Melodi Grand Prix 2026
| Melodi Grand Prix 2026 | |
|---|---|
| Land | |
| Ausstrahlendes Programm |
|
| Produzierender Sender |
|
| Ort | Håkons Hall, Lillehammer |
| Datum | 28. Februar 2026 |
| Uhrzeit | 19:50 Uhr (MEZ) |
| Teilnehmerzahl | 9 |
| Moderation | Marte Stokstad, Ronny Brede Aase & Markus Neby |
Der 64. Melodi Grand Prix fand am 28. Februar 2026 statt und war der norwegische Vorentscheid für den Eurovision Song Contest 2026 in Wien. Veranstaltungsort war die Håkons Hall in der Stadt Lillehammer sein. Der Wettbewerb wurde von Jonas Lovv mit seinem Lied Ya Ya Ya gewonnen.
Format
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Konzept und Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der norwegische Rundfunk Norsk rikskringkasting (NRK) bestätigte im Juni 2025 die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2026 und dass der Beitrag erneut durch den Melodi Grand Prix (MGP) gewählt werden solle.[1]
NRK-Intendantin Vibeke Fürst Haugen gab an, dass der NRK im Gegensatz zu einzelnen Rundfunkanstalten aus anderen Ländern nicht den ESC 2026 boykottieren werde, sofern Israel daran teilnehmen dürfe. Der norwegische Rundfunk wurde in der Folge unter anderem von früheren MGP-Teilnehmern wie Kim Wigaard, Skrellex und Åge Sten-Nilsen von der Band Wig Wam kritisiert, bezüglich der Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest zu passiv aufzutreten. Die NRK-Intendantin begründete das Vorgehen damit, dass der NRK keine eigene Außenpolitik führen könne und die unabhängige Berichterstattung des Senders unvereinbar mit einem Boykott wäre.[2][3] Im November 2025 veröffentlichte der NRK eine Umfrage, bei der rund 60 % der Befragten angaben, dass die Rundfunkanstalt gegen die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest 2026 stimmen solle.[4]
Am 20. November 2025 wurde bekannt gegeben, dass der Wettbewerb in der Håkons Hall in Lillehammer stattfinden solle. Die Mehrzweckhalle war als Wettkampfstätte für die Olympischen Winterspiele 1994 erbaut worden.[5]
Beitragswahl
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]NRK räumte interessierten Sängern und Songwritern vom 20. Juni bis zum 1. September 2025 die Möglichkeit ein, bis zu drei Beiträge einzureichen. Der Sender ging unter Leitung des MGP-Musikchefs Tarjei Strøm zudem auf einzelne Künstler zu und bat diese um eine Teilnahme.[6][7] Strøm gab an, dass insgesamt rund 1500 Lieder eingesendet wurden.[5]
Zu den Bedingungen zählte, dass es sich bei eingereichten Liedern um eine Originalkomposition mit einer maximalen Länge von drei Minuten handeln müsse. Die Lieder durften nicht vor dem 1. September 2025 aufgeführt oder veröffentlicht werden. Zudem musste mindestens ein Songwriter aus Norwegen stammen. Für die Künstler galt, dass sie am 1. Januar 2026 mindestens 16 Jahren alt sein mussten.[7]
Moderation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 8. Januar 2026 wurde das Moderationstrio bestehend aus Ronny Brede Aase, Marte Stokstad und Markus Neby bekanntgegeben. Neby und Stokstad gehörten auch im Vorjahr dem Moderationstrio an.[8] Stokstad moderierte zudem in den Jahren 2010 und 2012 den Melodi Grand Prix und tritt als norwegische Kommentatorin beim Eurovision Song Contest in Erscheinung. Ronny Brede Aase moderierte den Melodi Grand Prix 2020 und 2021.[9]
Teilnehmende
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei einer Pressekonferenz am 19. Januar 2026 wurden acht der neun Finalisten und ihre Beitragstitel bekannt gegeben. Ihre Lieder wurden schließlich am 26. Januar 2026 veröffentlicht. Eine Ausnahme bildete Alexander Rybak, bei dem am 19. Januar 2026 noch nicht der Titel seines Liedes genannt wurde. Es wurde stattdessen nur bekannt gegeben wurde, dass es sich um ein Lied seines Albums Fairytales Too handele, das er am selben Tag herausgegeben hatte.[5][10] Der neunte Finalplatz wurde im Rahmen des MGP-Cups bestimmt.[11]
Rückzug von Ylvis
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ursprünglich waren zehn Beiträge für das Finale angedacht.[5] Am 16. Januar 2026 wurde jedoch bekannt, dass sich Ylvis im Dezember 2025 vom Melodi Grand Prix 2026 zurückzog. Das Duo hatte dem Sender eigenen Angaben zufolge bereits früh mitgeteilt, dass sie nur für eine Teilnahme zur Verfügung stünden, wenn Israel nicht beim Eurovision Song Contest 2026 zugelassen werde. Der Sender bestätigte, dass es nie zu einem Vertrag gekommen war.[12]
Zurückkehrende Interpreten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im MGP-Finale treten drei Acts auf, bei denen es sich nicht um die erste Teilnahme am Melodi Grand Prix handelt. Darunter befindet sich mit Alexander Rybak auch ein zweifacher Sieger des MGPs sowie des Eurovision Song Contests 2009.[13] Im MGP-Cup handelte es sich bei fünf der acht Teilnehmenden um Rückkehrer zum MGP.[11]
Außerdem gibt es zwei Interpreten, die zuvor bereits im Ausland an Vorentscheiden für den Eurovision Song Contest antraten. Die Sängerin Emmy, die am MGP-Cup mitwirkte, vertrat im Vorjahr Irland beim Eurovision Song Contest.[11] Leonardo Amor nahm im Vorjahr am San Marino Song Contest 2025, dem san-marinesischen Vorentscheid, teil.
| Interpret | Vorheriges Teilnahmejahr |
|---|---|
| Emmy | 2021 |
| Gothminister | 2013, 2024 |
| Thomas Jenssen | 2024 |
| Mileo | 2024 |
| Raylee | 2015, 2020, 2021 |
| Alexander Rybak | 2009, 2018 |
| Skrellex | 2023 |
MGP-Cup
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der neunte Finalplatz wurde durch den MGP-Cup (MGP-cupen) bestimmt. Die acht Teilnehmenden wurden am 20. Januar 2026 bekannt gegeben. Die Duelle wurden im Rahmen des NRK-Radioprogramms Nitimen abgehalten. Pro Duell bestand ein Abstimmungsfenster von 24 Stunden, in der auf der Website des Senders abgestimmt werden konnte.[9][14] Am 27. Januar 2026 gewann Skrellex das Finale des MGP-Cups.
Viertelfinale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den vier Viertelfinal-Runden traten die acht Acts erstmals gegeneinander an. Aus jedem Duell qualifizierte sich ein Beitrag für die Halbfinale.
| Duell | Datum | Platz | Interpret | Lied Musik (M) und Text (T)[11] |
Sprache |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 20. Januar | 1 | Skrellex | Into the Wild M/T: Michael James Down, Will Taylor, Primoz Poglajen, Kai Thomas Ryen Larsen, Camilo Fernández |
Englisch |
| 2 | Emmy | Sykt fin M/T: Ben Adams, Andreas Stone Johansson, Emmy Kristine Guttulsrud Kristiansen |
Englisch, Norwegisch | ||
| 2 | 21. Januar | 1 | Gothminister & Thomas Jenssen | The Spell M/T: Bjørn Alexander Brem |
Englisch |
| 2 | Vika Anonymous | Har du itte vørri på Toten før? M/T: Jørgen Ulsrud, Gustav Fredholm, Torgeir Ryssevik, Kjersti Sleveland, Chris Tsika Kabala |
Norwegisch | ||
| 3 | 22. Januar | 1 | Sander Silva & Victorjus | Fritt fall M/T: Sander Gran, Torjus Fluge Fornes, Trym Olstad, Stine Øen |
Norwegisch |
| 2 | Aranja | Pyjamas Song M/T: Aranja Gharib, Sonia Maselik, Christopher Scott Simmons, Ola Frøyen |
Englisch | ||
| 4 | 23. Januar | 1 | Raylee | Where Did Your Friend Go M/T: Steven Rodriguez, Emma Gale, Celine Solemsløkk Helgemo, Raylee Charlotte Kristiansen |
Englisch |
| 2 | Thomas Jenssen | Smalltown M/T: Thomas Jenssen, Carl-Henrik Wahl, Simon Peyron, Jakob Mihoubi, Rudy Daouk |
Englisch |
Halbfinale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aus den beiden Halbfinalen qualifizierte sich je ein Beitrag für das Finale des MGP-Cups. Da sich Sander Silva und Victorjus mit ihrem Beitrag Fritt fall vom Wettbewerb zurückzogen, zog Raylee ohne Abstimmung in das Finale des MGP-Cups ein.[11] Wie Ylvis begründete das Duo seinen Rückzug mit der Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest.[15]
| Duell | Datum | Platz | Interpret | Lied Musik (M) und Text (T)[11] |
Sprache |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 24. Januar | 1 | Skrellex | Into the Wild M/T: Michael James Down, Will Taylor, Primoz Poglajen, Kai Thomas Ryen Larsen, Camilo Fernández |
Englisch |
| 2 | Gothminister & Thomas Jenssen | The Spell M/T: Bjørn Alexander Brem |
Englisch | ||
| – | Sander Silva & Victorjus | Fritt fall M/T: Sander Gran, Torjus Fluge Fornes, Trym Olstad, Stine Øen |
Norwegisch | ||
| – | Raylee | Where Did Your Friend Go M/T: Steven Rodriguez, Emma Gale, Celine Solemsløkk Helgemo, Raylee Charlotte Kristiansen |
Englisch |
Finale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Finale des MGP-Cups startete am 26. Januar 2026, so dass der Gewinner-Act am 27. Januar 2026 feststand. Skrellex erhielt durch den Sieg das Recht, am MGP-Finale am 28. Februar 2026 anzutreten.
| Platz | Interpret | Lied Musik (M) und Text (T)[11] |
Sprache |
|---|---|---|---|
| 1 | Skrellex | Into the Wild M/T: Michael James Down, Will Taylor, Primoz Poglajen, Kai Thomas Ryen Larsen, Camilo Fernández |
Englisch |
| 2 | Raylee | Where Did Your Friend Go M/T: Steven Rodriguez, Emma Gale, Celine Solemsløkk Helgemo, Raylee Charlotte Kristiansen |
Englisch |
Finale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Finale fand am 28. Februar 2026 in der Håkons Hall in der Stadt Lillehammer statt.
| Platz | Startnr.[16] | Interpret | Lied Musik (M) und Text (T)[13] |
Sprache | Jury | Publikum | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 9 | Jonas Lovv | Ya Ya Ya M/T: Jonas Lovv Hellesøy, Sondre Skaftun |
Englisch | 96 | 169 | 265 |
| 2 | 6 | Alexander Rybak | Rise M/T: Alexander Rybak |
Englisch | 66 | 126 | 192 |
| 3 | 7 | Emma | Northern Lights M/T: Joy Deb, Linnea Deb, Andreas Lindberg, Jimmy „Joker“ Thörnfeldt, Emma Gunnarsen |
Englisch, Norwegisch | 28 | 99 | 127 |
| 4 | 4 | Mileo | Frankenstein M/T: Miles Curtis Sesselmann, Audun Agnar Guldbrandsen, Farida Louise Bolseth Benounis |
Englisch | 54 | 35 | 89 |
| 5 | 8 | Leonardo Amor | Prayer M/T: Adrian Søfteland Midtgard, Leonardo Amorsolo, Lillian Slåbakk, Mathias Nilsen, Ådne Perry Kjellstadli |
Englisch | 60 | 13 | 73 |
| 6 | 3 | Storm | Lullaby M/T: Leo Davadi Sundli, Erlend Torheim, Martin Stenstad Selen, Jonas Wesetrud Hansen, Nora Eklo |
Englisch | 14 | 36 | 50 |
| 7 | 1 | Skrellex | Into the Wild M/T: Michael James Down, Will Taylor, Primoz Poglajen, Kai Thomas Ryen Larsen, Camilo Fernández |
Englisch | 15 | 30 | 45 |
| 8 | 2 | Hedda Mae | Snap Back M/T: Hedda Grønhaug, Glen Roberts, Benjamin Giørtz, Dag Holtan-Hartwig, Halvor Folstad |
Englisch | 11 | 4 | 15 |
| 9 | 5 | Silke | Forevermore M/T: Silje M. Blandkjenn, Hannah Theuma, Patrik Jean, Audun Agnar |
Englisch, Norwegisch | 0 | 4 | 4 |
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Nachrichten zum Melodi Grand Prix 2026 bei NRK (norwegisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Sanjay Jiandani: Norway: NRK confirms participation at Eurovision 2026. In: ESCToday. 19. Juni 2025, abgerufen am 15. November 2025 (englisch).
- ↑ MGP-artister savner handlekraft fra NRK før Eurovision-avstemming om Israel. In: Verdens Gang. 2. Oktober 2025, abgerufen am 15. November 2025 (norwegisch).
- ↑ Kringkastingssjefen: NRK vil ikke boikotte Eurovision nå. In: TV 2. 17. September 2025, abgerufen am 15. November 2025 (norwegisch).
- ↑ Tuva Marie Sørum: Over halve Noreg vil ikkje ha Israel i Eurovision. In: NRK. 3. November 2025, abgerufen am 15. November 2025 (norwegisch).
- ↑ a b c d Line Fosser Vogt: MGP-finalen sendes fra Håkons hall på Lillehammer i 2026. In: NRK. 20. November 2025, abgerufen am 20. November 2025 (norwegisch).
- ↑ Line Haus: Nå kan du melde deg på MGP – men et spørsmål må du svare riktig på. In: TV 2. 20. Juni 2026, abgerufen am 15. November 2025 (norwegisch).
- ↑ a b Jon Marius Hyttebakk: Send inn låt til MGP 2026. In: NRK. 20. Juni 2025, abgerufen am 15. November 2025 (norwegisch).
- ↑ Kristine Elise Fjørtoft: Her er programlederne for årets MGP-finale. In: NRK. 8. Januar 2026, abgerufen am 8. Januar 2026 (norwegisch).
- ↑ a b Camilla Sand: Skal være programledere for Melodi Grand Prix 2026. In: NRK. 8. Januar 2026, abgerufen am 17. Januar 2026 (norwegisch).
- ↑ Kristian Arnesen Strømshoved: Lillehammer blir vertsby for MGP-finalen. In: TV 2. 20. November 2025, abgerufen am 20. November 2025 (norwegisch).
- ↑ a b c d e f g Geir Bjarte Hjetland: Desse skal kjempe om den siste finalebilletten i MGP. In: NRK. 20. Januar 2026, abgerufen am 20. Januar 2026 (norwegisch).
- ↑ Geir Bjarte Hjetland: Ylvis har trekt seg frå Melodi Grand Prix. In: NRK. 16. Januar 2026, abgerufen am 17. Januar 2026 (norwegisch).
- ↑ a b Stein Østbø: Alexander Rybak (39) tilbake i MGP: Her er alle artistene. In: Verdens Gang. 19. Januar 2026, abgerufen am 19. Januar 2026 (norwegisch).
- ↑ Trekker seg fra Melodi Grand Prix. In: TV 2. 16. Januar 2026, abgerufen am 17. Januar 2026 (norwegisch).
- ↑ Hedda Kurseth: Nytt MGP-bidrag trekker seg. In: Verdens Gang. 25. Januar 2026, abgerufen am 26. Januar 2026 (norwegisch).
- ↑ Geir Bjarte Hjetland: Skrellex opnar finalen: – Då kan eg ta meg ein knert og nyte showet. In: NRK. 25. Februar 2026, abgerufen am 25. Februar 2026 (norwegisch).