Zum Inhalt springen

Lithiumcitrat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Strukturformel von Lithiumcitrat
Allgemeines
Name Lithiumcitrat
Andere Namen
  • Citronensäuretrilithiumsalz
  • Trilithiumcitrat
Summenformel Li3C6H5O7
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff (Tetrahydrat)[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 13520
DrugBank DB14507
Wikidata Q2351742
Arzneistoffangaben
ATC-Code

N05AN01

Eigenschaften
Molare Masse
  • 209,92 g·mol−1 (kristallwasserfrei)
  • 281,98 g·mol−1 (Tetrahydrat)
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt
Löslichkeit

gut löslich in Wasser (209,8 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319
P: 305+351+338[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).

Lithiumcitrat ist eine chemische Verbindung des Lithiums aus der Gruppe der Citrate.

Gewinnung und Darstellung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lithiumcitrat kann durch Reaktion von Citronensäure mit Lithiumcarbonat gewonnen werden.[4]

Lithiumcitrat-Tetrahydrat ist ein weißer Feststoff, der gut löslich in Wasser ist.[1]

Bis 1950 wurde Lithiumcitrat als Stimmungsverbesserer und als Gegenmittel bei Kater in dem Erfrischungsgetränk 7 Up verwendet.[5] Bis 2011 enthielt noch das Schmerzmittel Togal Classic rezeptfrei Lithiumcitrat.[6] Unter dem Markennamen Litarex wird das Medikament mit dem Wirkstoff Lithiumcitrat im Rahmen der Lithiumtherapie zur Behandlung bei manisch-depressiven Erkrankungen verwendet.[7]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 3 4 5 6 Datenblatt Lithiumcitrat Hydrat bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 14. August 2021 (PDF).
  2. Datenblatt Lithiumcitrat bei Merck, abgerufen am 2. August 2017.
  3. William M. Haynes: CRC Handbook of Chemistry and Physics, 92nd Edition. CRC Press, 2011, ISBN 978-1-4398-5512-6, S. 108 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Paul Koenig: Joh. Karl Königs Warenlexikon für den Verkehr mit Drogen und Chemikalien Mit Lateinischen, Deutschen, Englischen, Französischen Holländischen und Dänischen Bezeichnungen. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-663-02608-2, S. 324 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. James Greenblatt, Kayla Grossmann: Lithium: The Untold Story of the Magic Mineral That Charges Cell Phones and Preserves Memory. 23. Januar 2017, abgerufen am 28. Oktober 2020.
  6. Togal Classic. Ein alter Bekannter geht. auf der Website test.de der Stiftung Warentest, veröffentlicht am 24. März 2011 (abgerufen am 23. Juni 2021).
  7. E. Widerlöv: A comparative double-blind study of the side effects of Litarex and Lithionit Durettes. In: Acta Psychiatrica Scandinavica. Band 54, Nr. 4, 1976, S. 294–302, doi:10.1111/j.1600-0447.1976.tb00123.x, PMID 793305.