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Manfred Mixner

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Manfred Mixner (* 13. Juni 1947 in Graz) ist ein österreichischer Schriftsteller und ehemaliger Kulturredakteur bzw. Rundfunkredakteur mit dem Schwerpunkt Literatur- und Medienwissenschaft.

Manfred Mixner wurde am 13. Juni 1947 als Sohn einer Berlinerin in Graz geboren, wo er die Schule besuchte und an der Universität Graz Germanistik und Geschichte studierte. Ab 1970 arbeitete er als Kulturredakteur bei der Grazer Tageszeitung Neue Zeit und wirkte ab 1972 als Mitarbeiter am Schauspielhaus Graz sowie ab demselben Jahr als freier Mitarbeiter beim Radio. Als Nachfolger von Alfred Holzinger übernahm er im Jahr 1979 die Leitung der Kulturabteilung des ORF-Landesstudios Steiermark und hatte diese Position bis 1984 inne. Im Anschluss leitete er von 1984 bis 1986 die Abteilung „Literatur und Hörspiel“ des Radiosenders Ö1 in Wien. Von 1987 bis zu seiner Pensionierung 2002 übernahm er die Leitung der Hörspielabteilung des Senders Freies Berlin (auf SFB 3).

Mixner war dem Forum Stadtpark und seinen Autoren früh verbunden und unterstützte den Aufstieg der Grazer Gruppe in den 1970er-Jahren persönlich wie publizistisch. Vor allem in seiner Funktion als Hörspielregisseur und Literaturchef des ORF Steiermark Anfang der 1980er-Jahre ermöglichte er zahlreichen namhaften Künstlern den Zugang zu einer breiteren Öffentlichkeit. Er gestaltete zahlreiche Rundfunksendungen und führte bei bedeutenden Hörspielproduktionen, insbesondere von österreichischen Schriftstellern, Regie.

Darüber hinaus war er als Herausgeber und Autor von Büchern, Aufsätzen und Vorträgen zu Autoren der Grazer Gruppe tätig, darunter Wolfgang Bauer, Helmut Eisendle, Gunter Falk, Barbara Frischmuth, Reinhard P. Gruber, Bernhard Hüttenegger, Elfriede Jelinek, Gert Jonke, Alfred Kolleritsch, Gerhard Roth und Alfred Paul Schmidt, ebenso wie zu anderen vorwiegend österreichischen Schriftstellern, etwa Gerald Bisinger, Milo Dor, Ernst Hammer, Jürg Laederach, Hermann Lenz, Wilhelm Muster, Franz Nabl, Gerhard Rühm und Urs Widmer.

Nach seiner Versetzung in den Ruhestand zog er nach Südschweden und lebt seither südlich von Markaryd am Ufer des Kraxasjön. Seit dieser Zeit schreibt Mixner, der unter anderem in Salzburg, Klagenfurt, Berlin und Jena als Dozent lehrte, Essays, Erzählungen und Romane. Seit 2012 veröffentlicht er seine literarischen Werke in der Edition Keiper.

Noch zu Lebzeiten übergab er einen Vorlass bzw. einen Teilvorlass ans Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung der Universität Graz.[1] Diese Sammlung umfasst rund 1.000 (Rundfunk-)Texte von Autoren, teilweise auch mit angeschlossenen Korrespondenzen.

Buchveröffentlichungen (Auswahl)

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Herausgebertätigkeiten

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Einzelnachweise

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  1. Vorlass Manfred Mixner (1947 – ), abgerufen am 19. Jänner 2026