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Linnea Deb

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Linnea beim Melodifestivalen 2019

Linnéa Mary Hansdotter Deb (* 23. Juli 1977 in Sporre), bekannt unter ihrem Künstlernamen Linnea Deb, ist eine schwedische Sängerin, Songwriterin und Musikproduzentin. Sie arbeitete bereits mit Künstlern wie Fifth Harmony, JoJo und Akon zusammen.

Deb steht bei Northbound Music Publishing in Stockholm unter Vertrag, wo sie zusammen mit Joy Deb und Anton Hård af Segerstad das Produzententeam The Family bildet. Zuvor (2013–2016) war die Gruppe bei BMG Publishing unter Vertrag.

Frühe Karriere

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Zu Beginn ihrer Karriere sang Linnea in mehreren Chören und tourte mit Ace of Base und Carola. Außerdem wirkte sie an verschiedenen Alben und Liedern mit, darunter Cara Mia mit dem schwedischen Künstler Måns Zelmerlöw.

Im Jahr 2012 war Linnea Co-Autorin von Ulrik Munthers gleichnamigem Album Ulrik Munther, das sofort Platz 1 der schwedischen Albumcharts erreichte. Die darauf enthaltene Single Boy’s Don’t Cry wurde mit Gold ausgezeichnet.

Eurovision Song Contest

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Linnea Deb und Joy Deb sind bekannt für ihre Auftritte beim Eurovision Song Contest, sowohl im Hauptwettbewerb als auch in den nationalen Vorentscheidungen. Besonders stark vertreten sind sie beim schwedischen Vorentscheid Melodifestivalen, wo sie bereits vier Siege errungen haben. Ihr erster Siegertitel 2013, You von Robin Stjernberg[1], brach den schwedischen Rekord für den meistgespielten Song an einem Tag und wurde für den schwedischen Grammy als Song des Jahres 2014 nominiert. Der zweite Siegertitel, Heroes von Måns Zelmerlöw aus dem Jahr 2015, gewann den Eurovision Song Contest 2015[2] und erreichte in Schweden 5-fach Platin[3] sowie Gold in Spanien, Norwegen[4] und Österreich[5]. 2021 gewannen sie das Melodifestivalen zum dritten Mal mit Voices von Tusse. Das vierte Mal gewannen sie das Melodifestivalen 2024 mit Unforgettable, interpretiert von Marcus & Martinus. Ihre Melodifestivalen-Beiträge in den Jahren 2014, 2021 und 2023 belegten jeweils den zweiten Platz.

Jahr Land Song Interpret geschrieben mit Platz (Finale) Punkte (Finale) Platz (Semi) Punkte (Semi)
2013 Schweden Schweden You Robin Stjernberg Joy Deb, Robin Stjernberg, Joakim Harestad Haukaas 14 62 bereits qualifiziert
2015 Schweden Schweden Heroes Måns Zelmerlöw Joy Deb, Anton Malmberg Hård af Segerstad 1 365 1 217
2018 Finnland Finnland Monsters Saara Aalto Joy Deb, Saara Aalto, Ki Fitzgerald 25 46 10 108
2020 Danemark Dänemark Yes Ben & Tan Jimmy Jansson, Emil Rosendal Lei Wettbewerb wurde abgesagt
2021 San Marino San Marino Adrenalina Senhit Joy Deb, Chanel Tukia, Tramar Dillard, Jimmy „Joker“ Thörnfeldt, Kenny Silverdique, Malou Linn, Eloise Ruotsalainen, Suzi Pancenkov, Senhit Zadik Zadik, Thomas Stengaard 22 50 9 118
Schweden Schweden Voices Tusse Joy Deb, Jimmy „Joker“ Thörnfeldt, Anderz Wrethov 14 109 7 142
2024 Malta Malta Loop Sarah Bonnici Joy Deb, John Emil Johansson, Kevin Lee, Sebastian Pritchard-James, Liere Gotxi Angel, Matthew James Borg, Michael Joe Cini, Sarah Bonnici nicht qualifiziert 16 13
Schweden Schweden Unforgettable Marcus & Martinus Joy Deb, Jimmy „Joker“ Thörnfeldt, Marcus Gunnarsen, Martinus Gunnarsen 9 174 bereits qualifiziert
2025 Danemark Dänemark Hallucination Sissal Chris Rohde-Frisk, Lina Spangsberg, Malthe Johansen, Melanie Wehbe 23 47 8 61

Internationale Veröffentlichungen

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Linnea hat außerdem mehrere internationale Hits geschrieben und produziert. Sie war Co-Autorin des ersten Songs Top Down auf dem Album Reflection von Fifth Harmony. Darüber hinaus schrieb und produzierte Linnea mit ihrem Produktionsteam JoJos Comeback-Single Save My Soul. Linnea war außerdem Co-Autorin der Single Cool Me Down der polnischen Künstlerin Margaret, die in Polen Doppelplatin und in Schweden Goldstatus erreichte.

Im Jahr 2016 wurde Oh Lord mit der britischen Boyband Mic Lowry veröffentlicht. Deren Debütsingle wurde von Joy Deb, Linnea Deb, Anton Hård af Segerstad, Augustine Grant und Phil Collins geschrieben, da der Song Text und Musik aus Phil Collins’ Lied In the Air Tonight enthält.

Deb ist teilweise finnischer Abstammung.[6]

Commons: Linnea Deb – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Robin Stjernberg – Eurovision Song Contest Malmö 2013 (Memento des Originals vom 28. Februar 2018 im Internet Archive). Abgerufen am 30. Januar 2026 
  2. Sveriges Radio: Måns svensk hjälte i Wien – P4 Kristianstad. Abgerufen am 30. Januar 2026.
  3. Sverigetopplistan – Sveriges Officiella Topplista. Abgerufen am 30. Januar 2026 (schwedisch).
  4. IFPI. In: www.ifpi.no. Abgerufen am 30. Januar 2026 (norwegisch).
  5. IFPI Austria – Verband der österreichischen Musikwirtschaft. In: www.ifpi.at. Abgerufen am 30. Januar 2026.
  6. Noora Holm: Ruotsi ja Suomi kohtaavat Euroviisufinaalissa – Suomen kappaleen takana ruotsinsuomalaiset Joy ja Linnea Deb. Sveriges Radio, abgerufen am 30. Januar 2026 (finnisch): „... suomalaistaustainen sekä äitinsä että isänsä puolelta.“