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Luka Svetec

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Luka Svetec, vor 1917

Luka Svetec (auch: Lukas Svetec; * 8. Oktober 1826 in Podgorje heute zur Gemeinde Kamnik gehörend; † 28. Januar 1921 in Litija) war ein slowenischer Politiker, Jurist, Schriftsteller und Philologe. Er gehörte in den 1870er- und 1880er-Jahren zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der sogenannten Altslowenen (sl. Staroslovenci), einer nationalkonservativen politischen Strömung in den slowenischsprachigen Landesteilen der Habsburgermonarchie.

Leben und Wirken

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Kindheit und Ausbildung

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Luka Svetec wurde in eine bäuerliche Familie als Sohn des Ehepaars Jerica und Andrej Svetec geboren. Nach der Volksschule bei den Franziskanern in Kamnik besuchte er von 1840 bis 1848 die weiterbildenden Schulen in Ljubljana und absolvierte danach bis 1850 das Studium der Rechtswissenschaften in Ljubljana und Wien.

Juristische Tätigkeit

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Nach der Gerichtspraxis in Ljubljana war er zunächst als Jurist und Richter in Zagreb und weiteren kroatischen Gemeinden tätig, später in verschiedenen Orten des Kronlandes Krain, unter anderem in Litija, Kočevje, Brdo (Gemeinde Lukovica) und Mokronog. Von 1866 bis 1869 war Svetec Polizeikommissar in Ljubljana. 1870 wurde er zum Notar ernannt und übte diesen Beruf bis ins hohe Alter in Litijia aus.[1]

Politische Tätigkeit

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Svetecs politische Karriere begann in der Ära des Konstitutionalismus der Habsburgermonarchie. Im Jahr 1863 wurde er erstmals als Vertreter der Habsburgtreuen, aber nationalbewussten Slowenen in den Krainer Landtag gewählt. Zwischen 1867 und 1873 vertrat er die slowenischen Interessen zudem als Abgeordneter im österreichischen Reichsrat in Wien. Im Parlament profilierte er sich als entschiedener Verfechter der nationalen Gleichberechtigung und leistete durch seine Reden und Anträge Pionierarbeit bei der Formulierung und Etablierung des Slowenischen als parlamentarische Debattensprache. Seine politische Haltung in Wien brachte ihn zeitweise in scharfe Opposition zum zentralistischen Kabinett von Anton von Schmerling.[2]

Nach einem vorübergehenden Rückzug aus der aktiven Politik im Jahr 1873 kehrte er 1877 wieder in den Krainer Landtag zurück. Er zählte zu den engsten Vertrauten von Janez Bleiweis, dem unangefochtenen Führer der konservativen altslowenischen Bewegung (auch bekannt als „Vater des Vaterlandes“). Nach Bleiweis’ Tod im Jahr 1881 galt Svetec als dessen natürlicher politischer Nachfolger an der Spitze der konservativen Fraktion. Seine Führung wurde jedoch von Teilen des stark klerikalen Flügels abgelehnt.[3]

In den späten 1880er-Jahren wandte sich Svetec, der das starre Festhalten am rein „historischen Recht“ (das aus seiner Sicht eher den Deutschen und Ungarn nutzte) zunehmend kritisierte und stattdessen das „Naturrecht“ der Völker betonte, von den Konservativen ab. Er näherte sich den slowenischen Liberalen (Mladoslovenci) an und trat schließlich der Nationalen Fortschrittspartei (Narodno napredna stranka) bei.

Literarisches und philologisches Wirken

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Svetec war bereits in jungen Jahren literarisch aktiv. Unter dem Pseudonym Podgorski veröffentlichte er Gedichte, Abhandlungen, Essays und Belletristik in verschiedenen Zeitungen, insbesondere im führenden altslowenischen Periodikum Kmetijske in rokodelske novice („Landwirtschaftliche und handwerkliche Nachrichten“), das von Bleiweis herausgegeben wurde. Er betätigte sich zudem als Literaturkritiker; seine strenge und ablehnende Kritik an den Gedichten von Simon Jenko im Jahr 1865 führte dazu, dass dieser sich gänzlich aus dem literarischen Leben zurückzog – ein Umstand, den der Schriftsteller Fran Levstik Svetec später öffentlich vorwarf.

Von bleibender kulturhistorischer Bedeutung wird Svetecs Arbeit auf dem Gebiet der praktischen Linguistik und Philologie gewürdigt:

  • Einführung der neuen Formen (nove oblike): Zusammen mit Fachkollegen wie Franc Cegnar, Matej Cigale und Luka Jeriša setzte sich Svetec in den frühen 1850er-Jahren für eine Reform der slowenischen Schriftsprache ein. Ziel war ein grammatikalischer Kompromiss zwischen dem damals dominanten krainischen Dialekt und den älteren Kärntner sowie Steirischen Sprachformen. Diese Neuerungen wurden ab dem 6. Februar 1851 zur verbindlichen Norm für slowenische Schulbücher erklärt.
  • Bezug zum Altkirchenslawischen: In den teils erbittert geführten slowenischen Alphabet- und Grammatikstreits plädierte Svetec für eine gemäßigte und rationale Anlehnung der modernen slowenischen Literatursprache an das Altkirchenslawische (unter anderem bezüglich morphologischer Endungen), um die slawische Identität und Kontinuität der Sprache zu stärken.[1]

Im Jahr 1863 verlieh ihm die Stadt Kočevje das Ehrenbürgerrecht.

Commons: Luka Svetec – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Svetec, Luka (1826–1921) - Slovenska biografija. Abgerufen am 19. Mai 2026.
  2. BLKÖ:Svetec, Lucas – Wikisource. Abgerufen am 19. Mai 2026.
  3. Igor Grdina: Slovenci med tradicijo in perspektivo: politični mozaik 1860-1918. Študentska založba, 2003, ISBN 978-961-6446-52-5 (google.de [abgerufen am 19. Mai 2026]).