Malvoideae
| Malvoideae | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Wilde Malve (Malva sylvestris), Illustration | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Malvoideae | ||||||||||||
| Burnett |
Malvoideae ist eine Unterfamilie innerhalb der Pflanzenfamilie der Malvengewächse (Malvaceae).[1] Die Sorten einiger Arten werden als Zierpflanzen verwendet.
Beschreibung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Vegetative Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es sind meist verholzende Pflanzen und wachsen als Halbsträucher, Sträucher oder Bäume, seltener sind es krautige Pflanzen.[1] Die Sprossachsen sind aufrecht oder niederliegend. Die oberirdischen Pflanzenteile sind oft mit Sternhaaren, manchmal mit Drüsenhaaren behaart (Indument).[1] Im Bast sind die Bastfasern fest.[1]
Die wechselständig und oft zweizeilig angeordneten Laubblätter sind meist in Blattstiel und Blattspreite gegliedert, seltener sind sie mehr oder weniger sitzend.[1] Die meist symmetrischen oder selten asymmetrischen Blattspreiten sind meist einfach manchmal handförmig gelappt oder geteilt und die Blattränder sind gesägt, gezähnt oder glatt.[1] Meist liegt Fiedernervatur vor.[1] An den Laubblättern sind meist keine extrafloralen Nektarien vorhanden.[1] Es sind Nebenblätter vorhanden.[2][3][4]
Generative Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Blüten befinden sich einzeln in den Blattachseln oder zu mehreren bis vielen in end- oder seitenständischen doldigen, rispigen, ährigen oder traubigen Blütenständen.[1]
Bei vielen Gattungen ist ein Nebenkelch vorhanden.[1] Es kommt Monözie und/oder seltener Diözie vor, selten sind Arten einhäusig getrenntgeschlechtig.[1] Die Blüten können eingeschlechtig oder meist zwittrig sein.[1] Die meist radiärsymmetrischen Blüten sind fünfzählig und besitzen eine doppelte Blütenhülle. Die fünf meist haltbaren Kelchblätter sind mehr oder weniger verwachsen.[1] Die fünf Kronblätter sind meist untereinander frei oder an ihrer Basis verwachsen, aber oft mit der Staubblattröhre verwachsen.[1] Es ist kein Androgynophor ausgebildet.[1]
Bei der Unterfamilie Malvoideae sind bei den fünf bis vielen Staubblätter die Staubfäden zu einer den Stempel umgebenden Röhre (Columna) verwachsen und manchmal ist die Staubblattröhre am oberen Ende gezähnt; nur bei Sidalcea sind sie in mehreren Kreisen angeordnet.[1] Die Staubbeutel ist nur eine Theka vorhanden.[1] Es sind meist kein Staminodien vorhanden oder es befinden sich fünf, als Zähne am oberen Ende der Staubblattröhre.[1] 3 bis 40 Fruchtblätter sind zu einem oberständischen Fruchtknoten verwachsen.[1] Je Fruchtblatt sind ein oder viele Samenanlagen vorhanden.[2] Der Griffel kann einfach oder mehrästig sein. Es gibt gleich oder doppelt soviele Narben wie Fruchtblätter. Die Narben sind gestutzt, kopfig, linealisch oder fadenförmig.[1]
Die Früchte sind selten Beeren (nur bei Malvaviscus) oder drei- bis fünffächerige Kapselfrüchte; es sind meist Spaltfrüchte mit fünf bis vielen keilförmigen Teilfrüchten oder balgfruchtähnlichen Segmenten.[1] Manchmal sind die Fruchtblätter in zwei Fächer geteilt und dann öffnen sie sich bei Reife, aber selten sind es Schließfrüchte.[1] Die Früchte enthalten 2 bis 30 Samen. Die kahlen oder behaarten Samen sind oft nierenförmig.[1]














Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Unterfamilie Malvoideae wurde 1835 durch Gilbert Thomas Burnett in Outlines of Botany, S. 816, 1094, 1118 unter dem Namen „Malvidae“ aufgestellt.[5][1]
Innere Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Innere Systematik der Unterfamilie Malvoideae ist kompliziert[6] und wird fortlaufend bearbeitet.[7]
| Malvoideae |
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Unterfamilie der Malvoideae umfasst 78[2] bis 110[1] bis 116[7] Gattungen mit etwa 1800 Arten. Die artenreichste Gattung innerhalb dieser Unterfamilie ist mit etwa 550 Arten Hibiskus (Hibiscus). Die Unterfamilie Malvoideae wird in vier oder fünf[2] Tribus untergliedert; zwei weitere Gattungen werden keiner Tribus zugeordnet:[8] Die Gliederung ist allerdings in großen Teilen überholt und muss angesichts vor allem genetischer Ergebnisse tiefgreifend überarbeitet werden.[7]
- Tribus Malveae J.Presl: Sie enthält etwa 69 Gattungen:
- Abutilon Mill.: Es gibt 100 bis 160 Arten; viele Arten werden Schönmalven genannt, bekannte Arten sind Samtpappel und Zimmerahorn
- Acaulimalva Krapov.: Die etwa 19 Arten gedeihen in den Anden.[9]
- Akrosida Fryxell & Fuertes: Von den nur zwei Arten kommt eine in Brasilien und die andere nur in der Dominikanischen Republik vor.[9]
- Stockrosen (Alcea L.): Die etwa 50 Arten sind vom Mittelmeerraum bis Zentralasien verbreitet.[9]
- Allosidastrum (Hochr.) Krapov., Fryxell & D.M.Bates: Die etwa vier Arten sind in der Neotropis verbreitet.
- Allowissadula D.M.Bates: Die etwa neun Arten kommen von Texas bis Mexiko vor.
- Eibisch (Althaea L.): Die etwa zwölf Arten sind in Eurasien verbreitet.[9]
- Andeimalva J.A.Tate: Die etwa vier Arten gedeihen in den Anden.[9]
- Scheinmalven (Anisodontea C.Presl): Die etwa 19 Arten kommen in Südafrika vor.
- Anoda Cav.: Die etwa zehn Arten sind in der Neotropis verbreitet.
- Asterotrichion Klotzsch: Sie enthält nur eine Art:
- Asterotrichion discolor (Hook.) Melville: Dieser Endemit kommt nur in Tasmanien vor.[9]
- Bakeridesia Hochr.: Die etwa 13 Arten sind in Zentralamerika verbreitet.[9]
- Bastardia Kunth: Die etwa acht Arten sind in der Neotropis verbreitet.[9]
- Bastardiastum (Rose) D.M.Bates: Die etwa sechs Arten kommen in Mexiko vor.
- Bastardiopsis (K.Schum.) Hassl.: Die etwa sechs Arten sind in Südamerika verbreitet.
- Batesimalva Fryxell: Die etwa zwei Arten kommen in Mexiko vor.[9]
- Billieturnera Fryxell: Sie enthält nur eine Art:
- Billieturnera helleri (Rose) Fryxell: Sie kommt vom südöstlichen Texas bis zum nordöstlichen Mexiko vor.
- Briquetia Hochr.: Die etwa vier Arten sind in der Neuen Welt verbreitet.[10]
- Briquetiastrum Bovini: Sie wurde 2015 aufgestellt für drei Arten die aus der Gattung Briquetia ausgegliedert wurden und in der Neuen Welt verbreitet sind.[10]
- Callirhoe Nutt.: Die etwa acht Arten sind in Nordamerika verbreitet.
- Calyculogygas Krapov.: Sie enthält nur eine Art:
- Calyculogygas uruguayensis Krapov.: Sie kommt in Uruguay vor.[9]
- Calyptraemalva Krapov.: Sie enthält nur eine Art:
- Calyptraemalva catharinensis Krapov.: Sie kommt nur brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina vor.
- Corynabutilon (K.Schum.) Kearney: Die etwa sieben Arten kommen in Argentinien und Chile vor.
- Cristaria Cav.: Die etwa 75 Arten sind in Südamerika verbreitet.[9]
- Dendrosida Fryxell: Die etwa sieben Arten kommen in Mexiko, Kolumbien und Venezuela vor.
- Dirhamphis Krapov.: Die zwei Arten kommen in Bolivien und Paraguay vor.[9]
- Eremalche Greene: Die etwa vier Arten kommen in den USA vor.
- Fryxellia D.M.Bates: Sie enthält nur eine Art:
- Fryxellia pygmaea (Correll) D.M.Bates: Sie kommt im südwestlichen Nordamerika vor.
- Fuertesimalva Fryxell: Die etwa 13 Arten sind von Zentral- bis Südamerika verbreitet und kommen auf Galapagos vor.
- Gaya Kunth: Die etwa 20 Arten kommen in der Neuen Welt und Neuseeland vor.
- Gynatrix Alef.: Die zwei Arten kommen im südöstlichen Australien vor.
- Herissantia Medik.: Die etwa sechs Arten sind vorwiegend in der Neotropis verbreitet.
- Hochreutinera Krapov.: Die zwei Arten sind von Mexiko bis Südamerika verbreitet.
- Hoheria A.Cunn.: Die drei bis sechs Arten kommen in Neuseeland (und den Kermadecinseln) vor.
- Horsfordia A.Gray: Die etwa vier Arten kommen im südwestlichen Nordamerika vor.
- Iliamna Greene: Die etwa sieben Arten sind in Nordamerika verbreitet.
- Kearnemalvastrum D M.Bates: Die zwei Arten sind in Zentralamerika verbreitet.
- Kitaibela Willd.: Sie enthält etwa zwei Arten:
- Kitaibela vitifolia Willd.: Sie kommt nur auf der Balkanhalbinsel vor.[11]
- Kitaibela balansae Boiss.: Sie kommt in Vorderasien vor.[11]
- Krapovickasia Fryxell: Die etwa vier Arten sind von Zentral- bis Südamerika verbreitet.
- Strauchpappeln (Lavatera L.): Die 5 bis 25 Arten sind von Makaronesien und dem Mittelmeerraum bis Mittel- und Südasien verbreitet.
- Lawrencia Hook.: Die etwa zwölf Arten sind in Australien (einschließlich Tasmanien) verbreitet.
- Lecanophora Speg.: Die etwa fünf Arten kommen in Argentinien vor.
- Malacothamnus Greene: Die etwa 20 Arten sind in Nord-, Zentral- und Südamerika weitverbreitet.
- Trichtermalve (Malope L.): Die etwa vier Arten kommen im Mittelmeerraum vor:[11]
- Malope anatolica Huber-Morath: Sie kommt nur in Kleinasien vor.
- Malope malacoides L.: Die etwa sechs Unterarten kommen im Mittelmeerraum vor.
- Malope rhodoleuca Maire: Sie kommt nur in Marokko vor.
- Malope trifida Cav.: Sie kommt nur im Mittelmeerraum vor.
- Malven (Malva L.): Sie enthält etwa 25 Arten.
- Malvastrum A.Gray: Sie enthält etwa 14 Arten in tropischen und warmen Gebieten.[3][4]
- Malvella Jaub. & Spach: Die vier Arten besitzen ein disjunktes Areal, darunter im Mittelmeerraum:
- Malvella sherardiana (L.) Jaub. & Spach[11]
- Meximalva Fryxell: Die etwa zwei Arten kommen von den USA bis Mexiko vor.
- Modiola Moench: Sie enthält nur eine Art:
- Modiola caroliniana (L.) G.Don: Sie ist ursprünglich in der Neuen Welt beheimatet und in vielen Ländern wie in Spanien und Portugal ein Neophyt.[9]
- Modiolastrum K.Schum.: Die etwa sieben Arten sind in Südamerika verbreitet.[9]
- Monteiroa Krapov.: Die etwa fünf Arten sind im tropischen Südamerika verbreitet.[9]
- Napaea L.: Sie enthält wohl nur eine Art:
- Napaea dioica L.: Sie kommt in den USA vor.
- Neobaclea Hochr.: Sie enthält nur eine Art:
- Neobaclea crispifolia (Cav.) Krapov.: Sie kommt nur in Patagonien vor.[9]
- Neobrittonia Hochr.: Sie enthält nur eine Art:
- Neobrittonia acerifolia (G.Don) Hochr.: Sie kommt in Mexiko vor.[9]
- Nototriche Turcz.: Die etwa 100 Arten sind in Südamerika verbreitet.[9]
- Palaua Cav.: Die etwa 15 Arten gedeihen in den Anden.[9]
- Periptera DC.: Die etwa vier Arten kommen in Mexiko vor.[9]
- Phymosia Desv. ex Ham.: Mit etwa acht Arten, die in Mittelamerika vorkommen
- Plagianthus J.R.Forst. & G.Forst.: Die nur zwei Arten kommen in Neuseeland (und den Chathaminseln) vor.
- Pseudabutilon R.E.Fr.: Die etwa 18 Arten sind in der Neuen Welt verbreitet.
- Rhynchosida Fryxell: Die etwa zwei Arten sind in der Neuen Welt verbreitet.
- Robinsonella Rose & Baker f.: Die etwa 14 Arten sind in Zentralamerika verbreitet.
- Sida L.: Es gibt etwa 200 Arten hauptsächlich in der Neotropis, aber auch einige Arten in der Paläotropis.[3][4]
- Sidalcea A.Gray: Die etwa 20 Arten sind in Nordamerika verbreitet.
- Sidasodes Fryxell & Fuertes: Die etwa zwei Arten sind in Südamerika verbreitet.[9]
- Sidastrum Baker f.: Die etwa sieben Arten sind in der Neotropis verbreitet.
- Sphaeralcea A. St.-Hil.: Die etwa 60 Arten sind in der Neuen Welt verbreitet, beispielsweise:
- Sphaeralcea procera Ced.Porter
- Tarasa Phil.: Die etwa 25 Arten gedeihen in den Anden.[9]
- Tetrasida Ulbr.: Die etwa vier Arten sind in Südamerika verbreitet.[9]
- Wissadula Medik.: Die etwa 25 bis 40 Arten sind hauptsächlich in der Neotropis verbreitet.[3][4]
- Tribus Gossypieae Alef.: Sie enthält seit 2016 etwa elf Gattungen:
- Alyogyne Alef.: Die etwa vier Arten kommen in Australien vor.
- Azanza Alef.: Diese 2016 reaktivierte Gattung enthält nur zwei Arten in der Paläotropis.[12]
- Cephalohibiscus Ulbr.: Sie enthält nur eine Art:
- Cephalohibiscus peekelii Ulbr.: Sie kommt in Papua-Neuguinea und auf den Salomonen vor.[9]
- Cienfuegosia Cav.: Die etwa 25 Arten kommen in der Neuen Welt und Afrika vor.[3]
- Gossypioides Skovst. ex J.B.Hutch.: Von den nur zwei Arten kommt eine in Ostafrika und die andere in Madagaskar vor.
- Baumwolle (Gossypium L.): Die artenreichste Gattung der Tribus: gegliedert in vier Untergattungen mit etwa 50 Arten. Die Verbreitung ist pantropisch, meist in ariden Habitaten.
- Hampea Schltdl.: Die etwa 20 Arten sind von Zentralamerika bis ins nördliche Südamerika verbreitet.
- Kokia Lewton: Die etwa vier Arten kommen in Hawaii vor.
- Lebronnecia Fosberg: Sie enthält nur eine Art:
- Lebronnecia kokioides Fosberg & Sachet: Dieser Endemit kommt nur auf den Marquesas-Inseln vor.[9]
- Thepparatia Phuph: Sie enthält nur eine Art:
- Thepparatia thailandica Phuph: Sie kommt in Thailand vor.
- Tropeneibische (Thespesia Sol. ex Corrêa): Die seit 2016 nur noch 16 Arten sind in der Paläotropis weitverbreitet.[12][3]
- Tribus Hibisceae Rchb. (Syn.: Kydieae): Sie enthält 27 bis 33[7] Gattungen:
- Abelmoschus Medik.: Die etwa 15 Arten gedeihen in tropischen und subtropischen Gebieten in der östlichen Hemisphäre. Manche Arten werden Bisameibisch genannt. Hierher gehört z. B.:
- Okra (Abelmoschus esculentus (L.) Moench)
- Maniok-Bisameibisch (Abelmoschus manihot (L.) Medik.)
- Anotea (DC.) Kunth: Die ein oder zwei Arten kommen in Mexiko vor.[9]
- Cenocentrum Gagnep.: Sie enthält nur eine Art:
- Cenocentrum tonkinense Gagnepain: Sie kommt im südlichen China, Laos, Thailand und Vietnam vor
- Decaschistia Wight & Arn.: Die zwei bis zehn Arten sind im tropischen Asien verbreitet.
- Dicellostyles Benth.: Sie enthält vermutlich nur einer Art:
- Dicellostyles axillaris (Thwaites) Bentham: Sie kommt nur in Sri Lanka vor.[9]
- Fioria Mattei: Mit bis zu vier Arten, die in Afrika und Asien vorkommen
- Goethea Nees (1999 in die Gattung Pavonia eingegliedert): Mit etwa zwei Arten in Brasilien
- Helicteropsis Hochr.: Die etwa zwei Arten kommen auf Madagaskar vor.
- Hibiscadelphus Rock: Die etwa vier Arten kommen auf Hawaii vor.[9]
- Hibiskus (Hibiscus L.): Je nach Autor enthält diese Gattung 300 bis über 500 Arten. Der Umfang dieser in den meisten Untersuchungen als polyphyletisch bezeichneten Gattung wird kontrovers diskutiert.[13]
- Humbertianthus Hochr.: Sie enthält nur eine Art:
- Humbertianthus cardiostegius Hochr.: Sie kommt auf Madagaskar vor.
- Humbertiella Hochr.: Die etwa drei Arten kommen auf Madagaskar vor.
- Julostylis Thwaites: Die ein bis drei Arten, die kommen in Indien und in Sri Lanka vor.[9]
- Jumelleanthus Hochr.: Sie enthält nur eine Art:
- Jumelleanthus perrieri Hochr.: Sie kommt nur in Madagaskar vor.
- Kosteletzkya C.Presl: Die etwa 30 Arten sind in der Neuen Welt, in Afrika und auf Madagaskar verbreitet. Eine Art tritt auch in Südeuropa auf:
- Kosteletzkya pentacarpos (L.) Ledeb.[14]
- Kydia Roxb.: Die nur zwei Arten sind in Indien, Bhutan, Myanmar, China, Kambodscha und Vietnam verbreitet.[15]
- Macrostelia Hochr.: Etwa drei Arten kommen in Madagaskar und eine Art in Queensland vor.
- Malachra L.: Die etwa neun Arten sind in der Neotropis verbreitet.
- Malvaviscus Fabr.: Die etwa fünf Arten sind in der Neotropis verbreitet.
- Beerenmalve (Malvaviscus arboreus) Dill. ex Cav.: Aus Mittelamerika bis Peru, Kolumbien, Venezuela.
- Megistostegium Hochr.: Die etwa drei Arten auf Madagaskar vor.
- Nayariophyton T.K.Paul: Sie enthält nur eine Art:
- Nayariophyton zizyphifolium (Griffith) D.G.Long & A.G.Miller: Sie ist in Indien, Bhutan, Thailand und im südlichen China nur in Zhenkang im südwestlichen Yunnan verbreitet.[15]
- Papuodendron C.T.White: Die ein bis zwei Arten kommen auf Neuguinea vor.[9]
- Pavonia Cav.: Der Umfang dieser Gattung wird kontrovers diskutiert, es sind etwa 150 Arten enthalten. Nach genetischen Untersuchungen polyphyletisch.[16]
- Pavonia multiflora A.St.-Hil.: Aus dem südöstlichen Brasilien.
- Peltaea (C.Presl) Standl.: Die etwa vier Arten sind in der Neotropis verbreitet.
- Perrierophytum Hochr.: Die etwa neun Arten kommen auf Madagaskar vor.
- Phragmocarpidium Krapov.: Sie enthält nur eine Art:
- Phragmocarpidium heringeri Krapov.: Sie kommt in Brasilien vor.
- Radyera Bullock: Von den nur zwei Arten kommt die eine in Australien und die andere in Südafrika vor.[17]
- Rojasimalva Fryxell: Sie enthält nur eine Art:
- Rojasimalva tetrahedralis Fryxell: Sie kommt nur in Venezuela vor.[9]
- Senra Cav.: Sie enthält nur eine Art:
- Senra incana Cav.: Sie kommt in Ostafrika, auf der Arabischen Halbinsel und auf Socotra vor.[9]
- Symphyochlamys Gürke: Sie enthält nur eine Art:
- Symphyochlamys erlangeri Gürke: Sie ist im tropischen Afrika verbreitet.[9]
- Talipariti Fryxell (wird von manchen Autoren auch zu Hibiscus gerechnet): Die 17 bis 24 Arten sind in den Tropen, hauptsächlich in Südostasien verbreitet.[9] Darunter:
- Lindenblättriger Eibisch (Talipariti tiliaceum (L.) Fryxell, Syn.: Hibiscus tiliaceus L.)
- Urena L.: Die etwa sechs Arten sind in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet, beispielsweise:
- Kongojute (Urena lobata L.)
- Wercklea Pittier & Standl.: Die etwa zwölf Arten sind in der Neotropis verbreitet.
- Abelmoschus Medik.: Die etwa 15 Arten gedeihen in tropischen und subtropischen Gebieten in der östlichen Hemisphäre. Manche Arten werden Bisameibisch genannt. Hierher gehört z. B.:
- Tribus Pentaplareae Colli-Silva: Sie wurde 2025 aufgestellt und enthält nur eine Gattung:[7]
- Pentaplaris L.O.Williams & Standl.: Die etwa drei Arten wachsen als Bäume und sind im westlichen Südamerika verbreitet.
- Keiner Tribus zugeordnet ist die Gattung:
- Howittia F. Mueller: Sie enthält nur eine Art:
- Howittia trilocularis F.Mueller: Sie kommt im südöstlichen Australien vor.
- Howittia F. Mueller: Sie enthält nur eine Art:
Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Beschreibung der Familie der Malvaceae und dort auch der Unterfamilie der Malvoideae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung)
- Stewart Robert Hinsley: Classification: Overview bei Malvaceae Info. (Abschnitt Systematik)
- B. E. Pfeil, M. D. Crisp: What to do with Hibiscus? A proposed nomenclatural resolution for a large and well known genus of Malvaceae and comments on paraphyly. In: Australian Systematic Botany, Volume 18, Issue 1, 2005, S. 49–60. doi:10.1071/SB04024 online.
- Paul A. Fryxell, Steven R. Hill: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 6: Magnoliophyta: Cucurbitaceae to Droseraceae. Oxford University Press, New York und Oxford, 2015, ISBN 978-0-19-534027-3. Malvoideae Burnett. - textgleich online wie gedrucktes Werk.
- Fabiola Areces-Berazain, James D. Ackerman: Diversification and fruit evolution in eumalvoids (Malvaceae). In: Botanical Journal of the Linnean Society, Volume 184, Issue 4, August 2017, S. 401–417. doi:10.1093/botlinnean/box035 online.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 Paul A. Fryxell, Steven R. Hill: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 6: Magnoliophyta: Cucurbitaceae to Droseraceae. Oxford University Press, New York und Oxford, 2015, ISBN 978-0-19-534027-3. Malvoideae Burnett. - textgleich online wie gedrucktes Werk.
- 1 2 3 4 Beschreibung der Familie der Malvaceae und dort auch der Unterfamilie der Malvoideae bei der APWebsite.
- 1 2 3 4 5 6 M. A. Hyde, B. T. Wursten, P. Ballings, M. Coates Palgrave, 2026: Flora of Mozambique: Datenblatt Malvaceae subfamily Malvoideae.
- 1 2 3 4 M. A. Hyde, B. T. Wursten, P. Ballings, M. Coates Palgrave, 2026: Flora of Zimbabwe: Datenblatt Malvaceae subfamily Malvoideae.
- ↑ Malvoideae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 12. Januar 2014.
- ↑ Fabiola Areces-Berazain, James D. Ackerman: Diversification and fruit evolution in eumalvoids (Malvaceae). In: Botanical Journal of the Linnean Society, Volume 184, Issue 4, August 2017, S. 401–417. doi:10.1093/botlinnean/box035 online.
- 1 2 3 4 5 Matheus Colli-Silva, Oscar A. Pérez-Escobar, Carlos D. M. Ferreira, Maria T. R. Costa, Samuele Gerace, Thales S. Coutinho, Vania N. Yoshikawa, Higor Antonio-Domingues, Rebeca Hernández-Gutiérrez, Massimo G. Bovini, Marília C. Duarte, Martin Cheek, Mark W. Chase, Michael F. Fay, Maarten J. M. Christenhusz, Laurence J. Dorr, Cleo Schoeplein, Marcella Corcoran, Shyamali Roy, Alexandre Antonelli: Taxonomy in the light of incongruence: An updated classification of Malvales and Malvaceae based on phylogenomic data. In: Taxon, Volume 74, Issue 2, 2025, S. 361–385. doi:10.1002/tax.13300
- ↑ Malvoideae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 12. Januar 2014.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 David John Mabberley: Mabberley’s Plant-Book. A portable dictionary of plants, their classification and uses. 3. Auflage. Cambridge University Press, 2008, ISBN 978-0-521-82071-4 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- 1 2 Massimo G. Bovini: Briquetiastrum: a new genus of Malvaceae and the redefinition of Briquetia. In: Anales del Jardín Botánico de Madrid, Volume 72, Issue 2, 2015, (e022). doi:10.3989/ajbm.2391
- 1 2 3 4 B. Valdés, 2011: Malvaceae. In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. ( des vom 19. Januar 2022 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Abgerufen am 12. Februar 2026
- 1 2 Fabiola Areces-Berazain, Jame D. Ackerman: Phylogenetics, delimitation and historical biogeography of the pantropical tree genus Thespesia (Malvaceae, Gossypieae). In: Botanical Journal of the Linnean Society, Volume 181, Issue 2, Juni 2016, S. 171–198. doi:10.1111/boj.12414
- ↑ B. E. Pfeil, M. D. Crisp: What to do with Hibiscus? A proposed nomenclatural resolution for a large and well known genus of Malvaceae and comments on paraphyly. In: Australian Systematic Botany, Volume 18, Issue 1, 2005, S. 49–60. doi:10.1071/SB04024 online.
- ↑ David Alladice Webb: Kosteletzkya C. Presl. In: T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Volume 2: Rosaceae to Umbelliferae. Cambridge University Press, Cambridge 1968, ISBN 0-521-06662-X, S. 256 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- 1 2 Ya Tang, Michael G. Gilbert, Laurence J. Dorr: Malvaceae, S. 264–302 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 12: Hippocastanaceae through Theaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2007, ISBN 978-1-930723-64-1.
- ↑ Margaret M. Hanes, Orland J. Blanchard Jr., Janice Valencia-D., Todd McLay, J. Richard Abbott, Stuart F. McDaniel, Russell L. Barrett, Sarah Mathews, Kurt M. Neubig: Phylogenetic Relationships Within Tribe Hibisceae (Malvaceae) Reveal Complex Patterns of Polyphyly in Hibiscus and Pavonia. In: Systematic Botany, Volume 49, Issue 1, 2024, S. 77–116. doi:10.1600/036364424X17114831879189
- ↑ Paul A. Fryxell, Shariful H. Hashmi: The Segregation of Radyera from Hibiscus (Malvaceae). In: Botanical Gazette, Volume 132, Issue 1, 1971, S. 57–62.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- M. A. Hyde, B. T. Wursten, P. Ballings, M. Coates Palgrave, 2026: Flora of Zambia: Datenblatt Malvaceae subfamily Malvoideae.
- M. A. Hyde, B. T. Wursten, P. Ballings, M. Coates Palgrave, 2026: Flora of Botswana: Datenblatt Malvaceae subfamily Malvoideae.