Malczyce
| Malczyce | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Staat: |
| |
| Woiwodschaft: | Niederschlesien | |
| Powiat: | Średzki | |
| Gmina: | Malczyce | |
| Geographische Lage: | 51° 13′ N, 16° 29′ O | |
| Einwohner: | 3100 (2006) | |
| Postleitzahl: | 55-320 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 71 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DSR | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Eisenbahn: | Breslau–Legnica | |
| Wrocław Muchobór–Gubinek | ||
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | |

Malczyce (deutsch Maltsch a.d. Oder) ist ein Ort im Powiat Średzki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Er ist zugleich Verwaltungssitz der Landgemeinde Malczyce mit 5707 Einwohnern (Stand 1. Januar 2024) und liegt an der Oder etwa auf halbem Weg zwischen Breslau und Liegnitz.
Geschichte
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Der Hafen der Gemeinde an der Oder war ein wichtiger Kohleverladehafen in Schlesien und gehörte der Deutschen Reichsbahn. Der Hafen machte 1941 einen größeren Umsatz als Breslau.[1] Seit 1902 verband die Kleinbahn AG Jauer–Maltsch den Ort mit Jauer. Bis 1945 war Maltsch eine Gemeinde im Landkreis Neumarkt, Regierungsbezirk Breslau der Provinz Schlesien.
1906 entstand nach Plänen von Hans Poelzig die evangelische Kirche im damaligen Maltsch.
1947 wurden im Rahmen der Aktion Weichsel viele Tausend Menschen ethnischer Minderheiten aus Ostpolen zwangsumgesiedelt. Den Lemken, die es nach Malczyce verschlug, wurde 1950 die verwaiste evangelische Kirche zugewiesen. Sie bekam den Namen Cerkiew Zwiastowania Przenajświętszej Bogurodzicy w Malczycach und gehört zur Ukrainisch-Orthodoxen Kirche.
Von 1987 bis 1997 wurde die Kirche grundlegend saniert. Durch die Anpassung an die Bedürfnisse einer orthodoxen Kirche wurde die ursprüngliche Konzeption von Poelzig zerstört. Poelzig verwendete zweifarbigen Putz, um den Eindruck eines Fachwerkbaus zu erwecken. Das sollte an die Friedenskirchen in Schweidnitz und Jawor erinnern, die im Fachwerkstil erbaut sind. Dadurch wollte Poelzig einen regionalen Bezug der neuen Kirche herstellen.
Vor der Kirche erinnert ein kleines Denkmal an die Zwangsumsiedlung der Lemken.
Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur Landgemeinde Malczyce gehören das Dorf selbst und acht weitere Dörfer mit Schulzenämtern.
Söhne und Töchter des Ortes
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Franz Josef Freiherr von Heinke (1726–1803), österreichischer Jurist
- Alexander Ziegert (1935–2018), katholischer Geistlicher und Autor
- Peter Kleinert, (1937–2016), Journalist und Dokumentarfilmer
- Edward Janiak (1952–2021), römisch-katholischer Bischof von Kalisz
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Max Sachsenheimer: Gefecht um Maltsch a. O. im Februar 1945, in: Maltscher Heimatbrief, Nr. 11, Mellendorf, 1. Februar 1955.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fußnoten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Schlesische Nachrichten, 1. August 2006, Nummer 15/16/2006 ( des vom 28. November 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (pdf, 1210 kByte)
