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Marc-Kevin Goellner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Marc-Kevin Goellner Tennisspieler
Marc-Kevin Goellner
Marc-Kevin Goellner
Goellner 1994 bei den French Open
Nation: Deutschland Deutschland
Geburtstag: 22. September 1970
Größe: 196 cm
1. Profisaison: 1991
Rücktritt: Vermutlich 2004
Spielhand: Rechts
Preisgeld: 2.700.795 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 160:194
Karrieretitel: 2
Höchste Platzierung: 26 (4. April 1994)
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:000000
Australian Open 2R (1993, 1997)
French Open AF (1993)
Wimbledon 2R (1995, 1998)
US Open 3R (1993, 1994)
Doppel
Karrierebilanz: 188:173
Karrieretitel: 4
Höchste Platzierung: 25 (20. Juli 1998)
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:000000
Australian Open AF (1996, 1998)
French Open F (1993)
Wimbledon HF (1994, 1995)
US Open AF (1999)
Olympische Spiele
Olympische Medaillen:
Bronze Atlanta 1996 Doppel
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Marc-Kevin Goellner (* 22. September 1970 in Rio de Janeiro, Brasilien) ist ein ehemaliger deutscher Tennisspieler.

Goellner wuchs in Brasilien als Sohn eines Diplomaten auf und wurde erst mit 16 Jahren in Deutschland wohnhaft. Zunächst lebte er mit seinen Eltern in Bonn und spielte beim HTC Schwarz-Weiss Bonn Tennis. Der Familienname seiner Eltern ist Göllner. Da den brasilianischen Behörden Umlaute unbekannt sind, wurde sein Nachname mit oe statt mit ö in die Geburtsurkunde eingetragen. Marc-Kevin Goellner ist verheiratet und hat zwei Kinder. 1995 sagte er sich öffentlich von seinen Eltern los und warf ihnen vor, ihm schaden zu wollen. Goellners Eltern, die zu diesem Zeitpunkt keinen Kontakt mehr zu ihrem Sohn pflegten,[1] hatten dessen Verhältnis zu seinem Trainer, Berater und Manager Andreas Maurer[2] mit einer sektenähnliche Abhängigkeit verglichen.[3] Goellner hatte im August 1993 geäußert, Maurer sei „der beste Trainer der Welt für mich“.[2] Beim Deutschen Tennis-Bund stieß Goellner auf Unverständnis, als er 1993 forderte, Trainer Maurer sowie seine beiden Physiotherapeutinnen zu einem Spiel im Davis Cup mitbringen zu dürfen.[2]

Im Jahr 1993 gewann er in Nizza sein erstes Turnier im Einzel, mit David Prinosil erreichte er das Finale der French Open im Doppel. Im gleichen Jahr gewann er mit der deutschen Mannschaft den Davis Cup und kletterte um über 400 Plätze in der Weltrangliste. 1996 gewann er zusammen mit seinem Doppelpartner Prinosil die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Atlanta. Für den Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Atlanta wurde er – wie alle anderen deutschen Medaillengewinner – vom Bundespräsidenten mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[4]

Insgesamt gewann Goellner zwei Einzel- und vier Doppeltitel. Seine höchste Position in der Tennis-Weltrangliste war Platz 26 im Einzel und Platz 25 im Doppel. Sein Markenzeichen war die verkehrt herum aufgesetzte Baseball-Kappe.

Ab dem Jahr 2004 betrieb Goellner zusammen mit seinem Trainer Andreas Maurer in Köln eine eigene Tennisakademie, die New Tennis Generation (NTG). Dort bot er professionelles Training und Unterstützung auf dem Weg zum Tennisprofi an. Seit 2009 betreibt er seine eigene Tennisakademie, die MKG Tennis-Akademie in Köln.[5]

Seit Anfang 2015 spielt Goellner bei den Herren 40 (1. Verbandsliga) im Verein TTC Brauweiler.[6]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
Tennis Masters Cup
ATP Masters Series
ATP Championship Series
ATP International Series Gold
ATP World Series
ATP International Series (6)
ATP Challenger Series (6)
ATP-Titel nach Belag
Hartplatz (2)
Sand (3)
Rasen
Teppich (1)
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 12. April 1993  Nizza Sand  Ivan Lendl 1:6, 6:4, 6:2
2. 30. September 1996  Marbella Sand  Àlex Corretja 7:64, 7:62
Challenger Tour
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Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 17. Mai 1992  Antwerpen Sand  Massimo Ardinghi 4:6, 6:3, 7:5
2. 21. Juni 1992  Halle Sand  Thomas Enqvist 6:3, 2:6, 7:6
3. 17. August 2003  Buxoro Hartplatz  Marcos Baghdatis 7:5, 6:72, 7:64

Finalteilnahmen

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Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 15. September 1996  Bournemouth Sand  Albert Costa 7:65, 2:6, 2:6
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 24. Februar 1992  Rotterdam Teppich  David Prinosil  Paul Haarhuis
 Mark Koevermans
6:2, 6:7, 7:6
2. 23. August 1993  Long Island Hartplatz Deutschland David Prinosil  Arnaud Boetsch
 Olivier Delaître
6:7, 7:5, 6:2
3. 9. September 1996  Bournemouth Sand  Greg Rusedski  Rodolphe Gilbert
 Nuno Marques
6:3, 7:6
4. 3. November 1997  Stockholm Hartplatz  Richey Reneberg  Ellis Ferreira
 Patrick Galbraith
6:3, 3:6, 7:6
Challenger Tour
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Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 13. Oktober 1991  Casablanca Sand  Bertrand Madsen  Tarik Benhabiles
 Gustavo Garetto
6:0, 6:2
2. 14. Juni 1992  Köln Sand  Bernd Karbacher  Brian Devening
 Murphy Jensen
6:4, 6:7, 6:1
3. 4. Juli 2004  Montauban Sand  Álex López Morón  Brian Dabul
 Ignacio González King
6:3, 5:7, 7:63

Finalteilnahmen

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Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 6. Juni 1993  French Open Sand  David Prinosil  Luke Jensen
 Murphy Jensen
4:6, 7:6, 4:6
2. 20. Juni 1993  Halle (1) Rasen  Mike Bauer  Petr Korda
 Cyril Suk
6:7, 7:5, 3:6
3. 5. März 1995  Mexiko-Stadt Sand  Diego Nargiso  Javier Frana
Leonardo Lavalle
5:7, 3:6
4. 9. April 1995  Estoril Sand Diego Nargiso Jewgeni Kafelnikow
Andrei Olchowski
7:5, 5:7, 2:6
5. 12. Oktober 1997  Wien Teppich (i) Deutschland David Prinosil  Ellis Ferreira
 Patrick Galbraith
3:6, 4:6
6. 14. Juni 1998 Deutschland Halle (2) Rasen  John-Laffnie de Jager  Ellis Ferreira
 Rick Leach
6:4, 4:6, 6:7
7. 7. März 1999  Kopenhagen Hartplatz (i) Deutschland David Prinosil Russland Andrei Olchowski
 Maks Mirny
7:6, 6:7, 1:6
8. 13. Juni 1999  Meran Sand  Eric Taino  Lucas Arnold Ker
 Jaime Oncins
4:6, 6:7
9. 3. Oktober 1999  Bukarest (1) Sand  Francisco Montana Lucas Arnold Ker
 Martín Alberto García
3:6, 6:2, 3:6
10. 1. Oktober 2000  Palermo Sand  Pablo Albano  Tomás Carbonell
Martín Alberto García
kampflos
11. 16. September 2001 Bukarest (2) Sand Pablo Albano  Aleksandar Kitinov
 Johan Landsberg
4:6, 7:65, 6:10

Grand-Slam-Resultate Einzel

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Angegeben ist immer die erreichte Runde

Turnier20042003200220012000199919981997199619951994199319921991Karriere
Australian Open - - - - - - 1 2 1 1 - 2 - - 2
French Open - - - 1 - - 2 1 1 2 1 AF - - AF
Wimbledon - - - - - - 2 1 1 2 1 1 - - 2
US Open - - - - - - 1 1 - 2 3 3 2 - 3

Grand-Slam-Resultate Doppel

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Angegeben ist immer die erreichte Runde

Turnier20042003200220012000199919981997199619951994199319921991Karriere
Australian Open - - - - - 2 3 2 3 2 - 1 - - 3
French Open - - - 1 1 - 3 - 1 1 2 F 1 - F
Wimbledon - - 1 2 2 1 2 1 3 HF HF - - - HF
US Open - - - 1 1 3 1 - - - - 2 - - 3
Commons: Marc-Kevin Goellner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Goellners Rückkehr zur Geduld. (PDF) In: Hamburger Abendblatt. 9. Mai 1995, archiviert vom Original am 29. August 2023; abgerufen am 29. August 2023.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. 1 2 3 Goellner schlägt zurück. (PDF) In: Hamburger Abendblatt. 27. August 1993, archiviert vom Original am 1. September 2023; abgerufen am 31. August 2023.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. „Das lässt sich nur noch mit der Abhängigkeit in einer Sekte vergleichen“. (PDF) In: Hamburger Abendblatt. 26. August 1993, archiviert vom Original am 1. September 2023; abgerufen am 31. August 2023.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. 7. Sportbericht der Bundesregierung vom 26. Oktober 1999 an den Bundestag, Drucksache 14/1859, Seite 55, --- wurden die Medaillengewinner der Olympischen und Paralympischen Spiele 1994 und 1998 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet ---
  5. Archivierte Kopie (Memento vom 8. September 2012 im Internet Archive)
  6. Meldeliste Herren 40 auf der Website des Tennisverbandes Mittelrhein, abgerufen am 20. Mai 2015