989 und 1990 errang Huster gute Platzierungen bei den Junioren-Europameisterschaften und Junioren-Weltmeisterschaften. Bei den Senioren konnte er an seine Erfolge anknüpfen. Marc Huster wurde im Laufe seiner zehnjährigen Laufbahn mehrmals Welt- und Europameister und gewann bei den Olympischen Spielen 1996 und 2000 zwei olympische Silbermedaillen. Beide Male musste er hier seinem Dauerrivalen und Freund Pyrros Dimas den Vortritt lassen. Bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney entschied dabei nur sein gegenüber dem Griechen um 160 g höheres Körpergewicht, nachdem beide das gleiche Zweikampfresultat erbracht hatten.
Für den Gewinn der Silbermedaillen bei den Olympischen Sommerspielen 1996 und 2000 wurde er mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.
Marc Huster war ein ausgesprochenes „Show“-Talent. Durch seine sympathische, freundliche Art hat er in den 1990er Jahren viel zur Popularität des Gewichthebens in Deutschland beigetragen. Als er schließlich 2002 verletzungsbedingt zurücktreten musste, hinterließ er eine große Lücke. Die Vereine, für die er in der Bundesliga startete, waren der SV „Blaue Schwerter“ Meißen, der Chemnitzer AC und der Riesaer AC.
Nach dem Abitur 1990 begann Marc Huster zunächst ein Medizinstudium, welches er aber ein Jahr darauf zugunsten seiner sportlichen Karriere wieder aufgab. Von 1991 bis 1994 machte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn absolvierte Marc Huster ein Studium im Fachbereich Sport-, Veranstaltungs- und Marketingmanagement an der Staatlichen Studienakademie Riesa mit dem Abschluss Diplom-Betriebswirt (BA). Seit 1997 arbeitet Huster als Kommentator für den TV-Sender Eurosport, wo er hauptsächlich Übertragungen vom Gewichtheben kommentiert. Seit 2002 arbeitet er auch für den Mitteldeutschen Rundfunk.
(OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, EM = Europameisterschaft, Mi = Mittelgewicht, bis 75kg bzw. 77kg Körpergewicht, Ls = Leichtschwergewicht, bis 82,5kg, 83kg und 85kg, Ms = Mittelschwergewicht, bis 90kg, 91kg und 94kg)
1989, 5. Platz, Junioren-EM in Sarajevo, Mi. mit 317,5kg;
1990, 4. Platz, Junioren-WM in Sarajevo, Mi, mit 317,5kg;
1990, 4. Platz, Int. Turnier in Meißen, Mi, mit 320kg, hinter Fjodor Kasapu, UdSSR, 355kg, Georgy Slakow, Bulgarien, 327,5kg und Andrzej Cofalik, Polen, 322,5kg;
1991, 3. Platz, EG-Meisterschaften in Lissabon, Ls, mit 335kg, hinter Cedric Plancon, Frankreich, 330kg und Juan Carlos, Spanien, 330kg;
1991, 7. Platz, EM in Władysławowo/Polen, Ls, mit 335kg, Sieger Altym. Orandurdyew, UdSSR, 375kg, vor Plamen Bratoitschew, Bulgarien, 360kg;
1991, 4. Platz, WM in Donaueschingen, Ls, mit 355kg, hinter Ibrahim Samadow, UdSSR, 367,5kg, Alexander Blyschtschik, UdSSR, 367,5kg und Bratoitschew, 357,5kg;
1992, 1. Platz, EG-Meisterschaft in Rom, Ls, mit 355kg, vor David Morgan, Großbritannien, 347,5kg und Stephane Sageder, Frankreich, 335kg;