Das Stade Marie-Marvingt ist ein Fußballstadion in der französischen Stadt Le Mans, Département Sarthe, im Nordwesten des Landes. Es war von 2011 bis 2013 und seit 2016 wieder die Heimspielstätte des Le Mans FC, der zurzeit in der National (3. Liga) antritt. Die Sportstätte war das erste französische Stadion, dessen Namen an einen Sponsor verkauft wurde. Das VersicherungsunternehmenMutuelles du Mans Assurances zahlte zuerst einen einmaligen Betrag von dreiMio.Euro und danach pro Jahr eineMio.Euro über eine Zeit von zehn Jahren. Am 27. Juli 2022 wurde die Anlage zu Ehren der französischen Pilotin, Krankenschwester und Sportlerin Marie Marvingt (1875–1963) in Stade Marie-Marvingt umbenannt.[2]
Der damalige Fußballverein Le Mans UC 72 stieg 2005 in die Ligue 1 auf. Damit wurde ein neues Stadion in Le Mans nötig, da die alte Spielstätte Stade Léon-Bollée schon über 100 Jahre alt war (Eröffnung 1906) und es den modernen Anforderungen nicht mehr genügte sowie auch mangels Platz nicht mehr erweitert werden konnte. Anfang 2006 stellte der Architekt Bernard Huet seinen Entwurf der Öffentlichkeit vor. Das Stadionprojekt sah eine Kapazität von 25.000 Plätze für den Fußballbetrieb vor. Darüber hinaus fasst das Stadion bei Konzerten bis zu 40.000 Zuschauer. Neben dem Fußball könnten auch Rugbyspiele ausgetragen werden, ebenso wurde das Stadion bereits vom American-Football-Club Caïmans 72 genutzt. Für die Spiele in der Division d’Honneur zog der – inzwischen in Le Mans FC umbenannte – Fußballverein in das 5000 Zuschauer fassende Stadion Le Clos-Fleuri. Der südliche Teil des Daches ist transparent, damit der natürliche Rasen des Spielfeldes mehr Tageslicht bekommen kann. Ins Stadion ist auch ein Hotel integriert.
Die Begegnung gegen Estland war das bisher einzige Spiel der Männer im neuen Stadion von Le Mans. Die Frauen traten bereits zu sieben Partien, die sie alle gewannen, im Stade Marie-Marvingt an.