Zum Inhalt springen

Marc Goossens

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Marc Goossens in der SRT Viper GTS-R beim Qualifikationstraining zum Petit Le Mans 2012

Marc Goossens (* 30. November 1969 in Lommel) ist ein belgischer Autorennfahrer.

Karriere im Motorsport

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marc Goossens, von seinen Rennfahrerkollegen The Goose genannt, war in den späten 1980er-Jahren mehrmals belgischer Meister im Kartsport, bevor er 1989 mit dem Monopostosport begann. Die ersten Jahre seiner Karriere verbrachte er in der Formel Ford; 1991 sicherte er sich den Gesamtsieg in der britischen Meisterschaft[1]. 1992 wechselte er in die Formel 3 und beendete 1993 die britische Meisterschaft hinter Kelvin Burt und Oliver Gavin als Gesamtdritter[2].

Zwischen 1994 und 2001 war Goossens in der Internationalen Formel-3000-Meisterschaft aktiv. Zweimal, 1995 (hinter Vincenzo Sospiri und Ricardo Rosset, punktegleich mit Kenny Bräck) und 1996 (hinter Jörg Müller und Bräck), wurde er Gesamtdritter dieser Meisterschaft.

Goossens ging in der Formel Nippon an den Start und im Sprint Cup der NASCAR. Seine größten Erfolge erzielte er jedoch im Sportwagen. Zwischen 1996 und 2015 war er bei 222 GT- und Sportwagenrennen am Start; 20 Gesamt- und 9 Klassensiege konnte er feiern. Seinen ersten Sieg erzielte er 1997 beim 24-Stunden-Rennen von Zolder (Partner Patrick Huisman und Vincent Vosse)[3]; seinen bisher letzten beim 3-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2012, einem Wertungslauf der Blancpain Endurance Series 2012. Dazwischen lagen Einsätze in der European- und American Le Mans Series, der FIA-GT-Meisterschaft und bei nationalen GT- und Sportwagenrennen.

Sein Debüt beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans gab er 1996; seine beste Platzierung im Schlussklassement war der vierte Rang 1997. Beim 12-Stunden-Rennen von Sebring fuhr er 2002 den dritten Rang ein.

Le-Mans-Ergebnisse

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1996 Racing for Belgium Ferrari 333SP Eric van de Poele Éric Bachelart Ausfall Unfall
1997 Frankreich Courage Compétition Courage C41 Frankreich Didier Cottaz Frankreich Jérôme Policand Rang 4
1998 Frankreich Courage Compétition Courage C51 Frankreich Didier Cottaz Frankreich Jean-Philippe Belloc Ausfall Getriebeschaden
1999 Japan Nissan Motorsports Courage C52 Frankreich Didier Cottaz Schweden Fredrik Ekblom Rang 8
2000 Frankreich Team DAMS Cadillac Northstar LMP Dänemark Kristian Kolby Frankreich Christophe Tinseau Ausfall Motorbrand
2001 Frankreich DAMS Cadillac Northstar LMP Frankreich Éric Bernard Frankreich Emmanuel Collard Ausfall Unfall
2002 Vereinigte Staaten Riley & Scott Racing Riley & Scott Mk IIIC Vereinigte Staaten Jim Matthews Didier Theys Ausfall Motorschaden
2003 Vereinigte Staaten Riley & Scott Racing Riley & Scott Mk IIIC Vereinigte Staaten Jim Matthews Frankreich Christophe Tinseau Ausfall Motorschaden
2008 Vereinigtes Königreich Creation Autosportif Creation CA07 Vereinigtes Königreich Johnny Mowlem Vereinigtes Königreich Stuart Hall Rang 24
2010 Vereinigte Staaten Jaguar Rocketsports Racing Jaguar XKR GT2  Paul Gentilozzi  Ryan Dalziel Ausfall Motorschaden
2011 Prospeed Competition Porsche 997 GT3 RSR Deutschland Marco Holzer Niederlande Jaap van Lagen Rang 23
2013 Vereinigte Staaten SRT Motorsports SRT Viper GTS-R Deutschland Dominik Farnbacher Vereinigtes Königreich Ryan Dalziel Rang 24
2016 Murphy Prototypes Oreca 03R Niederlande Jeroen Bleekemolen Vereinigte Staaten Ben Keating Rang 34

Sebring-Ergebnisse

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2002 Vereinigte Staaten Riley & Scott Racing Riley & Scott Mk IIIC Vereinigtes Königreich Guy Smith Vereinigte Staaten Jim Matthews Rang 3
2003 Vereinigte Staaten Jim Matthews Racing Riley & Scott Mk IIIC Dänemark Jan Magnussen Vereinigte Staaten Jim Matthews Ausfall Aufhängung
2005 Niederlande Spyker Squadron Spyker C-8 Spyder GT2 R Niederlande Tom Coronel Niederlande Donny Crevels Ausfall Mechanik
2008 Vereinigte Staaten LG Motorsports Chevrolet Corvette C6.R Vereinigte Staaten Doug Peterson Vereinigte Staaten Lou Gigliotti Ausfall Motor überhitzt
2010 Vereinigte Staaten Jaguar RSR Jaguar XKRS Vereinigte Staaten Paul Gentilozzi Vereinigtes Königreich Ryan Dalziel Ausfall Kühler
2013 Vereinigte Staaten SRT Motorsports SRT Viper GTS-R Deutschland Dominik Farnbacher Vereinigtes Königreich Ryan Dalziel Rang 19
2014 Vereinigte Staaten SRT Motorsports SRT Viper GTS-R Deutschland Dominik Farnbacher Vereinigte Staaten Ryan Hunter-Reay Rang 18
2015 Vereinigte Staaten Riley Motorsports Dodge Viper SRT GT3-R Vereinigte Staaten Ben Keating Vereinigte Staaten Al Carter Vereinigte Staaten Cameron Lawrence Rang 19
2016 Vereinigte Staaten VisitFlorida.com Racing Oreca 05 Vereinigte Staaten Ryan Dalziel Vereinigte Staaten Ryan Hunter-Reay Rang 5
2017 Vereinigte Staaten VisitFlorida Racing Multimatic Riley Niederlande Renger van der Zande Deutschland René Rast Rang 36

Einzelergebnisse in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9
2013 SRT Motorsports SRT Viper GTS-R  SIL  SPA  LEM  SAO  AUS  FUJ  SHA  BAH
24
2016 Murphy Prototypes Oreca 03  SIL  SPA  LEM  NÜR  MEX  AUS  FUJ  SHA  BAH
34
Commons: Marc Goossens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Britische Formel-Ford-Meisterschaft 1991
  2. Britische Formel-3-Meisterschaft 1993
  3. 24-Stunden-Rennen von Zoller 1997