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Lisa Frankenstein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Film
Titel Lisa Frankenstein
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2024
Länge 101 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen MXN Entertainment
Stab
Regie Zelda Williams
Drehbuch Diablo Cody
Produktion
Musik Isabella Summers
Kamera Paula Huidobro
Schnitt Brad Turner
Besetzung
Synchronisation

Lisa Frankenstein ist eine US-amerikanische Horrorkomödie aus dem Jahr 2024, die unter der Regie von Zelda Williams nach einem Drehbuch von Oscar-Preisträgerin Diablo Cody entstand. In den Hauptrollen spielen Kathryn Newton, Cole Sprouse und Liza Soberano.

Es ist das Jahr 1989: Ein Mädchen namens Lisa Swallows kämpft immer noch damit, den Verlust ihrer Mutter zu verkraften, die zwei Jahre zuvor von einem Axtmörder getötet wurde. Ihr Vater Dale hat inzwischen eine Frau namens Janet geheiratet, die eine Tochter namens Taffy aus einer früheren Beziehung mit in die Ehe bringt. Lisa, die eine romantische Ader hat, verbringt viel Zeit auf einem örtlichen Friedhof und himmelt dort die altertümliche Statue eines in jungen Jahren beerdigten Mannes an.

Gemeinsam fahren Lisa und Taffy, die ihre Stiefschwester Lisa ermutigt, soziale Kontakte zu knüpfen, mit dem Auto zu einer Party. Dort hat Lisa eine unangenehme Begegnung mit Michael, ihrem Schwarm, und wird versehentlich von einem seiner Freunde unter Drogen gesetzt. Später wird sie von ihrem Laborpartner Doug Marands sexuell belästigt. Lisa kehrt zum Friedhof zurück und spricht zum Grab eines Mannes, der 1837 starb; ein Pianist, der sich in eine Frau verliebt hatte, bevor sie ihn für einen anderen Mann verließ, und der anschließend durch einen Blitzschlag getötet wurde. Ein Blitzschlag trifft sein Grab, nachdem Lisa gegangen ist, und der Junge wird als Zombie wieder zum Leben erweckt.

Der Mann (im Abspann des Films als „Das Wesen“ bezeichnet) bricht in das Haus ein. Lisa ist zunächst verängstigt, erkennt ihn aber schließlich als den Kerl, dessen Grab sie verehrt, und beschließt, ihn in ihrem Schrank zu verstecken. Das Wesen ist stumm, mit Trümmern bedeckt und ihm fehlen mehrere Körperteile.

Lisa behauptet, ein in das Haus eingedrungener Einbrecher habe das vom Wesen angerichtete Chaos verursacht, doch Janet beschleicht der Verdacht, ihre womöglich psychisch kranke Stieftochter Lisa erfinde diese Geschichte, um Aufmerksamkeit zu erregen. Als Stiefmutter Janet die Drohung äußert, Lisa in eine Anstalt zu schicken, erschlägt das Wesen, das aus dem Wandschrank kommt, hinterrücks die aufgebrachte Stiefmutter und schneidet der zu Boden gegangenen Frau das linke Ohr ab. Anschließend entsorgen Lisa und das Wesen die Leiche von Janet in der Dunkelheit der Nacht auf dem Friedhof in einer Grube. In ihrem rosafarbenen Jugendzimmer näht Lisa dem Wesen an der linken Seite seines Kopfes mit Nadel und Faden das abgetrennte Ohr ihrer Stiefmutter Janet an. Allerdings funktioniert der neu gelegte Gehörgang als totes Körperteil ohne einen elektrischen Impuls nicht, weshalb sich das Wesen unter Taffys strahlendes Solarium legt, um das Ohr wiederzubeleben. Darüber hinaus erhält das Wesen durch das künstliche Sonnenbad wieder ein menschlicheres Aussehen. Mit bösen Hintergedanken lockt Lisa ihren Mitschüler Doug, der sich zu dem Mädchen hingezogen fühlt, bei Tag auf den Friedhof, damit sie ihm für das Wesen die rechte Hand abschneiden kann. Mit einer Axt erschlägt das Wesen den flüchtenden Jungen Doug und versteckt seinen leblosen Körper in der Friedhofsgrube neben Janets Leiche. Als das Wesen mit der angenähten Hand von Doug wieder Klavier spielen kann, beginnt es, eine emotionale Bindung zu Lisa aufzubauen. Am heimischen Flügel interpretiert das Wesen den Song Can’t Fight This Feeling von REO Speedwagon und Lisa tanzt dazu singend durch das Zimmer. Nach und nach verändert Lisa ihren Modestil und legt sich ein düsteres Grufti-Outfit zu.

In Bezug auf das Verschwinden von Janet und Doug leitet die Polizei, die Lisa im Büro des Schuldirektors verhört, ein Ermittlungsverfahren ein. Lisa weigert sich, bei den Ermittlungen mitzuarbeiten und macht sich auf die Suche nach ihrem schulischen Schwarm Michael, den sie in dessen Zuhause in flagranti im Bett mit Taffy erwischt. Am Boden zerstört bekommt Lisa einen Tobsuchtsanfall. Das Wesen stürmt herein und hackt, während der Soul-Song On the Wings of Love von Jeffrey Osborne erklingt, in Zeitlupe blutspritzend Michaels Geschlechtsteil mit der Axt ab, das in hohem Bogen in einen Papierkorb fliegt. Als das Wesen ebenso Taffy, die sich schreiend hinter einem Kopfkissen versteckt, anzugreifen versucht, hält Lisa den wandelnden Untoten davon ab und folgt ihm, als er zum Friedhof flieht. Lisa gibt Taffy den Rosenkranz ihrer Mutter als Zeichen der Wertschätzung für ihre Freundlichkeit und ihr Mitgefühl, bevor sie das Wesen in den Wald verfolgt.

Lisa konfrontiert das Wesen, das gesteht, dass er sie liebt. Sie verlassen den Friedhof, nachdem sie einen Polizisten in ein Grab geworfen haben. Lisa verbindet Michaels Geschlechtsteil mit dem Wesen, damit sie Sex haben können. In einer animierten Sequenz aus schwarz-weißen Bildern, in Anlehnung an den Film Die Reise zum Mond von Georges Méliès von 1902, fliegen Lisa und das Wesen auf einer Rakete reitend zum grell leuchtenden Vollmond und landen im rechten Auge des Mondgesichts. Danach überredet Lisa das Wesen, sie im Solarium durch einen Stromschlag zu töten, um einer Verhaftung zu entgehen. Das Wesen tut, worum sie gebeten hat, und Lisa verbrennt.

Dale und Taffy besuchen später Lisas Grab. Taffy ist beunruhigt, als sie entdeckt, dass Lisas Grabstein, der durch einen Blitzschlag beschädigt wurde, eine Inschrift hinzugefügt wurde: „Geliebte Ehefrau“. Auf einer Parkbank an einem See sitzend, liest das Wesen, mit einem Mal zu Stimme gekommen, das Gedicht „O Mary Dear“ von Percy Shelley vor. Eine auferstandene Lisa, die wegen der Brandwunden rundherum weiße Verbände trägt, liegt daneben mit ihrem Kopf auf dem Schoß des Wesens und öffnet ihre Augen.

Besetzung und Synchronisation

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Die deutschsprachige Synchronisation übernahm die Interopa Film. Dialogregie führte Nico Sablik, das Dialogbuch schrieb Sven Hasper.[2]

RolleDarstellerSynchronsprecher[2]
Dale SwallowsJoe ChrestFrank Schröder
die KreaturCole SprousePatrick Baehr
DougBryce RomeroHannes Maurer
HarveyRitchie MontgomeryHanns-Jörg Krumpholz
Janet SwallowsCarla GuginoNana Spier
Lisa SwallowsKathryn NewtonJodie Blank
LoriJenna DavisLuisa Wietzorek
Michael TrentHenry EikenberryNicolas Rathod
MistyPaola AndinoNina Schatton
Taffy SwallowsLiza SoberanoCelina Gaschina
TamaraJoey HarrisSamina König
TriciaTrina LaFargueJoone Dankou
WayneCharlie TalbertMarko Bräutigam

Veröffentlichung

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In den USA kam der Film am 9. Februar 2024 in die Kinos,[3] der deutsche Kinostart erfolgte am 22. Februar 2024.[4][5]

Auf Blu-ray Disc erschien der Film am 23. Mai 2024.[6]

Produktion und Hintergrund

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Der Film wurde von der amerikanischen MXN Entertainment produziert, Produzenten waren Drehbuchautorin Diablo Cody und Mason Novick. Als Executive Producer fungierte Jeffrey Lampert. Den Vertrieb übernahm in den Vereinigten Staaten Focus Features, den internationalen Vertrieb Universal Pictures.[7] Die Dreharbeiten fanden ab August 2022 statt,[8] Drehort war New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana.[9]

Die Kamera führte Paula Huidobro, die Musik stammt von Isabella Summers, die Montage verantwortete Brad Turner. Das Set-Design gestaltete Mark Worthington und das Kostümdesign Meagan McLaughlin.[10] Schauspielerin Zelda Williams gab mit diesem Film ihr Debüt als Regisseurin in einem Langspielfilm.[7][11]

Von der Motion Picture Association erhielt der Film eine PG-13-Einstufung.[12]

Lisa Frank ist eine US-amerikanische Designerin, die unter anderem für Grafiken auf Schulbedarf steht.[13]

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 52 %[14]
Metacritic (Metascore) 47/100[15]

Sidney Schering vergab auf filmstarts.de drei von fünf Sternen und bezeichnete den Film als Gruselkomödie mit beachtlichem Kuschelfaktor, vor allem dank einer toll aufspielenden Hauptdarstellerin und verspielten inszenatorischen Ideen.[16]

Oliver Armknecht bewertete den Film auf film-rezensionen.de mit sechs von zehn Punkten. Der Filmmix aus Horror, Komödie und Romanze sei eigentlich ganz sympathisch und zudem gut besetzt, allerdings ziellos und komme oft nicht wirklich voran.[17]

Markus Grunwald gibt dem Film auf myofb.de fünf von zehn Sternen und sagt, dass Zelda Williams eine solide Regiearbeit leistet, das Drehbuch von Diablo Cody scharfsinnig ist, aber der Film nur eine kleine Zielgruppe anspricht, die die Mischung aus Teenie-Horror-Rom-Com interessiert.[18]

Karsten Munt schrieb auf Filmdienst.de, dass der Film nicht allzu sicher zu sein scheine, was genau er mit Frankensteins Monster anfangen möchte. Für eine echte Liebelei fehle der Mut, das Monströse von der Leine zu lassen, traue sich der Film auch nicht. Zur Komödie tauge er noch am ehesten. Was dem Film wirklich fehle, sei das Timing. Er sei zu zögerlich inszeniert, um die Chancen zu nützen, die seine in alle Richtungen des Genrekinos offene Prämisse biete.[19]

Einzelnachweise

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  1. Freigabebescheinigung für Lisa Frankenstein. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 250878; abgerufen am 17. April 2026).
  2. 1 2 Lisa Frankenstein (2024). In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 23. Februar 2024.
  3. Anthony D'Alessandro: Focus Features Dates Diablo Cody Written Horror Comedy ‘Lisa Frankenstein’. In: deadline.com. 4. Januar 2024, abgerufen am 5. Januar 2024 (englisch).
  4. Lisa Frankenstein. In: filmstarts.de. Abgerufen am 5. Januar 2024.
  5. Lisa Frankenstein. In: kino.de. Abgerufen am 5. Januar 2024.
  6. Horror-Comedy "Lisa Frankenstein": Jetzt im Kino und auf Blu-ray Disc vorbestellbar. In: bluray-disc.de. 1. März 2024, abgerufen am 1. März 2024.
  7. 1 2 Matt Grobar: ‘Lisa Frankenstein’: Carla Gugino, Liza Soberano, Joe Chrest & Henry Eikenberry Board Zelda Williams’ Horror-Comedy For Focus Features. In: deadline.com. 11. August 2022, abgerufen am 5. Januar 2024.
  8. Shane Romanchick: Zelda Williams' Directorial Debut 'Lisa Frankenstein' Begins Filming. In: collider.com. 4. Januar 2024, abgerufen am 5. Januar 2024 (englisch).
  9. How Liza Soberano landed role in Hollywood film 'Lisa Frankeinstein'. In: collider.com. 25. August 2022, abgerufen am 5. Januar 2024 (englisch).
  10. Lisa Frankenstein. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 5. Januar 2024.
  11. Ein Traummann muss nicht zwingend lebendig sein: Neuer Trailer zur Horrorkomödie „Lisa Frankenstein“ ist online. In: moviebreak.de. 4. Januar 2024, abgerufen am 5. Januar 2024.
  12. Lisa Frankenstein – Neuer Trailer zur PG-13-Horror-Romanze mit Kathryn Newton. In: schnittberichte.com. Abgerufen am 6. Januar 2024.
  13. Sidney Schering: "Wednesday" trifft auf "Poor Things": Horror-Spaß mit Kultpotential neu im Streaming-Abo. In: filmstarts.de. 13. September 2024, abgerufen am 13. September 2024.
  14. Lisa Frankenstein. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 208 Kritiken).
  15. Lisa Frankenstein. In: Metacritic. Abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 43 Kritiken).
  16. Sidney Schering: Eine Leiche zum Kuscheln. In: filmstarts.de. Abgerufen am 7. Februar 2024.
  17. Oliver Armknecht: Lisa Frankenstein. In: film-rezensionen.de. 18. Februar 2024, abgerufen am 18. Februar 2024.
  18. Markus Grunwald: Lisa Frankenstein. In: myofb.de. 20. Februar 2024, abgerufen am 20. Februar 2024.
  19. Karsten Munt: Lisa Frankenstein. Kritik. In: Filmdienst. Abgerufen am 21. Februar 2024.