Manfred Riedl
Manfred Riedl (* 30. Juni 1924 in Auerbach/Vogtl; † 3. Juni 1999 ebenda) war ein deutscher Maler und Grafiker im Vogtland.
Leben und Werk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Riedl absolvierte von bis 1940 eine Lehre als Textilzeichner und studierte von 1940 bis 1942 an der Staatlichen Kunst- und Fachschule für Textilindustrie Plauen. Er wurde dann zur Wehrmacht eingezogen, nahm am Zweiten Weltkriegs teil und geriet in Kriegsgefangenschaft.
Nach der Entlassung arbeitete er in Auerbach selbstständig als Gardinenentwerfer und von 1949 bis 1952 bei der SDAG Wismut als Reklame- und Schriftmaler. Von 1952 bis 1957 studierte er bei Erich Fraaß und Rudolf Bergander an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Nach dem Diplom arbeitete er bis 1961 in Auerbach freischaffend als Maler und Grafiker. Bilder Riedls wurden u. a. vom Ministerium für Kultur, vom Bundesvorstand des FDGB, vom DTSB und von den Raten der Bezirke Karl-Marx-Stadt und Dresden angekauft.
Von 1961 bis 1987 war Riedl Dozent an der Fachschule für Angewandte Kunst Schneeberg. Er hatte eine große Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, in der DDR u. a. 1958/1959 und 1962/1963 an der Vierten und Fünften Deutschen Kunstausstellung in Dresden.
Mitgliedschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1957 bis 1990 Verband Bildender Künstler der DDR
- ab 1990 Sächsischer Künstlerbund e. V. im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler
- ab 1994 Vogtländischer Kunstverein Göltzschtal e. V.
Ehrung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1962: Kunstpreis des Bezirks Karl-Marx-Stadt
- 1965: Medaille für ausgezeichnete Leistung
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]„Das zentrale Thema Manfred Riedl's war die Landschaft des Vogtlands und Erzgebirges in ihrem jahreszeitlichen Wechsel. In seinen Bildkompositionen erlebt der Betrachter die Weite und Tiefe von Tälern, Höhenzügen und vertrauten Ansiedlungen … Die eindrucksvollen Reisebilder seiner letzten Jahre offenbaren eine stärkere Abhebung von der Natur durch abstraktere Formen und expressive Farbkontraste.“
Helmut Schubert, Kunstwissenschaftler (1923–2017)
Werkbeispiele
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Erzbergbau (1949; Öl, 75 × 140 cm; Deutsches Bergbau-Museum Bochum)[1]
- Blick ins obere Erzgebirge (Öl, 75 × 100 cm)
- Am Aschberg (1956; Öl, 42 × 58 cm, Kunstarchiv Beeskow)
- Fischerboot (Öl; 1957 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung)[2]
- Frauenkopf (Öl; 1957 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung)
- Schneereste (Öl; 1958 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung)
- Rotes Haus im Winter (Öl; 1958 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung)
- Bildnis Bernd (Öl; 1958 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung)
- Wismutkumpel (1958; Öl, 68 × 45 cm; auf der Vierten Deutschen Kunstausstellung)[3]
- Vogtlandwinter (1958 Öl; Vogtlandmuseum Plauen)
- Talsperrenbau Pöhl (1961; Öl; Vogtlandmuseum Plauen)
- Große Aschbergschanze (1962; Öl)[4]
- Getreideernte im Vogtland (1962; Öl)[5]
- Studentenblumen (1988; Öl)[6]
Weblink
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ https://nat.museum-digital.de/singleimage?resourcenr=1278930
- ↑ Abbildung im Katalog
- ↑ Manfred Unbekannter Fotograf; Riedl: Wismut-Kumpel. 1958, abgerufen am 24. August 2022.
- ↑ Rudolph; Riedl Kramer: Große Aschbergschanze (Klingenthal). 1962, abgerufen am 24. August 2022.
- ↑ Rudolph; Riedl Kramer: Getreideernte im Vogtland. 1962, abgerufen am 24. August 2022.
- ↑ Manfred Riedl, Studentenblumen — Katalog Auktion 97 | Foto in hoher Qualität herunterladen | Design, Poster, Los 4255 zu einem günstigen Preis kaufen. Abgerufen am 24. August 2022.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Riedl, Manfred |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler |
| GEBURTSDATUM | 30. Juni 1924 |
| GEBURTSORT | Auerbach/Vogtl |
| STERBEDATUM | 3. Juni 1999 |
| STERBEORT | Auerbach/Vogtl |